Manuskripte

SWR3 Worte

Für die Kinder von Fernsehmoderator Jörg Pilawa gehört das Abendgebet zum Alltag. Für Tochter Emmy ändert auch ein wichtiges Fußballspiel daran gar nichts, wie er erzählt:

Ehrlich gesagt, hatte ich es etwas eilig und wollte diesen Punkt abkürzen, weil nebenan im Fernsehen schon Anpfiff für das EM-Spiel Holland gegen Portugal war. Aber das war unmöglich.

Emmy hat es nicht erlaubt: Aber, Papa, du hast was vergessen. Du musst doch noch die Hände falten. Komm, ich zeige dir, wie es geht.

Der Anpfiff fand ohne mich statt.

Aus: Susanne Raubold (hg.): Wir glauben. Gespräche mit Prominenten über Gott im Alltag. EB-Verlag Schenefeld, 2004

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Till Brönner ist einer der bekanntesten Jazzmusiker Deutschlands. Eine Nähe zu Gott empfindet er gerade in glücklichen Momenten. Und wie ist das dann?

Das ist eine sehr intime Frage. Es gibt Momente, die ich mit meiner Familie verbringe und in denen ich merke: Es gibt keinen Ort der Welt, an dem ich jetzt lieber wäre als hier.

Das ist fast schon ein erhabenes Gefühl, das kann ich nur mit Dankbarkeit in Verbindung bringen. Das sind Momente, die mich rühren, und eine solche Rührung darf man sich dann auch nicht verbieten.

Aus: http://www.life.de/magazin/people/promis_und_religion/270482-der_glaube_an_gott_traegt.html

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„Germanys next Topmodel“ Stefanie Giesinger ist 18 Jahre alt, sieht gut aus und hat Erfolg. Aber sie leidet auch an einer seltenen Erbkrankheit, dem Kartagener-Syndrom, das immer wieder ihre Gesundheit beeinträchtigt. Wie geht sie damit um?

Es bringt mir nichts, wenn ich mich traurig im Zimmer einschließe, nur weil ich ein schweres Schicksal habe. Viele Menschen haben kein einfaches Schicksal und wissen nicht, wie sie damit umzugehen haben. Ich möchte anderen Mut machen, denn wenn ich es geschafft habe, kann es jeder schaffen.

Keiner sollte in Trauer versinken, denn wir haben das Glück zu leben und sollten das in vollen Zügen genießen. Ich habe schon immer nur die positiven Seiten des Lebens betrachtet. Ich freue mich über alles, was mir im Leben widerfährt. Ich bin ein gläubiger Mensch, glaube an Gott und ich denke, dass der liebe Gott mir ein Riesengeschenk gemacht hat.

Aus: http://www.life.de/themen/people/erlebt/262698-meine_krankheit_sehe_ich_als_geschenk.html

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Die Musikerin Nina Hagen ist schrill und bunt und schwört auf die Bibel. Denn dort findet sie die Antwort ihre Frage nach dem Sinn im Leben:

Selbstverständlich hat unser Leben einen großartigen, fantastischen Sinn. Welchen? Sagen Sie mal, haben Sie noch nie in Ihrer Bibel gelesen? Haben Sie?

Halleluja, dann wissen Sie doch, was der Sinn ist: die Liebe zu leben und weiter zu verteilen. Nur die Liebe und die Solidarität zählen.

Aus: http://www.life.de/themen/people/erlebt/261920-lies_mal_in_der_bibel.html

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Zweiundachtzig Länderspiele absolvierte Arne Friedrich im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Sein Glaube ist ihm ein Anker im Leben, aber als Superchrist sieht er sich nicht:

Viele brüsten sich mit ihrem Glauben und denken, sie seien dadurch automatisch bessere Menschen. Das möchte ich nicht. Ich sehe nicht auf andere Leute herab, nur weil sie nicht glauben. Darum geht es nicht im Christentum.

Nur weil ich Christ bin, heißt das nicht, dass ich nicht in Versuchung geführt werden kann oder mal aus meiner Haut fahre. Im Prinzip bauen wir alle Mist, ob Christ, Muslim oder was weiß ich. Es geht um die Message des Glaubens, das ist mir sehr wichtig.

Aus: http://www.zeit.de/sport/2013-02/arne-friedrich-glaube-fussball-gott

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Maite Kelly ist die zweitälteste der singenden „Kelly Family“ und mittlerweile Solomusikerin. Sie glaubt fest daran, dass Gott sie genauso liebt, wie sie ist:

„Gott hat uns so geschaffen, wie wir sind. Und wir haben halt unsere Macken. Aber Gott ist verrückt nach uns, trotz unserer Macken. Es ist immer eine große Herausforderung zu lernen, sich selbst so zu akzeptieren. Für eine Frau bedeutet das, Seele und Körper anzunehmen.

Ich habe begriffen: Nur wenn man sich selbst liebt, kann man auch andere Menschen lieben. Ich rede hier nicht von einer selbstverliebten, egoistischen Art. Sondern davon, zu verstehen, dass Gott einen genau so liebt. Wer das verinnerlicht hat, kann eine bessere Beziehung zu anderen aufbauen.“

Aus: http://www.life.de/themen/people/erlebt/267044-gott_ist_verrueckt_nach_uns.html

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Im Fernsehen ist der Schauspieler und Komiker Markus Majowski Garant für Humor und Heiterkeit. Privat hat er bittere Zeiten mit Alkohol und Drogen hinter sich. Er erzählt, wie er wieder in die Spur gefunden hat:

Vertraue ruhig auf Gott, aber deine Kamele losbinden musst du schon selber. Das ist genau das Ding. Du glaubst und hoffst auf Gottes Hilfe, aber deswegen muss man kein Loser werden oder ein phlegmatischer Typ, der sagt: ach, Gott wird’s schon richten und so weiter, ich komm schon irgendwie klar.

Nee, dafür sorgen, dass du in der Spur stehst, dass du fit bist und dass die Kamele gesattelt sind, das musst du schon selber machen, und dann geht die Reise los.

Aus: http://www.kirche-im-wdr.de/startseite/show/programm/woran-promis-glauben-markus-majowski/

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