Manuskripte

SWR3 Worte

Die Autorin Sabine Asgodom vergleicht das Leben mit einem Tennisspiel. 

„Das Leben ist wie ein Tennisspiel. Wie der Ball kommt, können wir nicht beeinflussen. Aber wie wir den Return gestalten, da sind dran. Wie ich dastehe, ob ich die richtige Technik habe, ob ich die richtige Kraft habe, das hat etwas mit Einstellung zu tun. Da können wir aktiv werden. Viele Menschen glauben ja sie werden von Schicksalsschlägen verfolgt. (…) Die sagen „Immer passiert mir das.“ Deswegen: der Ball kommt wie er kommt. Aber wie ich ihn nehme, da können wir selbst etwas ändern. Und ich glaube daran, dass es Spass macht, erwachsen damit umzugehen.“

 

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Ein Gedicht von Carola Moosbach, das Mut machen möchte, seinen Mann zu stehen – oder seine Frau. 

Dem Streit nicht aus dem Wege gehen Klartext sprechen auch wenn es drauf ankommt das falsche Lächeln aus dem Gesicht und die feindlichen Witze beim richtigen Namen nennen nicht flüchten nach innen keine Angst vor der Macht und niemals vergessen wer uns geschaffen hat nach ihrem Bilde

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Ein Text von Pfarrer Gerhard Engelsberger: 

„Ich brauche Menschen, die mir über die Schulter schauen und sagen: Jetzt lass es gut sein. Manchmal brauche ich das mehr, manchmal weniger. Lass es gut sein, das Grübeln bringt dich jetzt auch nicht weiter. Du hast getan, was du tun konntest (…).

Lass es gut sein, red die Welt - und dich selbst - nicht schlechter, als sie ist. Du bist eh kritisch genug. Jetzt lass es gut sein. (…) Deine Seele braucht auch einmal einen Garten, einen Ausflug, frische Luft und den Gesang der Vögel. Du machst jetzt schon Tage, Wochen an diesem Problem herum. (…)

Leg die Arbeit aus der Hand, sie klebt sonst an dir wie Fliegenleim, verfolgt dich noch in deinen Träumen und am Ende ist nichts getan, was bleibt. (…)

Ich brauche Menschen, die mich lieb haben und mir helfen, dass ich einen Berg von einem Maulwurfshügel unterscheiden kann. Lass es gut sein.“

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Ein Text des amerikanischen Schauspielern George Carlin. Er hat ihn geschrieben direkt nach dem seine Frau gestorben ist. 

„Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben Euch eine (…) Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich" und meint es auch so.

Findet Zeit Euch zu lieben, (…) findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, - denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns den Atem berauben.“

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Der amerikanische Schauspieler George Carlin hat einen leidenschaftlichen Text geschrieben.

 „Das Paradoxe unserer Zeit ist: wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, (…) mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.“

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Als Paar zusammen zu leben, ist eine Kunst. Der Paarberater Oskar Holzberg schreibt darüber:

„Wer versucht in der Beziehung Recht zu haben, der bestimmt über die Wirklichkeit des anderen. Der Partner muss sich wehren oder er ordnet sich unter. Aber es gibt kein Paar auf Augenhöhe mehr. Wer Recht haben will, der sollte nicht heiraten. (…)        

(Denn) Wir sind immer zwei Herzen und zwei Seelen. Wir leben am selben Lebensfluss aber nicht am gleichen Ufer. Die Beziehungskunst besteht darin, Brücken über den Fluss zu bauen, und sich auf den Brücken zu treffen. Um von dort gemeinsam auf die Ufer, unserer beiden Wirklichkeiten zu schauen.“

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Dieses Gebet stammt von der Dichterin Carola Moosbach. Es heißt Sonntagsgebet.

 

Erzähle uns Gott vom Anfang der Welt wie Du die Sterne geboren hast in wildem Tanz und verwoben die Menschen mit Himmel und Erde Flüstere Deine silbernen Träume in unsere müden Alltagsohren Erzähle uns Deine Geschichten ganz neu vom Suchen und Finden vom Ernten und Teilen vom gelobten Land hinter der Zeit Deine Wahrheit zeichne uns ins zerrissene Herz Sprich Deine Liebe in unsere Einsamkeit Gott und Deine Treue in unser ängstliches Leben Schenke uns Gott Deinen luftigen Segen.

 

Amen.            

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