Manuskripte

SWR3 Worte

Rainer Maria Rilke über das Nichtstun, den Müßiggang

Ich habe mich oft gefragt, ob nicht gerade die Tage die wir gezwungen sind müßig zu sein, diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen? Ob nicht unser Handeln selbst, wenn es später kommt, nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist, die in untätigen Tagen in uns geschieht?
Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein, mit Hingabe, womöglich mit Freude.

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Papst Franziskus hat Ende letzten Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet genommen. Dabei hat er von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Einige dieser Krankheiten könnte es auch in anderen Einrichtungen geben. Zum Beispiel: 

Die Krankheit der Totengräbermiene. Es ist die Krankheit der Mürrischen und Griesgrämigen, die meinen, um seriös zu sein, müsse man ein trübsinniges, strenges Gesicht aufsetzen und die anderen – vor allem die, welche man niedriger einstuft – mit Strenge, Härte und Arroganz behandeln…Ein von Gott erfülltes Herz ist ein glückliches Herz, das Freude ausstrahlt und alle in seiner Umgebung damit ansteckt… Verlieren wir also nicht jenen fröhlichen, humorvollen Geist, der sogar zur Selbstironie fähig ist und der die Menschen auch in schwierigen Situationen liebenswürdig sein lässt…

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Papst Franziskus hat Ende letzten Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet genommen. Dabei hat er von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Einige dieser  Krankheiten könnte es auch in anderen Einrichtungen geben. Zum Beispiel: 

Die Krankheit des Geredes, des Gemunkels und des Tratsches…   Es ist ein schwere Krankheit, die ganz einfach beginnt – vielleicht nur, um ein kleines Schwätzchen zu halten – und sich dann des Menschen bemächtigt, ihn zum ‚Unfriedenstifter‘ … macht und in vielen Fällen zum ‚kaltblütigen Urheber von Rufmord‘ der eigenen Kollegen… Es ist die Krankheit der Feiglinge, die nicht den Mut besitzen, etwas unmittelbar anzusprechen und daher hinter dem Rücken reden… Hüten wir uns vor dem Terrorismus des Geredes!

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Papst Franziskus hat Ende letzten Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet genommen. Dabei hat er von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Einige dieser  Krankheiten dürften sich auch in anderen Einrichtungen finden lassen. Zum Beispiel: 

Die Krankheit die Vorgesetzten zu vergöttern: es ist die Krankheit derer, die ihre Oberen hofieren in der Hoffnung, deren Gunst zu erlangen, … sie ehren Menschen und nicht Gott. Es sind Menschen, die ihren Dienst einzig im Gedanken an das verrichten, was sie dafür bekommen, und nicht was sie geben müssen… Diese Krankheit könnte auch die Oberen befallen, wenn sie einige ihrer Mitarbeiter hofieren, um ihre Unterwerfung, Treue und psychologische Abhängigkeit zu erlangen, doch das Endergebnis ist eine wirkliche Komplizenschaft.

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Papst Franziskus hat Ende letzten Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet genommen. Und dabei von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Diese Krankheiten gibt es nicht nur im Vatikan. Zum Beispiel: 

„Die Krankheit der geistigen und geistlichen Versteinerung: die Krankheit derer, die ein Herz von Stein haben und ‚halsstarrig‘ sind; die unterwegs die innere Gelassenheit, die Lebendigkeit und die Kühnheit verlieren, sich hinter Schriftstücken verstecken und ‚Aktenbearbeitungsmaschinen‘ werden …  Es ist gefährlich, die menschliche Sensibilität zu verlieren, die notwendig ist, um zu weinen mit den Weinenden und sich zu freuen mit den Fröhlichen!“

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 Papst Franziskus hat sich Ende letzten Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet genommen. Dabei hat er von 15 Krankheiten der Kurie gesprochen. Einige dieser  Krankheiten dürften sich auch in anderen Einrichtungen finden lassen. Zum Beispiel: 

Die Krankheit der Gleichgültigkeit gegenüber den anderen: wenn einer nur an sich selber denkt und die Aufrichtigkeit und Herzlichkeit der menschlichen Beziehungen verliert. Wenn der mit der größten Sachkenntnis sein Wissen nicht in den Dienst der weniger sachverständigen Kollegen stellt…  Wenn man aus Eifersucht oder Verschlagenheit Freude am Fallen des anderen empfindet, anstatt ihn wieder aufzuheben und zu ermutigen.

 

 

 

 

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Papst Franziskus hat Ende letzen Jahres seine Kurienkardinäle ins Gebet  genommen. Und dabei von 15 Krankheiten seiner Vatikanverwaltung gesprochen. Eine davon ist die des übertriebenen Fleißes. Franziskus beschreibt sie als: 

 

Die Krankheit derer, die sich in die Arbeit versenken  und dabei das ‚Bessere’ vernachlässigen, nämlich … ein wenig auszuruhen. Die nötige Ruhe zu vernachlässigen führt nämlich zu Stress und Rastlosigkeit.

 

Die Zeit der Ruhe ist für den, der seine Aufgabe vollendet hat, eine Notwendigkeit und eine Pflicht; sie muss ernsthaft eingehalten werden, indem man ein wenig Zeit mit den Angehörigen verbringt und die Ferien achtet, als einen Moment des geistlichen und körperlichen Kraftschöpfens.

 

 

 

 

 

 

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