Manuskripte

SWR3 Worte

Papst Franziskus an die Jugendlichen auf dem Weltkirchentag in Krakau:

Liebe junge Freunde, heute …richtet der Herr erneut seine Einladung an euch… Er möchte aus euch eine konkrete Antwort auf die Nöte und Leiden der Menschheit machen; Er möchte, dass ihr ein Zeichen seiner barmherzigen Liebe für unsere Zeit seid!

Um diesen Auftrag zu erfüllen, weist er euch den Weg des persönlichen Engagements und der Selbsthingabe:

Es ist der Weg des Kreuzes, …(und) der Weg des Glücks, Christus bis zum Äußersten nachzufolgen, in den oft dramatischen Umständen des Alltagslebens.

Es ist der Weg, der keine Misserfolge, Ausgrenzungen oder Einsamkeiten fürchtet, weil er das Herz des Menschen mit ..Fülle …sättigt… ein Weg, den Jesus uns auch auf den Pfaden einer manchmal gespaltenen, ungerechten und korrupten Welt gehen lässt.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/07/29/papstworte_beim_kreuzweg_das_leben_nicht_halb_leben/1247674

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22579

Ein Dankgebet von der Bloggerin Giannina Wedde

Ich danke Dir, Stille, dass Du mich lehrst, mich meinen Gedanken zu stellen. Auch jenen, die…. aufsteigen aus einem Meer des Zweifels.

Ich danke Dir, Krankheit, dass Du mich lehrst, meine Unerbittlichkeit loszulassen. Dass ich lerne, geduldig mit diesem Körper zu sein, der so zart und flüchtig ist wie die Kirschblüte.

Ich danke Dir, Kritiker, dass Du mich lehrst, mich in Frage zu stellen. Dass ich lerne, über das hinauszuwachsen, was ich eben noch für mein Wesen hielt….

Ich danke Dir, Freude, dass Du mich lehrst, mich von Dir finden zu lassen.

Nicht am Ende des Zweifels, der Krankheit, …oder der Furcht. Sondern inmitten aller Dinge, zu jeder Zeit.

https://klanggebet.wordpress.com/page/3/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22578

Warum begehen junge Männer in Europa Terroranschläge? Der französische Extremismus-Forscher Olivier Roy meint:

Viele der jungen Leute, die in den Dschihad ziehen, sind integriert. Sie sprechen Französisch, Englisch oder Deutsch. … Nicht die mangelnde kulturelle Integration ist das Problem….

Sie entwickeln eine Faszination für die …Gewalt, die sie aus Filmen und Videos kennen. Darin ähneln sie mehr den Amokläufern…

Die religiöse Dimension …. ist wichtig. Denn auf diese Weise … (wird) ihr Selbstmord zur Garantie für das totale Leben.

Diese jungen Leute kommen nicht aus der muslimischen Gemeinschaft. Die meisten haben keine religiöse Vorbildung, waren nur selten in der Moschee. Fast alle waren zuvor Kleinkriminelle. Sie haben Alkohol getrunken und Rauschgift konsumiert… Ihre Eltern haben ihnen keine islamische Kultur vermittelt.  

http://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-franzoesischen-extremismus-forscher-olivier-roy-radikalisierung-ist-keine

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22577

Die deutsche Gesellschaft ist so friedlich wie nie zuvor, meint Christian Pfeiffer, bis letztes Jahr Chef des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover.

"Die Deutschen sind … Opfer des auf Kriminalgeschichten fixierten Fernsehens… Ob Mord, Totschlag, Kindstötung oder Kindesmisshandlung, beinahe alle Fallzahlen sind seit vielen Jahren kontinuierlich rückläufig.  …

Der Rückgang der Gewalt gegen Kinder ist längst zum Trend für die Gesamtgesellschaft geworden. 
Der Trend ist eindeutig, mehr Liebe statt Hiebe, das ist die Quelle der positiven Entwicklung."

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article136532290/Deutschland-ist-so-friedlich-wie-nie-zuvor.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22576

Wer Andere schnell in Schubladen steckt, kann sich gewaltig irren, meint eine Geschichte, gefunden auf heftig.de:

Ein Vater und sein 24 jähriger Sohn fahren im Zug. Der junge Mann schaut aus dem Fenster und ruft: „Papa, sieht doch mal, es kommt einem so vor, als würden die Bäume nach hinten fliegen!“
Der Vater lächelt. Ein daneben sitzendes Paar wechselt mitleidige Blicke wegen des kindischen Verhaltens des jungen Mannes.
Kurz darauf ruft der Sohn: „Papa schau doch mal, die Wolken verfolgen uns!“ Wieder lächelt der Vater.

„Sagen Sie mal, sollten Sie mit Ihrem Sohn nicht vielleicht besser einen Arzt aufsuchen?“ fragt eine Stimme aus der Richtung des Paares.
Darauf lächelt der Vater nur und antwortet: „Das haben wir bereits. Und wir kommen auch gerade aus der Klinik. Mein Sohn war … blind und heute hat er sein Augenlicht geschenkt bekommen.“ https://www.facebook.com/heftig.co/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22575

Auch wenn Terrorattentate Angst und Schrecken verbreiten, wir lassen es uns nicht nehmen, frei und offen zu leben. Wie- dazu hat die Bloggerin Grit Maroske eine Idee:

Ich wünsche uns allen die Fähigkeit, Not oder Traurigkeit, Hilflosigkeit oder Einsamkeit bei anderen Menschen wahrzunehmen und sich umeinander zu kümmern.


Manchmal reicht ein freundliches “Guten Tag”, um einem Menschen den selbigen zu retten.
Manchmal reicht ein Lächeln, eine aufmerksame Geste, ein Türaufhalten oder ein “Gehen Sie ruhig vor” im Supermarkt, um einem anderen zu zeigen: Die Welt ist gar nicht so schlecht. Ich wünsche uns allen: die Fähigkeit, im Andren immer den Menschen zu sehen.

Ein Wesen mit Gefühlen, die verletzt werden können. Ein Wesen mit Stärken, die da sind, auch wenn wir sie auf den ersten Blick nicht sehen.
Ein Wesen, das lieben kann und geliebt werden will. Frieden fängt in uns an.

https://www.facebook.com/notes/grit-maroske/terror-im-kopf/1321755194519159

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22574

Papst Franziskus sagte beim Weltjugendtag in Krakau im vergangenen Juli:

Wir sind aufgefordert, dem gekreuzigten Jesus in jedem ausgegrenzten Menschen zu dienen,
seinen heiligen Leib zu berühren im Ausgeschlossenen, im Hungrigen, im Durstigen, im Nackten, im Gefangenen, im Kranken, im Arbeitslosen, im Verfolgten, im Flüchtling und im Migranten.

Dort finden wir unseren Gott, dort berühren wir den Herrn. Jesus selbst hat uns das gesagt, als er erklärte, welches das „Protokoll“ sein wird, nach dem wir einst gerichtet werden:
Jedes Mal, wenn wir das dem Geringsten unserer Mitmenschen getan haben, haben wir es ihm getan (vgl.  Mt 25,31-46).

http://de.radiovaticana.va/news/2016/07/29/ papstworte_beim_kreuzweg_das_leben_nicht_halb_leben/1247674

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22573