Manuskripte

SWR3 Worte

Im August ist Kofi Annan gestorben. Er war früher UN-Generalsekretär. Und hat sich gegen Rassismus und für den Frieden eingesetzt. 2001 hat er den Friedensnobelpreis bekommen. Hier ein Zitat von ihm: 

Am Ende wird die Geschichte uns nicht an dem, was wir sagen, messen, sondern an dem, was wir tun.

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Zum Thema Frieden eine Strophe aus dem Kirchenlied „Keinen Tag soll es geben“:

„Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:

Niemand ist da, der mir die Hände reicht.

Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:

Niemand ist da, der mit mir Wege geht.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft,

der halte unseren Verstand wach und unsere Hoffnung groß

und stärke unsere Liebe.“

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Sara Cunninghams Sohn ist schwul. Nach dem sie erkannt hat, wie viele Eltern den Kontakt zu ihren Kindern nach dem Coming Out abbrechen, ist sie aktiv geworden. Auf ihrer Facebookseite hat sie gepostet: 

„Wenn ihr eine Mutter braucht, die auf eure schwule oder lesbische Hochzeit kommt, weil eure wahre Mutter nicht dabei sein will, dann gebt mir Bescheid. Ich bin da für euch. Ich werde euer größter Fan sein.“

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Der 15-jährige Max hat Krebs. Seine Klassenkameraden unterstützen ihn sehr. Auch durch diese Aktion: sie alle haben sich die Haare geschoren und tragen jetzt den gleichen Look wie Max. Sein Freund Tom sagt über ihn: 

„Der Kerl ist eine wahre Legende für uns, denn anstatt sich jetzt deprimiert in sein Zimmer im Krankenhaus zu setzen, ist er fröhlich drauf wie zuvor und kam auch heute zu unserem Klassenfototermin. Ich bin stolz auf ihn und meine Klassenkameraden, die alle zu ihm halten und zeigen wie eine Klassengemeinschaft funktioniert!"

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Die Stadt Bonn hat eine Umfrage dazu gemacht, warum sich Leute für andere einsetzen. Hier einige Ergebnisse:

Ich engagiere mich, ...

... weil es bereichernd ist und es mich mehr mit meiner Umgebung verbindet.

... weil es befriedigend ist, zu helfen.

... weil ich mich freue, wenn ich gemeinnützige Projekte unterstützen kann.

Ich engagiere mich,

… weil ich, seitdem die Kinder aus dem Haus sind, Zeit und Finanzen zur Verfügung habe.

... und weil es mir selbst sehr gut geht und ich gerne etwas zurückgeben möchte.

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Die Autorin Rachel Naomi Remen erzählt vom schönsten Moment der Woche. Mit ihrem Großvater.

 

„Ich baute mich vor Großvater auf, und er legte mir sanft die Hände auf den Scheitel. Dann begann er stets, Gott dafür zu danken, dass es mich gab und dass Er ihn zum Großvater gemacht hatte. Er sprach dann immer irgendwelche Dinge an, mit denen ich mich im Verlauf der Woche rumgeschlagen hatte, und erzählte Gott etwas Echtes über mich.

Jede Woche wartete ich bereits darauf, zu erfahren, was es diesmal sein würde. Wenn ich zum Beispiel während der Woche irgendetwas angestellt hatte, dann lobte er meine Ehrlichkeit, darüber die Wahrheit gesagt zu haben.

Und dann gab er mir seinen Segen und bat die Frauen aus ferner Vergangenheit, die ich aus seinen Geschichten kannte - Sara, Rahel, Rebekka und Lea -, auf mich aufzupassen.

Diese kurzen Momente waren in meiner ganzen Woche die einzige Zeit, in der ich mich völlig sicher und in Frieden fühlte.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=27156

Ein Text über die Vorfreude, wenn man jemanden eingeladen hat. So geht es mir auch oft, wenn Gäste zu mir kommen. 

„Alles ist getan. Das Haus trägt seinen Sonntagsstaat, Duft von frischem Brot erfüllt die Räume, der Wein ist eingeschenkt. In mir kribbelt es erwartungsfroh, bevor wir uns treffen. Was brauchen wir mehr? Eine Prise Zeit. Ein paar Offene Ohren. […]. Ein ungeteiltes Herz.

Habe ich doch auch alles da. Also komm: sei du mein Gast.“

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