Manuskripte

SWR3 Worte

Der Comedian und Moderator Luke Mockridge spricht in einem Interview darüber, was sein Glaube ihm heute bedeutet: 

„Ich bin sehr katholisch erzogen worden und ich besinne mich dabei auf christliche Werte, ich versuche der beste Mensch zu sein, der ich sein kann.

[…] Heute leben wir in hochpolitischen Zeiten, in denen rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch sind. Deshalb ist es sehr wichtig, dass [...] junge Leute wie ich ein politisches Bewusstsein entwickeln. Ich bin kein Fan davon, sich über die Frisur oder die Mundwinkel von Angela Merkel lustig zu machen. Ich finde es wichtiger zu sagen, warum Missstände entstehen und warum die Kluft von Arm und Reich so groß ist.“

https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/Interview-mit-Luke-Mockridge-Stefan-Raab-ist-mein-Vorbild;art1015351,9236604, Ausdruck vom 24.10.2018, 12:24 Uhr

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Im Frühjahr diesen Jahres ist der langjährige Mainzer Bischof und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann verstorben. In seinem Interview-Buch „Mit langem Atem“ antwortet er auf die Frage, wie er sich den Tod vorstellt:

„Das „Vorstellen“ solcher Dinge habe ich mir schon lange abgewöhnt. [...] Das ewige Leben lässt sich wohl mehr in den großen biblischen Bildern erahnen. Da gibt es zum Beispiel das Bild vom gemeinsamen Mahl der Völker im Frieden. Oder ein anderes: der Tag, an dem Gott alle Tränen wegwischt. [...]Man muss vom Glauben ausgehen, den wir jetzt leben. Wenn ich das versuche, dann weiß ich, dass es auf die Gemeinschaft mit Gott ankommt, der sich mir zuerst zuwendet. Ich muss darauf aber auch mit meinem Leben antworten.“

 

aus: Karl Lehmann, mit langem Atem. Wege, Erfahrungen, Einsichten. Der Kardinal im Gespräch mit Markus Schächter. 4.Auflage 2017, Herder-Verlag, Freiburg im Breisgau, S. 254/255.

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Jesus bringt in seiner Bergpredigt auf den Punkt ,worauf es im Leben der Christen ankommt. Am Fest Allerheiligen ist das eine gute Orientierung. Jesus sagte:

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Aus: Mt 5,3-10 , DIE BIBEL; Einheitsübersetzung

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Heute ist Reformationstag.ZDF-Moderatorin Dunja Hayali interpretiert den bekanntesten Satz von  Martin Luther „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“,

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ wäre vielleicht auch eine Art Leitspruch für mich. Denn das hat was mit der Verantwortung zu tun, die ich eben nicht nur für mich selbst spüre, sondern auch für meine Gemeinschaft. Diese Verantwortung fängt im Kleinen an: Das sind meine Freunde, meine Familie, meine Nachbarn, der Kiez, in dem ich lebe, und dann natürlich auch größere Zusammenhänge. Deshalb ist mir zum Beispiel Bildung so wichtig. […] Durch Bildung können Menschen einen gefestigten Charakter bekommen und drehen sich vielleicht nicht ganz so leicht mit dem Wind, wenn die Zeiten sich ändern.“

 

aus: Heinrich Bedford-Strohm/Margot Käßmann: Die Welt verändern.Was uns der Glaube heute zu sagen hat.edition chrismon Berlin 2016, S. 179-180.

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Moderator Thomas Gottschalk erinnert sich in seinem Buch „Herbstblond“ daran, wie seine Mutter den christlichen Glauben verstand:

Ihr Verständnis von Nächstenliebe ging teilweise sogar weit über das hinaus, was ich für angemessen hielt. So schleifte sie mehrmals Figuren ins Haus und an unseren Esstisch, die mein Bruder und ich nur als „Penner“ bezeichnen konnten.[...] Aber wehe wir rümpften die Nase oder machten blöde Witze über derart fragwürdige Gäste! Dann gab es einen Vortrag über „tätige Nächstenliebe“ und die Pflicht, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln. Damals waren mir solche Aktionen eher unangenehm, heute nötigen sie mir einen gewissen Respekt ab.“

 

Thomas Gottschalk: Herbstblond, Taschenbucherstausgabe II/2016, Heyne-Verlag München, S.51.

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Die Ordensschwester und Ärztin Ruth Pfau  hat gemeinsam mit der deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe, tausenden Menschen in Pakistan das Leben gerettet. In ihrem Buch „Die Schönheit des Helfens“ schreibt sie:

„Liebe ist nichts Abstraktes, nichts rein Spirituelles oder rein Geistiges. Sie ist leiblich, sie ist sozial. Zumindest nach einem christlichen Verständnis von Liebe. […] Liebe ist Zuwendung zum andern. […] Schön, dass es dich gibt! Dich gibt. […]

Es gab und gibt in meinem Leben immer wieder Situationen, in denen ich in fast panischer Angst denke: Hier kannst du nicht lieben, wie willst du diese […] Menschen bejahen? […] Aber wenn ich dann wirklich aufmerksam hinschaue, gelingt es doch immer wieder. Einfach, weil „Gott keine Ausschussware schafft.“ Irgendetwas Schönes, Kostbares ist in jedem Menschen.“

 

Ruth Pfau: Die Schönheit des Helfens. Ärztin, Nonne, Powerfrau - Ein verrücktes Leben.

Herder-Verlag 2018, 186-187.

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Der Fußballtrainer Niko Kovac darüber, was ihm sein Glaube bedeutet:

„Der Glaube ist mir bis heute geblieben. Ich bin gläubiger Christ und versuche, mich dementsprechend zu verhalten.“ [...]

„Wenn man versucht, sich an der Bibel entlang zu hangeln, dann hat man alles, was man braucht: Ehrlichkeit, Offenheit, Freundlichkeit, Respekt, Toleranz, da gibt es noch vieles mehr, wonach in der heutigen Zeit wieder gesucht wird.“ [...]

„Ich möchte nicht nur Trainer, sondern in erster Linie Mensch sein. Das ist schwierig. Aber ich versuche es .[...]“

[…] „Was uns alle vereint, ist das Menschsein. Und da ist doch völlig unerheblich, wo einer herkommt, welche Religion oder welche Hautfarbe er hat. Wir sind alle vom lieben Gott erschaffen, das ist der springende Punkt.“

 

Aus: http://www.fr.de/sport/eintracht/eintracht-trainer-kovac-ich-moechte-in-erster-linie-mensch-sein-a-315752 , Ausdruck vom 24.10.2018, 12:21 Uhr

und

https://promisglauben.de/tag/niko-kovac, Ausdruck vom 24.10.2018, 12:19 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=27445