Manuskripte

SWR3 Worte

Sie fragen mich nach der auferstehung
sicher sicher gehört hab ich davon
daß ein mensch dem tod nicht mehr entgegenrast
daß der tod hinter einem sein kann wie vor einem die liebe ist
daß die angst hinter einem sein kann
die angst verlassen zu bleiben weil man selber so ganz wird,

dass nichts da
ist was fortgehen könnte für immer

(Aber) ich höre denen zu die mich austrocknen und kleinmachen
ich richte mich ein auf die langsame gewöhnung ans totsein
in der geheizten wohnung den großen stein vor der tür
Ach frag du mich nach der auferstehung
ach hör nicht auf mich zu fragen

Dorothee Sölle
ttp://gaebler.info/oekumene/soelle.htm#auferstehung

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21741

Die Hausfrau von nebenan will es, und die Ghettokids in Kreuzberg wollen es. Die Armen in den Ramschläden wollen es und die Hungrigen vor den Tafeln auch. Sie alle wollen zu allererst das eine: Respekt.

 

Denn nichts zerstört so schleichend und nachhaltig wie die permanente Geringschätzung und Erniedrigung.

 

Wir müssen um der Menschlichkeit willen lernen, in den Schuhen des anderen zu gehen.

 

Renan Demirkan, deutsch- türkische Schauspielerin
In:  Respekt - Heimweh nach Menschlichkeit

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21819

Warum sollten wir schon auf unsere Worte achten? Und damit nicht über andere herfallen? Für den Talmud, eine der bedeutendsten Schriften des Judentums sind Worte sind viel mehr als nur Worte. Er empfiehlt deshalb:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

http://glaube-und-kirche.de/gedanken-und-gebete.htm

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21739

Für viele Katholiken ist 2016 das Jahr der Barmherzigkeit. Aber was ist das- Barmherzigkeit oder auch „Erbarmen? Die Theologin Ina Praetorius beschreibt es so:

Erbarmen bedeutet, jemanden umfassend zu bejahen, ohne Bedingungen zu stellen. Manchmal ist das Erbarmen eine Umkehr: wenn alles Fordern nichts nützt, gebe ich nach.

Manchmal ist es ein unwiderstehlicher Drang:
wie ein plötzlicher Krampf im Bauch trifft es mich so stark, dass ich nicht anders kann, als mich ohne Wenn und Aber hilfreich zuzuwenden.

Manchmal fließt es geradewegs und ungehindert als Liebe zur Welt aus jemandem heraus. 

Ina Praetorius, Erbarmen

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21738

Was ist das Geheimnis von Erfolg? Stephen Kaczor, ein Unternehmer aus den USA erzählt dazu diese Geschichte:

Ein Bauer war Meister im Getreideanbau. Jedes Jahr hat er den Preis für den besten Mais gewonnen. Dabei hat er sein bestes Saatgut mit seinen Nachbarn geteilt. Der Bauer erklärt das so:

Der Wind nimmt die Pollen der blühenden Pflanzen auf und weht sie von Feld zu Feld. Wenn meine Nachbarn minderwertigen Mais anpflanzen, dann sorgt die Fremdbefruchtung dafür, dass die Qualität meines eigenen Korns ebenso sinkt. Wenn ich guten Mais anpflanzen möchte, muss ich meinen Nachbarn ebenfalls helfen, guten Mais anzupflanzen.

So ist es auch im Leben. Die gut leben wollen, müssen helfen, das Leben der anderen zu bereichern… die sich dafür entscheiden glücklich zu sein, müssen anderen helfen, ihr Glück zu finden, da das Wohlbefinden des Nächsten an das Wohlbefinden aller anderen geknüpft ist!"

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10207586888740364&set=a.10203258160444862.1073741859.1534854035&type=3&theater

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21740

Wenn jeder eine Blume pflanzte,
jeder Mensch auf dieser Welt,
und, anstatt zu schießen, tanzte
und mit Lächeln zahlte statt mit Geld –

wenn ein jeder einen andern wärmte,
keiner mehr von seiner Stärke schwärmte,
keiner mehr den andern schlüge,
keiner sich verstrickte in der Lüge,

wenn die Alten wie die Kinder würden,
sie sich teilten in die Bürden,

wenn dies Wenn sich leben ließ,
wär’s noch lang kein Paradies –
bloß die Menschenzeit hätt’ angefangen,
die in Streit und Krieg uns beinah ist vergangen.

Peter Härtling
http://schwertschlager.de/deutsch/gedichte/blume.htm

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21736

Vor 10 Jahren hatte Pfarrerin Tina Willms einen Burnout - nichts ging mehr. Seitdem denkt sie anders über Auferstehung.

Im Dunkel wartet ein Engel auf dich.
Und Trauernde trifft ein tröstendes Wort.
Einer sagt: Die Toten sind ausgeflogen,
ihre Höhlen bleiben für immer leer.

Über den Gräbern schimmert schon Hoffnung:
Gott hebt uns auf, wenn der Tod uns fällt.
Er ruft unsere Namen in neues Leben
und empfängt uns in einem Haus aus Licht.

http://gottesdienstinstitut-nordkirche.de/ostern-tina-wilms/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21735