Manuskripte

SWR3 Worte

Wer verrückt ist, kann die Welt verändern – davon war der Apple-Gründer Steve Jobs überzeugt. Er hat gesagt:

 

“Das hier geht an die Verrückten, die Außenseiter, die Rebellen, die Unruhestifter, an die, die aus dem Muster fallen… diejenigen, die die Dinge anders sehen — (…) Du kannst sie zitieren, anderer Meinung sein als sie. Du kannst sie glorifizieren oder sie herabwürdigen, aber das einzige, was du nicht tun kannst ist, sie zu ignorieren, weil sie die Dinge nämlich verändern … (…) Denn diejenigen, die verrückt genug sind, zu denken, dass sie die Welt ändern könnten, werden diejenigen sein, die es tatsächlich tun.”

 

Quelle: online unter: https://www.lomography.de/magazine/113918-die-10-inspirierensten-zitate-von-steve-jobs (Stand: 6.11.2018)

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Der Arzt und Psychologe Sigmund Freud soll diese kurze Geschichte erzählt haben. Er wollte damit erklären, warum es hilft zu sprechen.

 „Ein Kind hatte im Dunkeln alleine Angst. Da hat es ins Nebenzimmer gerufen:

Tante, sprich doch zu mir. Ich fürchte mich. – Die Tante: Aber was hast du davon? Du siehst mich doch gar nicht. – Darauf das Kind: Wenn jemand spricht, dann wird es heller.“

 

Quelle: Andrea Langenbacher (Hg.): Voll von Lichtern und Sternen. Helle Texte für die dunkle Jahreszeit. Schwabenverlag, S. 2.

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Christopher Schacht ist mit 19 auf Weltreise gegangen und hat ein Buch darüber geschrieben. Auf seiner Reise hat ihn ein Gespräch mit einem Mann beeindruckt. Er schreibt:

„Der Mann fragte mich: Was möchtest du auf deiner Weltreise eigentlich erleben? Ich zwinkerte dem Mann zu: „Ich will die ganze Welt erobern.“ Der Mann schüttelte den Kopf: „Nur Narren wollen die Welt erobern. Ein Weiser sich selbst.“

Ich musste grinsen. Meine scherzhaft gemeinte Anspielung hatte er anscheinend nicht verstanden. Aber an seinem Spruch war dennoch viel dran. Stumm wiederholte ich ihn noch einmal und merkte ihn mir: Nur Narren wollen die Welt erobern. Ein Weiser sich selbst.“

 

Quelle: Christopher Schacht, Mit 50 Euro um die Welt. Als ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam, Adeo Verlag, S. 19-20.

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Außenminister Heiko Maas spricht darüber, wie er mit Hassbotschaften umgeht. Er sagt:

„Das ist so absurd und hetzerisch, dass ich es nicht mehr lese. Ich nehme diesen Hass nicht mit nach Hause, den Gefallen will ich denen nicht tun. Was auffällt: Ein Teil der Mails wird unter vollem Namen und Absender abgeschickt. Die Leute geben sich (…) zu erkennen. (…) Es gibt einen klaren Zusammenhang. Aus Worten werden Taten, das ist das Gefährliche daran. Wir dürfen den Hetzern nicht das Feld überlassen. Wir sind alle gefordert, unsere Demokratie zu verteidigen.“

 

Quelle: Wochenzeitung DIE ZEIT Nr. 42 vom 11. Oktober 2018, S.11.

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Der Schriftsteller Dave Eggers erzählt in einem Interview darüber, wie er seine Pubertät erlebt hat.

„Mit 13, 14 Jahren war ich dünn, voller Pickel und klein – jeder um mich herum ist gewachsen außer ich. Ich wurde nie richtig gemobbt, und ich hatte auch Freunde, aber ich fühlte mich nicht gesehen, nicht gehört, nicht wertvoll. Ich war auf eine ungute Art schwerelos.

Ich glaube dieses Gefühl kennen sehr, sehr viele Kinder. Und es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen, sie anzuleiten und zu begleiten, so dass sie sich wahrgenommen und akzeptiert fühlen. Mich hat mit 14 Jahren (…) ein Lehrer zurück auf die Erde geholt. Er sagte mir, dass ich Talent habe. Und so habe ich jede freie Minute damit verbracht zu malen und zu zeichnen. Weil dieser Mann mir eine neue Heimat gegeben hatte.“

 

 Quelle:  Wochenzeitung Die ZEIT Nr. 42 vom 11.10.2018, S. 56.

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Christopher Schacht hat mit 19 eine Weltreise gemacht. Er wurde gefragt, ob seine Eltern nicht versucht hätten, ihm dieses gefährliche Projekt auszureden. Er sagt:

„Sie haben sich mit mir hingesetzt und mir ins Gewissen geredet: Ist dir klar, dass du sterben könntest? Aber darauf habe ich gesagt, dass (…) ich lieber bei etwas sterbe, was ich liebe, als in fünfzehn Jahren in irgendeinem Büro zu sitzen und mir zu sagen: Hätte ich doch…“

 

Quelle:  Christopher Schacht, Mit 50 Euro um die Welt. Als ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam, Adeo Verlag, S. 19.

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Der Dichter Rudolf Otto Wiemer hat einen Text über die Zukunft geschrieben. Und zwar über die Zukunft, so wie Christen sie sich vorstellen.

 

„Die Erde ist schön, und es lebt sich

leicht im Tal der Hoffnung.

Gebete werden erhört. Gott wohnt

nah hinterm Zaun.

 

Das Wort ist verstehbar. Wer

Ja sagt, meint Ja, und

ich liebe dich bedeutet: jetzt und

für ewig.

 

Der Zorn brennt langsam. Die

Hand des Armen ist nie ohne

Brot. Geschosse werden im Flug

gestoppt.

 

Der Engel steht abends am Tor. Er

hat gebräuchliche Namen und

sagt, wenn ich sterbe:

Steh auf.“

 

                     

Quelle:       Jörg Zink, Das Vaterunser. Das Gebet, in dem alles gesagt ist, Kreuz Verlag S. 51.

                   oder: Rudolf Otto Wiemer, Ernstfall, J.F. Steinkopf Verlag Kiel.

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