Manuskripte

SWR3 Worte

Der Journalist Stefan Teplan war für das Hilfswerk caritas international in Bangladesch. Dorthin fliehen aktuell hunderttausende Rohingya. Sie werden in ihrer Heimat Myanmar als Minderheit verfolgt. Ihr einziger Ausweg ist die Flucht in das bettelarme Bangladesch. Im weltweit größten Flüchtlingscamp schildert Stefan Teplan seine Eindrücke:

"Ich packe selbst mit an und helfe Nahrung zu verteilen. Mit jedem Sack, den ich Notleidenden in die Hand drücke, ernte ich Blicke, die Bände sprechen: in manchen steckt unsägliche Dankbarkeit, in anderen unsägliche Trauer, [...] in manche Gesichter tritt ein Lächeln, in andere treten Tränen - und ich weiß nicht: Sind es Tränen der Verzweiflung über das Elend, in das sie geraten sind, oder sind es Tränen des Glücks über ein paar Kilo Linsen?"

http://blog-caritas-international.de/2017/10/15/bangladesch-rohingya-extremste-gegensaetze/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25364

In ihrem Musiktheater „Tosja“ vermittelt die Autorin Elke Leonhard - Schenk eindrucksvoll, was Flucht für den einzelnen Meschen bedeutet:

Ein Kind im Bauch und zwei Plastiktüten,
so kam Hylla in Hannover an.

Ein Kind im Bauch und zwei Plastiktüten,
den Rest verloren in Afghanistan.

Dieses Kind braucht eine Heimat, wo es nie mehr friert.
Dieses Kind braucht einen Vater, der nicht in den Krieg marschiert.

Zündet ihr ein Feuer an, an dem sie sich dann wärmen kann
und dessen Licht den Weg aus der Verzweiflung zeigt.

Zündet ihr ein Feuer an, das ihre Tränen trocken kann und
ihre Schreie hört, wenn sie aus Heimweh weint.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25363

In seinem Poetry Slam stellt Marco Michalzik die Frage nach dem Sinn:

„Woran denkst du, wenn du aufwachst am Morgen?
Ich meine noch vor dem Terminstress, der Planung, den Sorgen?
Woran denkst du? Was ist dir wichtig?
Oder vielleicht könnte ich auch eher sagen: Was lässt dein Herz schneller schlagen?

 […] Was ist dir wichtig? Ich meine so richtig! Wichtig!

Welcher Verlust würde dich unfassbar schmerzen,
in welchem Takt pumpt der Beat deines Herzens?

[…] die Frage ist doch: was ist dir heilig?

Und wenn ich mir die Frage stelle,
was wär Gottes Antwort an der Stelle:
auf die Frage, was ihm wichtig ist, wofür sein Herz schlägt, was ihm heilig ist?
Und es ist fast unglaublich glaub ich: Weil du es bist. Weil ich es bin.
Und das gibt mir Sinn!“

WAS IST DIR HEILIG? Text: Marco Michalzik / Musik: Philip Müller Idee, Thema & Kampagne: LIVEWORSHIP Düsseldorf, Daniel-John Riedl WAS IST DIR HEILIG | www.dasistmirheilig.de CD: HEILIG | Juni 2014 |

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25362

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht sich für menschliche Nähe und gegen aktive Sterbehilfe aus:

„Mich erschreckt, dass sich in machen Umfragen eine große Mehrheit der Befragten für aktive Sterbehilfe ausspricht. Dahinter verbirgt sich oft nicht der Wunsch nach dem Tod, sondern die Angst vor Leiden und vor dem Verlust der Selbstbestimmung. Diese Angst können wir den Menschen nicht durch Grundsatzdiskussionen nehmen – sehr wohl aber durch Wertschätzung und tatkräftige Hilfe zu einem Leben, in dem sie bis zuletzt niemals ausschließlich als Pflegefall betrachtet werden.  […]Niemand soll sich den Tod wünschen, weil er oder sie glaubt, anderen zur Last zu fallen oder einsam leiden zu müssen.“

Herder Korrespondenz Spezial: Komm, süßer Tod. Konflikte am Lebensende

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25361

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki positionierte sich im Interview mit der Rheinischen Post klar für den Familiennachzug von Flüchtlingen:

„[…] für beide großen Kirchen in Deutschland ist die Familie ein sehr hohes Gut, das es zu schützen gilt. Die Familien sind ja gerade der Raum, in dem Vertrauen wächst und in dem dauerhaft Verantwortung auch für die anderen übernommen wird. […] Für eine vernünftige Integrationspolitik muss der Familiennachzug unbedingt gewährleistet werden. Das eben meinen die Werte unseres Grundgesetzes vom Schutz von Ehe und Familie. In diesem Zusammenhang darf man nicht die unbegleiteten Minderjährigen vergessen, die davon ungemein betroffen sind.“

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/interview-mit-rainer-maria-kardinal-woelki-wir-sind-politisch-um-gottes-willen-aid-1.7161096

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25360

Die Schauspielerin Nora Tschirner hat einen Film mit dem Titel „Embrace-du bist schön“ gedreht. In einem Interview erklärt sie warum:

„Durch meine Arbeit in der Öffentlichkeit, aber auch in meinem persönlichen Umfeld habe ich seit Jahren besorgniserregende Entwicklungen beobachtet. Die Folge von zu viel Körperkult sind Selbsthass, Depression, Verlust von Lebenszeit, Lebenslust und Kreativität.“

„Ich will Leute ermutigen, sich von körperlichen Idealvorstellungen loszusagen, Frieden mit sich zu schließen und den Freiraum zu genießen, der dadurch im Leben entsteht.“

„Seid mild mit euch selbst und überlegt euch, was ihr mit eurer Lebenszeit wirklich anfangen wollt!“ 

https://www.express.de/news/promi-und-show/mit-ihrem-eigenen-geld-darum-kaempft-nora-tschirner-fuer-fuellige-frauen-26854658

https://www.kirche-im-swr.de/?m=25359