Manuskripte

SWR3 Worte

Heute vor 80 Jahren haben evangelische Christen ein mutiges Bekenntnis gegen die Nazidiktatur unterzeichnet: Die so genannte Barmer Theologische Erklärung. Manfred Rekowski von der rheinischen Landeskirche meint:

Auch wenn sich die Zeiten gewandelt haben, ist die Erklärung in ihrer Ausrichtung heute so aktuell wie 1934. Heute wie damals gilt: Der christliche Glaube segnet nicht ab, was staatliche Ordnungen vorgeben. Nein, der Blick geht zuerst zu Gott, der Partei nimmt für die Schwachen und Abgeschriebenen. So erinnern wir an Gottes Reich, Gottes Gebot und Gerechtigkeit. Wir vertrauen auf die Kraft seines Wortes, dessen Anspruch für alle Bereiche des Lebens gilt – auf für den der Politik.

Autor: Manfred Rekowski
In: Themenpakte Barmer Erklärung, hrsg. von der Evangelischen Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt, Abteilung Kommunikation, Mai 2014, S. 11. http://www.ekir.de/www/downloads/Themenpaket-BTE.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17619

Wenn die Bibel vom ersten Geschlechtsakt der Menschheit erzählt, heißt es dort etwas umständlich: „Adam erkannte sein Weib Eva.“
Die Theologin Johanna Haberer beschreibt, was es damit auf sich hat:

Menschen erkennen einander, wenn sie den Geschlechtsakt vollziehen:
Sie riechen einander und betasten einander,
streicheln und schmecken einander,
sehen einander in die Augen, lachen miteinander,
schweigen geborgen ineinander verknäult und sprechen miteinander, soweit es geht, über alles.
Indem die Bibel die körperliche Vereinigung von Mann und Frau mit „erkennen“ beschreibt, meint sie einen Akt, der nicht rückgängig zu machen ist. Man kann einen anderen Menschen danach nicht einfach sozusagen abwaschen und vergessen. Zur Erkenntnis gehört immer auch die Erinnerung.

Autorin: Johanna Haberer
Aus: Wonnemonat Mai: Steh auf, meine Freundin, komm, meine Schöne! In: Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr, hrsg. von Andere Zeiten e.V., Initiative zum Kirchenjahr, (Wachholtz Druck, Neumünster) Hamburg, Heft 2/2006, 7. Jg., S.10-11, 10.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17618

Heute ist „Christi Himmelfahrt“ und Christen gedenken der sogenannten Himmelfahrt von Jesus Christus. Das Redaktionsteam des Verlags „Andere Zeiten“ erklärt, worum es geht:

„Die Apostelgeschichte im Neuen Testament erzählt, dass die Himmelfahrt Christi 40 Tage nach dem Osterwunder der Auferstehung geschah. An dem Tag verabschiedete sich Jesus von seinen Jüngern. Und er tröstet sie, dass sie nicht allein zurückbleiben müssen. Denn schon bald – zu Pfingsten – werde sie der Heilige Geist mit Lebenskraft erfüllen. Und dann entschwindet Jesus vor ihren Augen gen Himmel. Aus der Schwere seines irdischen Lebens in die Leichtigkeit der himmlischen Welten“

AutorInnen: Redaktionsteam Andere Zeiten

Aus: Himmelfahrt. In: Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr, hrsg. von Andere Zeiten e.V., Initiative zum Kirchenjahr, (Wachholtz Druck, Neumünster) Hamburg, Heft 2/2008, 9. Jg., S. 7.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17617

Um glücklich sein zu können, braucht der Mensch Orte, an denen er mit dem Himmel eins sein kann. Der peruanische Schriftsteller Sergio Bambaren versteht das so:

„Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er sich nie einsam fühlt, einen ‚Geheimplatz‘, wo er eins sein kann mit dem Universum, wo er die Regeln und Prinzipien für sein Leben aufstellen kann – frei von jedem Druck und von allen Vorurteilen, die uns daran hindern, so zu sein, wie wir wirklich sind. Dieser Ort kann überall sein, Hauptsache, man fühlt sich dort zu Hause.“
Autor: Sergio Bambaren

 

Autor: Sergio Bambaren
Aus: Die Weisheit deines Herzens. München (Pendo-Verlag) 2014. Zitiert nach: Ulrike Fach-Vierth: Mein Glückscoach. Folge deinem Herzen… In: Für Sie, Nr. 9/ 2014, 31. März 2014, Axel Springer Vertriebsservice: Hamburg, S. 56-59, 58.

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17616

Geld verdienen gehört zum Leben. Aber kann es ein Ziel sein, immer mehr verdienen zu wollen? Die Ökonomen Robert und Edward Skidelsky stellen einen interessanten Vergleich auf:

„Viel Geld zu verdienen kann nicht die beständige Beschäftigung der Menschheit sein. Es kann kein Selbstzweck sein, viel Geld zu verdienen – zumindest nicht für jemanden, der bei vollem Verstand ist. Zu sagen, mein Ziel im Leben ist es, immer mehr Geld zu scheffeln, ist so, als würde ich sagen, mein Ziel beim Essen ist es, immer dicker zu werden.“

Autoren: Robert und Edward Skidelksy
Zitert nach: Markus Brauck, Dietmar Hawranek: Überdruss am Überfluss, in: Der Spiegel, Nr. 14 vom 31.3.2014, S. 34-41, 37.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17615

Welcher Lebensweg führt zum Glück?
Dieser Frage ist der peruanische Schriftsteller Sergio Bambaren nachgegangen:

Sind es die vielen Fehler, die wir unser Leben lang gemacht und aus denen wir gelernt haben? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir uns bewusst geworden sind, dass aller Besitz, den wir unser Eigen nennen, nur eine Leihgabe ist. Und dass wir nur ganz wenige materielle Dinge brauchen. Mit den Jahren habe ich gelernt, mein Leben so zu vereinfachen, dass ich mich an nichts gebunden fühle und so ein glückliches Leben führen kann

Autor: Sergio Bambaren
Aus: Die Weisheit deines Herzens. München (Pendo-Verlag) 2014. Zitiert nach: Ulrike Fach-Vierth: Mein Glückscoach. Folge deinem Herzen… In: Für Sie, Nr. 9/ 2014, 31. März 2014, Axel Springer Vertriebsservice: Hamburg, S. 56-59, 59.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17614

Wann findet das Leben wirklich statt?
Der peruanische Schriftsteller Sergio Bambaren sagt dazu:

„Ich hab erkannt, dass mein Leben nicht in der Zukunft stattfindet, sondern in den Träumen und Dingen, die ich im Hier und Jetzt erlebe, Tag für Tag:
ein zauberhafter Sonnenuntergang,
der sanfte Wind, der mir übers Gesicht streift
Zusammen zu sein mit meinem vierjährigen Sohn, ihn bedingungslos zu lieben,
Ja. Das Heute ist mein Lieblingstag, das Jetzt mein Lieblingsmoment“

Autor: Sergio Bambaren
Aus: Die Weisheit deines Herzens. München (Pendo-Verlag) 2014. Zitiert nach: Ulrike Fach-Vierth: Mein Glückscoach. Folge deinem Herzen… In: Für Sie, Nr. 9/ 2014, 31. März 2014, Axel Springer Vertriebsservice: Hamburg, S. 56-59, 59.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17613