Manuskripte

SWR3 Worte

Die Kalifornierin Liz Clark segelt um die Welt. Dabei wurde sie einige Zeit von einer Katze begleitet. Was sie von der Katze gelernt hat für ihr eigenes Leben unterwegs fasst sie in einer Liste zusammen:

Sei mutig und versuche Neues
Sei edel
Wenn es nötig ist, reagiere heftig
Vertrete Deine Wahrheit klar und direkt
Tu was Du liebst, und tu es wahrhaftig und intensiv
Umgib Dich mit Menschen, die dich verstehen
Äußere Deine Bedürfnisse
Sei stolz darauf wer Du bist
Bring andere zum Lachen.
Bleib wild

einfachsein, 2/2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26584

Der Apostel Paulus wusste es bereits: Die Liebe ist das Größte. Sehr viel später singt Peter Gabriel von seinem Buch der Liebe:

Das Buch der Liebe ist dick und öde
Und wiegt wohl zentnerschwer.
Ist voll mit Listen, Fakten und wie man richtig tanzt.

Aber ich, ich liebe es,
wenn Du mir daraus vorliest.
Und Du, Du kannst mir alles lesen.

Peter Gabriel, Magnetic Fields, book of love

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26583

Drei Minuten fünfzehn Sekunden. Solange dauert im Durchschnitt ein Song. Und doch: das kann eine ganze Welt sein. Und der Autor Sebastian Junge weiß auch warum:

Wir erhalten das Geschenk uns selbst in einem Stück Musik zu erkennen. Und wir hören dieses Stück immer wieder und wieder, weil es guttut, weil es verspricht, dass wir uns selbst besser kennenlernen werden. Wir müssen nur zuhören. Richtig zuhören.

Was also braucht ein guter Song? Wahrhaftigkeit, Lebenserfahrung und den Mut etwas von sich preiszugeben.

einfachsein, 2/2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26582

Heimat. Die Theologin Susanne Breit-Keßler bringt diesen schwierigen Begriff auf den Punkt. Sie meint:

Heimat ist da, wo ich meine Identität entdecke, sie ins Gespräch mit anderen bringe und daran angstfrei wachsen darf.

chrismon plus, 03.2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26581

Auch bei der Versöhnung ist es gut bei sich selbst anzufangen meint der ehemalige Leiter des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, Wolfgang Gern. Er schreibt:

Wenn wir innerlich mit uns verfeindet sind, entstehen Spannungen, die wir gerne gegen andere richten (…) Die Versöhnung mit uns selbst ist die Voraussetzung, dass wir versöhnlich sind mit den anderen. Das Ja zu mir selbst überwindet das Nein zum Anderen.

Gern, Wolfgang, Berührt vom Schmerz der anderen. Diakonische Impulse

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26580

Der Religionssoziologe Hans Joas ist sich sicher: Das Heilige ist allen Menschen zugänglich. Er sagt:

Mit Dem „Heiligen“ meine ich etwas, was nicht nur Gläubigen zugänglich ist, die sich in einer Religion zu Hause fühlen: nämlich eine ganz starke Quelle menschlichen Motivation. Wenn mich etwas so tief emotional berührt, dass ich darin etwas unbedingt Gutes oder auch unbedingt Böses sehe, dann bringt mich das dazu, Dinge zu tun, die weit über mein alltägliches Leben hinausgehen.

andere zeiten, 2/201

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26579

Manchmal versteht man die eigene Tradition besser, wenn man sie durch die Augen eines anderen sieht. So geht es mir mit einem Satz aus dem Vaterunser. Die Musikerin Annette Humpe schreibt dazu:

Wenn ich mich einsam fühle oder ängstlich bin, lehne ich mich zurück und sage: „Ich bin einverstanden!“ Dann werde ich sofort ruhig. Das ist wahrscheinlich das Gleiche wie „Herr, dein Wille geschehe“ im Vaterunser.

chrismon plus, 03.2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26578