Manuskripte

SWR3 Worte

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen findet, dass gerade die Flüchtlingsfrage ein Prüfstein für den christlichen Glauben ist:

Zwar boten die Deutschen Hunderttausenden bedrängten Mitmenschen Schutz. Doch: „Wir nehmen nur Christen“, tönten selbst ernannte Bewahrer unseres christlichen Abendlandes.

Wie hohl und kalt wären unsere stolzen Kathedralen ohne Mitgefühl. Unser christliches Bekenntnis wäre seit 2000 Jahren vergessen, hätte Jesus in der Kernfrage der Barmherzigkeit Unterschiede akzeptiert.

Aus: „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23501

Sarah Schaschek arbeitet als Redakteurin für das Kindermagazin „Leo“ und kommt viel in der Welt herum. Dabei hat sie über den christlichen Glauben eines gelernt:

Egal wo ich in meinem Leben hingekommen bin (neue Stadt, neues Land, neuer Kontinent), in christlichen Gemeinden habe ich mich immer sofort zu Hause gefühlt.

Christlicher Glaube ist für mich, Heimat in der ganzen Welt zu finden.

Aus: „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23500

Kilian Trotier arbeitet als Redakteur für die Wochenzeitung „Die Zeit“. Als kleiner Junge fand er den christlichen Glauben toll. Und zwar deshalb:

Ich ging in die Kirche und hörte den Satz: „Wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Super, dachte ich, ich bin ein Kind, ich komme ins Himmelreich.

Heute ist der Glaube die Basis meines Lebens. Am schönsten, wenn ich das kindliche Urvertrauen spüre. Wenn Christsein Geborgensein ist.

Aus: „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23499

Raoul Löbbert ist Redaktionsleiter der Wochenzeitung „Christ und Welt“. Bei einem Glas Bier kam ihm folgende Erkenntnis:

Beim Feierabendbier in einer Kneipe wollte mein bester Freund mich überzeugen, dass Gott nur eine menschliche Bierlaune ist.

An eine Bierlaune zu glauben, die Gott ist, antwortete ich, ist immer noch besser, als an nichts zu glauben und Bier zu trinken.

Aus: „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23498

Götz Hamann ist Wirtschaftsjournalist bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. In seiner Freizeit besteigt er Berge und macht dort seine eigenen Erfahrungen mit dem Christentum:

Ich stand in den Alpen auf 2200 Meter Höhe, der Himmel riss auf, und Zugspitze, Albspitze, Wetterstein waren zu sehen – es war überirdisch schön.

So sehr ich im städtischen Alltag zu den Zweiflern gehöre, dort oben nicht. Dort packt mich Ehrfurcht vor der, ich könnte sagen Natur, aber ich denke – Schöpfung.

Christlich ist, so viel Schönheit nicht als Zufall zu betrachten und im Tal seinen Teil dazuzutun, sie zu erhalten.

 „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23497

Konstantin von Notz ist Jurist und Politiker. Er sitzt für die Grünen im Bundestag und hat seine Idee von einer modernen Reformation:

Ich wünsche mir in diesen Zeiten der Wut öfter mal einen Luther, der den ganzen Pegidas, Hatern und Reichsbürgern die christlichen Grundwerte unseres Abendlandes an die Tür nagelt.

Aus: „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23496

Harald Lesch ist Astrophysiker und Fernsehmoderator. Was ist für ihn typisch christlich?

Christsein heißt frei sein, großzügig sein und voller Hoffnung.
Christen sind Brückenbauer und keine Brückenwächter.

Die zentrale Botschaft des neuen Testaments heißt: „Fürchtet euch nicht“, und deshalb glauben Christen fest daran, dass das Beste noch kommt.

Aus „Die Zeit“ Nr. 45 vom 27.10.201

https://www.kirche-im-swr.de/?m=23495