Manuskripte

SWR3 Worte

Es ist weiterhin so, dass die Deutschen zehn Automarken kennen, aber nur fünf Tier- und Pflanzenarten. Das muss sich ändern.

Wichtig wäre, dass man Tiere und Pflanzen als Mitgeschöpfe wieder interessant und verehrenswert macht. Die Einstellung gegenüber der Schöpfung ist katastrophal. Zur Kultur gehört ein anständiger Umgang mit der Natur, und diesen Anstand haben wir total verloren.

Ich bezeichne mich immer als gläubigen Heiden. Ich bin ein Teil der Schöpfung, und ich bin leidenschaftlich damit befasst, diese Schöpfung zu erhalten und zu schützen. Ich glaube: ohne einen spirituellen Ansatz können wir keine zukunftsfähige Umweltpolitik machen.

Hubert Weinzierl, Naturschützer und früherer Vorsitzender des BUND, über sein Engagement für die Schöpfung

(in: KNA Service, 24.10.2014)

 

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Du hast dein Ackerland, und auch Gott hat das seine. Du bist für die Erde zuständig, Gott für deine Seele. … Du freust dich, wenn du siehst, dass dein Feld gut bestellt ist. Warum weinst du nicht, wenn du siehst, dass deine Seele brachliegt? Die Felder… erhalten uns einige Tage lang auf dieser Welt am Leben; die Pflege unserer Seele bewirkt, dass wir im Himmel ewig leben...

Gott hat uns … unsere Seele zur Pflege anvertraut; machen wir also mit seiner Hilfe alles uns Mögliche, damit (er), wenn er kommt, … eine Ernte vorfindet und kein Dornengestrüpp, Wein und keinen Essig, Getreide und kein Unkraut. Findet er alles, was seine Augen erfreut, so bekommen wir dafür die ewige Belohnung; die Dornen aber werden ins Feuer geworfen.

Cäsarius von Arles, ein kluger Mönch und Bischof im sechsten Jahrhundert – heute würde man es wohl „Achtsamkeit“ nennen… 

Predigten an das Volk, Nr. 6 ; CCL 103, 32 - zitiert in: „Evangelium Tag für Tag, 28. 1. 2015 - rechtefrei)

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neu angekommene Flüchtlinge ein. Eine schwangere Frau findet keine warmen Stiefel in ihrer Größe.
Spontan zieht eine Mitarbeiterin ihre Stiefel aus; sie geht dann später in Badeschlappen nach Hause. Die Hochschwangere hat warmes Schuhwerk für den Winter.
In diesem Augenblick ist Weihnacht.

schreibt Christa Zemke unter der Rubrik „Was mein Leben reicher macht“…
Kann man auch ruhig heute hören – weil: So kann jeden Tag Weihnachten sein.

 (in: DIE ZEIT, 23.12.2014 – S. 80 )

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Jüngere und Ältere müssen … sich gegenseitig helfen zu verstehen, warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten.

Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie läßt sich ja nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen. Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren. …

Wenn wir uns erinnern, wie rassisch, religiös und politisch Verfolgte, … vom sicheren Tod bedroht …, oft vor geschlossenen Grenzen anderer Staaten standen, werden wir vor denen, die heute wirklich verfolgt sind und bei uns Schutz suchen, die Tür nicht verschließen.

Was Richard von Weizsäcker in seiner berühmten Rede am 8. Mai '85 gesagt hat, gilt heute noch, da er zu Grabe getragen wird.

(zitiert nach Webarchiv des Deutschen Bundestags - http://webarchiv.bundestag.de/archive/2006/0202/parlament/geschichte/parlhist/dokumente/dok08.html - gefunden am 1.2.2015)

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Mit der Musik ist es wie mit dem Christentum:
Wenn du glaubst, dass die Musik etwas verändern
und dich stärken kann,
dann tut sie das auch
und der Glaube daran gibt Kraft.

Star-Dirigent Kurt Masur auf einem Podium zum Oktober 1989 in Leipzig.

„Etwas verändern“ heißt in der Bibel noch ein wenig größer: Berge versetzen kann der Glaube, sagt Jesus von Nazaret. Aber wenn der Glaube wenigstens etwas verändert, ist das ja auch schon mal schön. Und Kraft geben kann er – ähnlich wie die Musik!

(Masur zitiert in: KNA-Service 8. 10.2014 – 9:14 h)

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Ja, die Gastfreundschaft ist ein hohes Gut …: Sie macht zuerst die Menschen dankbar; dann aber … empfängt sie von Gott ihren Lohn. Wir alle sind hier in diesem Land des Exils nur vorübergehende Gäste. Eine Zeit lang können wir unter einem Dach wohnen. Bald aber heißt es, wieder umzuziehen. Seien wir auf der Hut! Wenn wir hart oder nachlässig in der Aufnahme von Fremden waren, dann könnten, wenn … dieses Leben abgelaufen ist, auch die Heiligen ihrerseits es zurückweisen, uns (in den Himmel) aufzunehmen...

Denn weißt du wirklich, ob es nicht Gott ist, den du empfängst, während du glaubst, es nur mit Menschen zu tun zu haben?

Der Heilige Ambrosius aus Trier, Bischof von Mailand vor tausendsiebenhundert Jahren – das hier ist doch geschrieben wie für heute…

(in: Migne, Patrologia Latina, Ambrosius Mediolacensis De Abraham libri duo, Spalte 456 – in Übersetzung von Evangelium Tag für Tag online 8.11.2014 - rechtefrei)  

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Wolfgang Niedecken – der BAP frontman engagiert sich für Jugendliche in Afrika – und lobt den Papst:

Ich glaube, dass Papst Franziskus wirklich ein Glücksgriff ist. Also ich glaube, bei dem wäre ich vermutlich nicht aus der Kirche ausgetreten. Das ist eigentlich das größte Kompliment, was ich ihm geben kann.

Er lebt ein bescheidenes Leben und ich glaube schon, dass das in Afrika wahrgenommen wird. Und das wird ja auch in Europa wahrgenommen! Wir haben ja hier einen Lottogewinn, allein dadurch, dass wir in Mitteleuropa geboren sind. Denn wir leben hier verglichen mit anderen Erdteilen paradiesisch. Das muss man sich nur mal bewusst machen!

Und vor allem: Dieser Papst predigt Barmherzigkeit. Barmherzigkeit ist das Allerwichtigste! Ich finde Religion muss barmherzig sein und muss einen Weg weisen wie man durchs Leben kommt.

(in: manna-magazin.de (www.manna-magazin.de/2014/10/ein-leben-zwischen-koelschrock-und-kongo-wolfgang-niedecken-im-interview/ am 1. 10. 2014)

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