Manuskripte

SWR3 Worte

Wir lassen uns durch menschenfeindliche Strukturen durchs Leben peitschen und verbauen uns dadurch das Glück in unseren Beziehungen und in unserem Arbeiten. „Ich habe keine Zeit“ wird zum alles bestimmenden Lebensgefühl. Dem setze ich mit aller Entschiedenheit die Behauptung entgegen, dass jeder und jede von uns Zeit genug hat – dass wir aber unsere Zeit zu wenig nutzen, um den Zugang zu unseren Ressourcen, [zu unserem unerschöpflichen Wachstumspotential] zu finden.

 Pierre Stutz, Atempausen für die Seele

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Wozu arbeitest du? Weiche der Frage nicht aus, versuch nicht, dich an ihr vorbei zu drücken. Die Arbeit füllt dein Leben aus: Du widmest ihr den Löwenanteil deiner Zeit, gibst für sie die besten Stunden deines Tages.

Wozu arbeitest du? Frage nach dem Ziel deiner Arbeit! Du bist so wie deine Antwort auf diese Frage.

 Mieczys?aw Malinski, Brot für jeden Tag

 

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Über das sehr unterschiedliche Empfinden von Zeit schreibt die Journalistin Teresa Schneider:

Von all der Wartezeit, die ich bereits schlecht gelaunt auf Bahnsteigen, in Arztpraxen und im Stau totgeschlagen habe, bleibt kaum etwas zurück. Wohingegen bewusst erlebte …Erfahrungen, die … viel zu schnell vergehen, kostbare Erinnerungsspuren hinterlassen. Und genau für diese Erinnerungen will ich mir nun die Zeit nehmen. Anstatt weiterhin die Uhr mit bösen Blicken zu taxieren, lehne ich mich nun entspannt zurück. Ich schließe die Augen und begebe mich auf Reisen.

 

Teresa Schneider, Da ticken die Uhren anders, in: Publik-Forum Nr. 9 (2014) vom 09.05.2014

 

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Gib dein Bestes für deinen Freund. Wenn er deine Ebbe kennlernt, lass ihn auch deine Flut erleben. Was ist dein Freund für dich, wenn du ihn nur aufsuchst, um die Zeit tot zu schlagen? Suche ihn auf, um Stunden des Lebendigseins mit ihm zu erleben. Er kann deine Not, aber nicht deine Leere beantworten.

 Khalil Gibran, Der Prophet

 

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Haben Sie sich schon einmal die Mühe gemacht, einem Fremden den Weg zu zeigen, obwohl sie ihn nicht kannten und ihm auch niemals wieder begegnen werden, einfach deshalb, weil es sie drängte zu helfen? Dabei und bei vielen anderen Gelegenheiten wurde Liebe in Ihrem Leben sichtbar und zeigte an, dass sie in Ihnen lebendig ist und darauf wartet, freigesetzt zu werden.

 Anthony de Mello, Wie ein Fisch im Wasser. Anleitung zum Glücklichsein

 

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Geglücktes Leben ist nicht ein Leben, das man alleine führen kann. Glück ist nicht etwas, das weniger wird dadurch, dass man es teilt. Im Gegenteil: Glück wird durch Teilen mehr, ähnlich wie die Freundschaft – oder noch deutlicher: Glück und Freundschaft entstehen erst durch das Teilen.

Clemens Sedmak, Geglücktes Leben. Was ich meinen Kindern ans Herz legen will

 

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Ich bin davon überzeugt, dass es für jeden Menschen die Melodie seines Lebens gibt, auch für mich. Ich finde sie in versteckten Räumen in meinem Innern, in den Träumen und Sehnsüchten, in tiefen Begegnungen und wichtigen Erfahrungen. Ich höre sie manchmal bei einer aufregenden Wanderung hoch oben in den Bergen, am Krankenbett einer guten Freundin, spät abends bei einer intensiven Arbeit, beim Lachen, beim Lieben, beim Hoffen und Teilen … Wenn ich sie höre, dann weiß ich: Jetzt lebe ich wirklich.

 Rainer Haak, Champagner für die Seele

 

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