Manuskripte

SWR3 Worte

O meine Schwestern, wie wahr das ist: Ihr dient Jesus Christus in der Gestalt der Armen … Wenn eine Schwester zehn mal am Tag die Kranken besucht, dann wird sie zehn mal am Tag Gott treffen …

Geht arme gefesselte Sträflinge besuchen, so werdet ihr dort Gott finden. Dient diesen armen Kindern, so werdet ihr Gott finden. Ihr geht in arme Häuser, aber ihr werdet dort Gott finden. …

Wenn ihr das Gebet und die heilige Messe verlasst, um den Armen zu dienen, verliert ihr nichts, da es dasselbe bedeutet, wie zu Gott zu gehen.

Der Heilige Vinzenz von Paul fordert seine Ordensschwestern auf, lieber aus der Kirche hinaus und zu den Armen hinzugehen – vor 350 Jahren so gültig wie heute!

 

(in: Joachim Schäfer: Artikel Vinzenz von Paul, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon - https://www.heiligenlexikon.de/BiographienV/Vinzenz_von_Paul.html , abgerufen am 13. 9. 2015)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20577

Es ist unsere Sache, dass wir uns sehen lassen, dass wir zeigen, dass wir da sind und dass wir da bleiben und dass wir gar nicht daran denken, aus dem hellen Lichte des Tages zu weichen.

Darauf kommt es jetzt an, dass jeder mit einer unüberbietbaren Selbstverständlichkeit dabei bleibt und zeigt, dass er Christ ist…

Dem Ganzen die Treue halten; nicht aus der Erde flüchten und nicht den Himmel verraten: Das sind die Christen!

Alfred Delp, ein Jesuitenpater, den die Nazis ermordet haben: Christen müssen sich eben zeigen und einmischen, hat er gewusst – auch in lebensgefährlicher Lage...

 

(in: „Im Widerstand gegen Hitler“, Topos plus, Kevelaer 2015 – zitiert nach Christ in der Gegenwart 27/2015, S. 305 – Verlag Herder Freiburg)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20576

 Es stimmt, dass wir uns darum kümmern müssen, dass andere Lebewesen nicht verantwortungslos behandelt werden. Doch in besonderer Weise müssten uns die Ungerechtigkeiten in Wut versetzen, die unter uns () bestehen, denn wir dulden weiterhin, dass einige sich für würdiger halten als andere. Wir bemerken nicht mehr, dass einige sich in einem erniedrigenden Elend dahinschleppen ohne (Chance), es zu überwinden, während andere nicht einmal wissen, was sie mit ihrem Besitz anfangen sollen, voll Eitelkeit eine vorgebliche Überlegenheit zur Schau stellen und ein Ausmaß an Verschwendung hinter sich zurücklassen, das unmöglich verallgemeinert werden könnte…. …

 

(Innige) Verbundenheit mit den anderen Wesen in der Natur kann (nur) echt sein, wenn … zugleich im Herzen … Zärtlichkeit, … Mitleid und … Sorge um die Menschen vorhanden (sind).

 

Papst Franziskus – in seinem Schreiben Laudato si

 

(in: Laudato si – Enzyklika von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus; LIBRERIA EDITRICE VATICANA 2015, N° 90 & 91)

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20575

“LAUDATO SI’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr”, sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt…

Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat.

Wir vergessen, dass wir selber Erde sind ... Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns.

Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben.

Papst Franziskus in seiner Enzyklika: Laudato si

(in: Laudato si – Enzyklika von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus;

LIBRERIA EDITRICE VATICANA 2015, N° 1 & 2)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20574

Plötzlich diese vielen Flüchtlinge. Wer will denn die? Wir werden sie schon mögen müssen! Und Toleranz ist nicht genug. Mitgefühl und Akzeptanz müssen noch dazukommen, wenn sich diese Menschen hier eingewöhnen sollen; und das wollen sie ja auch. … Gewiss werden auch einige „schwarze Schafe“ dabei sein, …

Sicher ist, dass beide Seiten eine Menge lernen werden. Wir und die Flüchtlinge. Und Lernen kann ganz schön hart sein… und die Flüchtlinge tun gut daran, sich auf Konflikte und Schwierigkeiten bei uns einzustellen. Mit viel gutem Willen auf beiden Seiten kann diese große Herausforderung aber gelingen, und wir könnten uns alle sogar wohlfühlen, wenn es gelänge. 

Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung von Klaus und Geri Steinberg – Papst Franziskus sagt es so: „Jesus Christus erwartet …, dass wir in den Migranten und den Flüchtlingen ihn selbst  erkennen…“ 

(in: Süddeutsche Zeitung 211/2015, S. 17 – Verlag Herder Freiburg)

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20573

Allmächtiger Gott, …
Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind
und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen
und nicht Verseuchung und Zerstörung.

Rühre die Herzen derer an,
die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen und der Erde.

Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind
mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.

Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns bitte in unserem Kampf
für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

Zu diesem Gebet lädt Papst Franziskus alle Menschen ein – auch die, die nicht an den Gott der Christenheit glauben…

(in: Laudato si – Enzyklika von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus; LIBRERIA EDITRICE VATICANA 2015, N° 246)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20572

 Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert,
mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.

Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Brüder und Schwestern leben
und niemandem schaden.

Gott der Armen,
hilf uns,
die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen,
zu retten.

Zu diesem Gebet lädt Papst Franziskus alle Menschen ein – auch die, die nicht an den Gott der Christenheit glauben…

(in: Laudato si – Enzyklika von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus; LIBRERIA EDITRICE VATICANA 2015, N° 246)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20571