Manuskripte

SWR3 Worte

Wenn ich mit offenen Augen betrachte,
was du, mein Gott, geschaffen hast,
besitze ich hier schon den Himmel.

Ruhig sammele ich im Schoß
Rosen und Lilien und alles Grün,
während ich deine Werke preise.

Dir schreibe ich meine Werke zu.
Freude entspringt der Traurigkeit,
und die Freude macht glücklich.

Hildegard von Bingen über die Schönheit der Schöpfung -
da staunt diese großartige mittelalterliche Kloster-Frau und Naturkundige …

Wenn ich mit offenen Augen betrachte,
was du, mein Gott, geschaffen hast,
besitze ich hier schon den Himmel...

(in: Liber Vitae Meritorum V, 17 – hier zitiert nach Gottesdienst- und Materialheft zum ökumenischen Tag der Schöpfung, Ökumenische Centrale Frankfurt 2014, S. 18)

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18189

 Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen,
die Religion aber braucht er zum Handeln.

Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus,
wie heutzutage manche glauben und fürchten,
sondern sie ergänzen und bedingen einander.

Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang,
für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen.
 

Max Planck, einer der größten Naturwissenschaftler aller Zeiten, über Religion und Naturwissenschaft – heute redet man oft von einem Gegensatz zwischen Glaube und Wissen… Im September fordern die Kirchen auf, Frömmigkeit und Wissenschaft einzusetzen zur Bewahrung der Schöpfung. Schöpfungszeit nennen sie das. 

(in: Max Planck, Vorträge und Erinnerungen. Hirzel Verlag Stuttgart 1949, S. 332 – hier zitiert nach Gottesdienst- und Materialheft zum ökumenischen Tag der Schöpfung, Ökumenische Centrale Frankfurt 2014, S. 19)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18188

Vergesset nicht Freunde
wir reisen gemeinsam
besteigen Berge
pflücken Himbeeren
lassen uns tragen
von den vier Winden

Vergesset nicht
es ist unsre
gemeinsame Welt
die ungeteilte
ach die geteilte

die uns aufblühen läßt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte Erde
auf der wir
gemeinsam reisen

Rose Ausländer,

Gemeinsam
ein wenig wie ein Gedicht zum Ende der Ferien und ihrer vielen Reisen:
Gemeinsam unterwegs bleiben…

 (in: Ich höre das Herz des Oleanders. Gedichte 1977-1979, S.Fischer, Frankfurt 1984)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18187

Meine Freude am Leben habe ich nach meinem Unfall und der schweren Behinderung… nicht verloren; meine Familie, aber auch mein Glaube an Gott gaben mir Kraft, neu anzufangen.

Der Glaube an Gott ist mir sehr wichtig. Er trägt mich durch mein Leben.  Auch mit Einschränkungen kann ich fröhlich und glücklich sein. Gott mutet den Menschen manchmal ganz schön viel zu. Aber er hilft uns auch, unseren Alltag zu meistern. Der ist nicht immer einfach...

Die Fechterin Esther Weber, Goldmedaillen-Gewinnerin bei Paralympics-Spielen und Botschafterin des Sports von Menschen mit Behinderungen, über Gott in ihrem Leben.

 (zitiert in: KNA, 8.8.2014 – SERVICE-ID=140807-89-00088#4)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18186

Ich bete täglich, über den Tag verteilt. Sehr bewusst vor und nach der Show. Beten ist für mich so wichtig wie Atmen. Es gehört zu meinem Leben. ...

Glaube gibt mir Halt, Geborgenheit, Sicherheit, Schutz und vor allem Liebe.

(Für mein Leben wünschen würde ich mir...) wirkliche innere Ruhe. Mein Puls ist immer sehr schnell. Bei mir laufen immer zehntausend Dinge gleichzeitig ab. Was ich versuche und mir wünsche, seit ich einmal Ordensschwestern besucht habe: jeden Tag (auch einmal ganz) in Stille zu beten. Nur eine Viertelstunde.

Zodwa Selele – sie ist Hauptdarstellerin der Deloris im Musical „Sister Act“ in Oberhausen – und spielt da die Nachtclub-Tänzerin, die die Nonnen zum Tanzen bringt.

(in: BENE. Das Magazin des Bistums Essen - 2/Februar 2014 S. 14)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18185

Weißt du, warum du niemals innehältst?
Du meinst vielleicht,
es geschehe aus Verantwortungsgefühl,
weil du keine Zeit zu verlieren hast,
aus geringschätziger Ablehnung
all dessen, was dich hindert,
die flüchtige Lebenszeit
aufs äußerste zu nutzen...

In Wirklichkeit verleugnest du
ganz einfach dich selbst,
indem du versuchst,
der Begegnung mit dir zu entgehen.

Der verstorbene brasilianische Erzbischof Dom Helder Camara lädt ein, mal anzuhalten und sich selbst zu treffen – auch nach der Ferienzeit eine aktuelle Idee!

(in: "Der wahre Gott ist anders: Von krankmachenden zu heilenden Gottesbildern" von Karl Frielingsdorf, Mainz (Grünewald) 1997)  

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18184

Ein Ministrant fragt Papst Franziskus, wie er das hinkriegen soll: Sonntags zum Gottesdienst zu gehen, das steht ja in Konkurrenz zu Sport oder Musik – ganz abgesehen davon, dass Freunde das nicht verstehen.

Dazu der Papst:

Unser Leben besteht aus Zeit, und die Zeit ist ein Geschenk von Gott, darum muss man sie für gutes und fruchtbares Tun einsetzen. (Neben unserer täglichen Routine sollten wir uns vor allem) an unseren Schöpfer … erinnern, der uns leben lässt, der uns liebt und der uns auf unserem Lebensweg begleitet… Da muss man sich ein bisschen organisieren, die Dinge … ausgewogen planen … aber ihr seid Deutsche, und das klappt bei euch! “

Papst Franziskus bei der Audienz für 50.000 Messdiener aus Deutschland

(zitiert nach: Internetauftritt von Radio Vatikan  

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18183