Manuskripte

SWR3 Worte

 (Ich) danke...(den Paaren), die ihrem Ja-Wort in Ehe und Familie treu bleiben, manchmal unter großen Opfern. Bei der langen Lebenszeit, die heute zum Glück sehr vielen geschenkt ist, kann man dies nicht hoch genug schätzen. Diese eheliche Treue war für die Kirche schon sehr früh ein anschauliches Bild der Treue Gottes zu seinem Volk bzw. (der Treue) Jesu Christi zu seiner Kirche. Zugleich schenkt (Jesus Christus) ... auch der ... Ehe von Mann und Frau eine große Kraft der Liebe. ...

Wie viele Umfragen immer wieder zeigen, ist eine solche lebenslange Treue und Geborgenheit nach wie vor eine tiefe Sehnsucht der meisten Menschen, besonders auch junger Menschen.

Karl Kardinal Lehmann aus Mainz erinnert an die vielen Ehepaare, die ungeschieden zusammenbleiben, und dankt ihnen – auch letzteres ist heute ja  alles andere als selbstverständlich.

(in: Hirtenwort des Bischofs von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, zur Österlichen Bußzeit 2014 – Kirchliches Amtsblatt Bistum Mainz 2014/3, Sonderdruck S. 9)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17239

Es gibt zwei Arten von Almosen: ein gutes Almosen und ein noch besseres. Das eine besteht darin, den Armen ein Stück Brot zu geben; das andere, deinem Bruder, der sich gegen dich versündigt hat, unverzüglich zu verzeihen. Mit Hilfe des Herrn wollen wir diese beiden Arten von Almosen schleunigst geben, damit wir die ewige Verzeihung und das wahre Erbarmen Christi erlangen....

Bemühen wir uns, solange wir können und solange wir leben, über diese beiden Arten von Almosen zu verfügen und sie anderen zukommen zu lassen.

Caesarius war vor anderthalb tausend Jahren Bischof im südfranzösischen Arles; er redet damals über „richtigere Almosen“... Heute würde man natürlich ein drittes hinzufügen: Besser als Brot geben wäre auch, Strukturen zu schaffen, damit der Arme nicht mehr arm ist...

(in: Predigten an das Volk - Nr. 25; SC 243 – zitiert nach Evangelium Tag für Tag – online – Alter kirchlicher Text, honorarfrei )

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17238

Peter Maffay glaubt an Gott – sagt er in einem Magazin-Interview -
aber doch mit ein bisschen Distanz:

An Gott glaube ich. Aber oft nicht an sein Bodenpersonal, das laufend, wie man ja aus der Presse entnehmen kann, auch heute noch Mist baut... Das haben die Menschen gemacht. Das hat nicht der liebe Gott gemacht.

... Wenn wir diesen Glauben verlören, dann wäre es genau das Gegenteil von unserem Song: „Wenn das so ist“. In dem geht es nämlich genau um diese Situation. Wenn das so ist, wie es ist, wenn wir auf die Ukraine schauen, auf Syrien, Gaza, Afrika, Südamerika, Afghanistan etc., dann müssen wir was tun. Wenn wir nichts tun, dann brettern wir gegen die Wand … 

(in: BENE Das Magazin des Bistums Essen, Nr. 2 – S. 6)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17237

Bill Gates hält religiöse Moralsysteme für eminent wichtig. „Ich habe sehr viel Glück gehabt, und deshalb habe ich die Pflicht zu versuchen, die Ungleichheit in der Welt zu verringern“, sagte er ... Dies sei für ihn ... letztlich ein moralischer Glaube.

Zurückhaltend äußert sich (Bill Gates), der als reichster Mensch der Welt gilt, im Blick auf die Gottesfrage. ... „... das Geheimnis und die Schönheit der Welt sind überwältigend und erstaunlich, und keine wissenschaftliche Erklärung kann sagen, wie es dazu kam“, sagt Gates ... Das alles nur auf den Zufall zurückzuführen, sei für ihn eine etwas „lieblose Sicht... Ich denke, es ist sinnvoll, an Gott zu glauben, aber ich weiß nicht, welche Entscheidung in deinem Leben du deshalb anders triffst.“ 

Ja, Bill Gates, das ist tatsächlich die Frage: Was entscheiden gläubige Menschen anderes als die anderen...

(in: KNA-Meldung 15.3.2014 - 15:33)

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17236

Ein Marien-Lied, ein Lied über ein Mädchen, das Mutter wurde...

Mädchen, du, in Israel,
kleine Tochter Gottes,
durch dich wurde Nazareth
Hoffnung aller Menschen.

Du vertrautest auf das Wort,
das Gott einst gesprochen,
das Propheten sagen ließ:
Neu wird diese Erde.

Was nicht zu erhoffen war,
hast du uns gegeben,
der dein Ein und Alles war,
wurde unser Bruder.

Richte nun auch unsern Blick
auf das Heil der Erde,
dass wir leben so wie er,
einer für den andern.

 

Ein Marien-Lied von Diethard Zils – heute feiern die Kirchen, wie der Engel Gabriel Maria angekündigt hat, dass sie schwanger ist mit Jesus – noch genau neun Monate bis Weihnachten; sozusagen ein biologischer Festkalender ...

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17235

Christoph Maria Herbst ist der Stromberg in Film und Fernsehen; im Interview redet er unter anderem über seine Vergangenheit als Messdiener.

Die katholische Kirche schafft es, ihren ... (Gottesdienst) ... als große Inszenierung daherkommen zu lassen... In (meiner) Zeit (als Messdiener) habe ich gelernt, keine Scheu zu haben, verkleidet vor Leuten zu stehen und etwas zu behaupten, was ich nicht komplett verstehe.

Ich lebe es nicht so wie früher. Also ich gehe jetzt nicht jeden Sonntag in den Gottesdienst. Aber ich würde mich nach wie vor als gläubigen Menschen bezeichnen. Und als jemand, der die Hoffnung nicht aufgibt, dass das hier nicht alles sein kann.

... Den letzte(n) Satz, den Stromberg im Film sagt: „Jetzt ist nur noch Gott über mir?“... den habe ich improvisiert. Da sind wir doch wieder bei meiner Vergangenheit, vielleicht ist Gott mir doch näher als ich denke.

 (in: KNA – Interview Barbara Mayrhofer - 14.2.2014 -  14:02)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17234

Das bessere Fasten, mein Freund, besteht ... immer darin, dass man nichts Böses tut. Das ist besser, als kein Brot zu essen und kein Wasser zu trinken; besser als „den Kopf hängen zu lassen, so wie eine Binse sich neigt ...“.

Der Mensch wird in der Tat von Gott geliebt, er ist schön in seinen Augen und von ihm angenommen, wenn er kein Brot isst, kein Wasser trinkt und keinerlei sonstige Nahrung zu sich nimmt; wenn er sich mit Sack und Asche bedeckt und sich anklagt. Was Gott aber noch mehr gefällt, ist „die Fesseln des Unrechts zu lösen und die Stricke des Jochs zu entfernen“. Für diesen Menschen gilt: ... Er hat nichts gemein mit den Heuchlern, die ein finsteres Gesicht machen ..., damit die Leute merken, dass sie fasten.

Aphraat, Mönch und Bischof im heutigen Irak – und zwar schon im vierten Jahrhundert. Recht hätte er noch heute.

(in: Abhandlung Nr. 3 – Vom Fasten – zitiert nach „Evangelium Tag für Tag“ – 12.3.2014 – nur online / honorarfreier altkirchlicher Text)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17233