Manuskripte

SWR3 Worte

Oft erkennt man erst was man hatte, wenn man es nicht mehr hat. Martin Luther hat das einmal sehr konkret in Worte gefasst:

Wenn wir krank sind oder ein Glied entbehren müssen, so sieht man überhaupt erst, was für eine Wohltat es ist, ein gesundes Auge, eine gesunde Hand, Fuß, Bein, Haupt, Nase, Finger zu haben. Ebenso was es für eine Gnade ist, Brot, Kleid, Wasser, Feuer oder ein Haus zu haben.

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Eine etwas andere Liebeserklärung. Von Martin Luther über seine Frau Katharina von Bora: 

Ich würde meine Käthe nicht gegen Frankreich oder Venedig eintauschen. Zum ersten deshalb, weil Gott sie mir geschenkt hat und mich ihr gegeben hat. Zweitens erfahre ich oft, dass andere Frauen größere Mängel haben als meine Käthe sie hat.  Obwohl sie auch schon etliche hat, hat sie dagegen doch auch zahlreiche große Qualitäten. Sie folgt nämlich der ehelichen Treue.

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Eine schöne Alltagsweisheit von Martin Luther:

Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über Deinem Haupt fliegen, kannst Du nicht ändern. Aber dass sie Nester in Deinem Haar bauen, das kannst Du verhindern.

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 Viele Menschen fragen sich wie es wohl aussieht das Leben nach dem Tod. Was aus unseren Seelen wird. Martin Luther hat ein schönes Bild dafür gefunden. Er schrieb:

Alsbald die Augen zugetan, wirst Du auferweckt werden. Tausend Jahre werden sein, als ob Du eine halbe Stunde geschlafen hättest. So, wie wir, wenn wir nachts die Uhr nicht hören, die Zeit nicht wissen, wie lange wir geschlafen haben, sind im Tod tausend Jahre vergangen. Und ehe sich einer umblickt, ist er ein schöner Engel.

 

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Heute ist Allerheiligen, also ein Tag an dem Christen all der Menschen gedenken, deren Glauben besonders spürbar oder wirksam war. Martin Luther hat ein interessantes Bild dafür gefunden. Er sagte:

Ein Christ ist ähnlich einer Röhre, durch die Wasser fließt. Ein Werkzeug durch das Gott allen wohl tun will. Und durch diese Röhre und ihren Willen treibt Gott unaufhörlich sein Werk.

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Heute ist Reformationstag. Mit ihm beginnen die Gedenktage und Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation. Martin Luther wollte keine Kirchenspaltung, sondern eine Reform der Kirche. Einer Kirche die aus dem Geist Christi lebt. Darum wollte er auch nicht, dass seine Anhänger sich lutherisch nennen. Luther wörtlich:

„…man wolle meinen Namen nicht nennen und sich nicht lutherisch, sondern christlich nennen. Was ist Luther? …Wie käme ich armer stinkender Madensack dazu, dass man die Kinder Christi nach meinem heillosen Namen benennen sollte? So nicht, liebe Freunde, lasst uns tilgen die parteiischen Namen und Christen heißen nach Christus, dessen Lehre wir haben.“

 

 

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Nichtstun als Gottesdienst. Eine so verlockende wie hintergründige Sichtweise von Martin Luther. Wenn er sagt: 

„Man dient Gott auch durch Nichtstun, ja durch nichts mehr als durch Nichtstun.“

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