Manuskripte

SWR3 Worte

Der indische Rechtsanwalt Mahatma Gandhi hat sein Leben lang für Freiheit und Menschenwürde gekämpft. Sein tägliches Gebet hat ihn dabei gestärkt. Es betete:  

„Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will frei sein von Furcht.
Ich will keine Gewalt anwenden.
Ich will guten Willens sein gegen jedermann.“

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Freude ist ein wichtiges Lebenselixier. Dietrich Bonhoeffer schreibt darüber:

„Du hast eine glückliche Anlage in Dir: Du kannst Dich freuen. Freue Dich so viel Du kannst; Freude macht stark. Sich recht freuen heißt in allem Gott sehen und seine Liebe, dort, wo es heiter und freundlich aussieht, aber auch dort, wo es einmal nicht so geht, wie Du es wohl wünschst. Das ist nicht immer leicht.

Es ist das Unbegreifliche und doch Wahre, Wirkliche und Lebendige, an dem Freude sich entzündet. Darum ist rechte Freude selbst immer etwas Unbegreifliches, sowohl für die anderen als auch für den, der sie empfindet. Freude ist einfach da.“

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Glauben Juden, Christen und Muslime an den denselben Gott? Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland findet klare Worte: 

„Judentum, Christentum und Islam ist es gemeinsam, dass sie sich zu einem einzigen Gott bekennen. Auch dass sie dieses Bekenntnis als Antwort auf eine Offenbarung verstehen, die sich kritisch gegen alle menschlichen Gottesvorstellungen und [Gottes]-bilder abgrenzt, gehört zu diesem  Monotheismus. Es gibt demnach nur einen Gott, der der Schöpfer aller Menschen ist und ihnen dieselbe Würde verleiht.“ 

Autoren: 21 Mitglieder der Kammer für Theologie der EKD unter dem Vorsitz von Christoph Markschies

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Glück – und wie man es erleben kann. Peter Goes hat sich mit dieser Frage beschäftigt und schreibt:

„Unzufriedenheit, Neid und Missgunst sind Feinde des Glückes.
Jesus war ein Glücksmotivator ohnegleichen. Er begegnete Hass nicht mit Gegenhass, sonders ausdrücklich mit Liebe. […]
Dankbarkeit ist die Schwester und Verbündete des Glücks. Seien Sie dankbar für Menschen, die Ihre Seele „zum Glühen“ bringen. Sagen Sie diesen Menschen, was Sie an ihnen schätzen, wie gut sie Ihnen tun. So vermehren Sie Glück.
Machen Sie jeden Tag einem Menschen eine Freude, auch wenn dieser Mensch Sie selber sind.“

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Was hilft, einen Tag positiv zu beginnen? Der Benediktinermönch  Pater Anselm Grün schreibt:

Die Morgenrituale entscheiden, ob wir den Tag selber leben oder ob wir gelebt werden, ob wir gerne in den Tag gehen oder uns von unserer Unlust treiben lassen, ob wir uns von den Terminen bestimmen lassen oder ob wir alles, was wir tun, unter Gottes Segen stellen.

Eine Frau erzählte mir von ihrer Tendenz, allen schwierigen Situationen auszuweichen und sich immer wieder in die Krankheit zu flüchten. Wenn etwas Unangenehmes bevorsteht, dann kommt sie nicht aus dem Bett heraus. Gerade für sie war es wichtig, ein gesundes Morgenritual zu entwickeln. Ich riet ihr, sie solle sich jeden Morgen, wenn der Wecker schellt, vorsagen: „Ich entscheide mich für das Leben.“ 

 

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Wer arbeitslos ist, wird leicht einsam. Christian Sendtko war 4 Jahre lang arbeitslos. Er erzählt, was ihm geholfen hat:

 „Die Gefahr, sich einzunisten und sich zu verkriechen, ist unheimlich groß. [...]. Ich habe in der Stadtbücherei viel Zeitung gelesen oder im Internet gesurft. Da habe ich Leute kennengelernt, die andere Vorstellungen hatten, nicht nur ‚mein Haus, mein Auto, meine Familie’.

Mich zu fragen, was ist jetzt wirklich wichtig, gab eine Zufriedenheit, einen Einklang mit mir selbst, auch ohne feste Tätigkeit. [...]Gut getan hat mir auch, ehrenamtlich zu arbeiten. […]. Es war hilfreich, so einen festen Termin in der Woche zu haben. […] 
Grundsätzlich glaube ich, es ist wirklich wichtig, flexibel zu bleiben und neugierig. [...] Das man offen ist für das, was das Leben einem so bieten kann.“

 

 

 

 

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Der Schriftsteller Peter Härtling beschreibt seine Träume von einer besseren Welt. So ermutigt er, menschlich zu leben. Peter Härtling schreibt: 

„Wenn ein jeder eine Blume pflanzte,
jeder Mensch auf dieser Welt,
und anstatt zu schießen, tanzte. […]

Wenn ein jeder einen andern wärmte,
keiner mehr von seiner Stärke schwärmte,
keiner mehr den andern schlüge,
keiner sich verstrickt in seiner Lüge […]

Wenn dies Wenn sich leben ließ,
wär’s noch lang kein Paradies –
bloß die Menschenzeit hätte angefangen“

 

 

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