Manuskripte

SWR3 Worte

Thomas M. Stein ist bekannt geworden als Jury-Mitglied bei „Deutschland sucht den Superstar", macht sich auch Gedanken über Gott und die Welt. Er meint:
Ich könnte Gott nicht plastisch darstellen. Ich glaube, Gott ist eine Macht, die wir möglicherweise gar nicht verstehen, trotzdem muss es etwas geben.
Ich begreife auch nicht, wie ein Telefon funktioniert. Das ist mir auch ehrlich gesagt wurst, solange ich telefonieren kann. Ich muss ja nicht immer etwas visualisieren können, nur um daran zu glauben.

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Wolfgang Schäuble ist Bundesfinanzminister und engagierter Christ. Gerade in wichtigen Entscheidungen ist er dankbar für seinen Glauben:
Schon in meiner Zeit als Chef des Kanzleramts musste ich in einer Entführungsangelegenheit Entscheidungen mittreffen, mitverantworten, wo es für andere Menschen um Leben und Tod ging. Das ist mir furchtbar schwer gefallen.
Da hat mir die Überzeugung, der Glaube, geholfen, dass ich letzten Endes nicht Herr über Leben und Tod bin und dass wir nicht ganz alleine sind, dass wir Anfang und Ende nicht selbst bestimmen. Das macht ein wenig bescheidener. Es gibt dann auch Kraft, das tragen zu können, was man zu tragen hat.

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Rolf Zuckowski schreibt Kinderlieder. Kindern vom Glauben erzählen, hat für ihn etwas mit Staunen zu tun:
Man bestaunt die Hände eines neugeborenen Babys. Man bestaunt eine Blüte, wie sie zum Beispiel in Island aus dem Vulkankrater herauskommt: nur schwarze Lavaasche und plötzlich eine so kleine Blüte.
Wenn man unter dem Sternenhimmel steht, wenn Dinge geschehen weit, weit über unser menschliches Fassungsvermögen hinaus! Wenn man dann dieses Göttliche spürt. Dass man sagt, da ist ein Schöpfer am Werk gewesen und ist noch am Werk und wird es auch immer bleiben.
Wenn die Kinder dann dieses Stück Andacht mit übernehmen, dann ist ein ganz wichtiger Keim gelegt

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Kathy Kelly gehört zur Kelly-Family, arbeitet mittlerweile als Solosängerin und ist überzeugte Christin. Wenn sie einen einzigen Wunsch frei hätte, dann würde der so klingen:
Ich würde mir wünschen, dass die ganze Welt etwas mehr ökumenisch denken und agieren würde, Dass die Religionsgemeinschaften respektvoller miteinander umgingen und ohne kriegsbringenden Fanatismus auskämen.
Ich wünschte mir auch, die Menschheit käme ohne Profitgier aus. Es gibt genug, was wir als Menschen auf dieser Erde zum Leben brauchen.

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Peter Hahne ist Journalist und engagierter Christ. Die Bibel ist ihm deshalb so wichtig, weil sie realistisch ist:
Die Bibel macht uns nichts vor, was wir alles Großartiges können und wie die Welt aussehen könnte, wenn wir uns nur richtig zusammenreißen würden.
In jedem unternehmensstrategischen Kurs lernen Sie, wie Sie Erfolge erzielen und wie Sie mit Erfolgen umgehen können. Sie lernen heutzutage ja nirgendwo, wie man mit dem Scheitern fertig wird.
Aus diesem Grund ist die Bibel für mich unwahrscheinlich aktuell, weil auf jeder Seite deutlich wird, wie Menschen mit ihrem Scheitern umgehen können.

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Heiner Geißler ist nach wie vor unterwegs als engagierter Sozialpolitiker. Auf die Frage, was Jesus zu Hartz IV sagen würde, hat er folgende Antwort:
Jesus würde sagen, man darf die Menschenwürde eines Opelarbeiters, der 30 Jahre gearbeitet, Steuern, Beiträge bezahlt und Kinder großgezogen hat nicht zerstören, indem man ihn nach einem Jahr zum Sozialhilfeempfänger macht, als ob er das ganze Leben hindurch keinen Hammer in die Hand genommen hätte.
Man entwürdigt ihn, indem man ihn enteignet, bevor er überhaupt die Sozialhilfe bekommt. Das würde Jesus sagen. Wir haben heute nicht nur Verletzung der Menschenwürde durch Rassisten, durch Rechtsradikale, durch Fundamentalisten, sondern die Menschenwürde wird auch verletzt, wenn jemand arm, arbeitslos oder alt geworden ist.

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Joe Bausch kennt man als glatzköpfigen Pathologen aus dem „Tatort". Eigentlich ist er aber Gefängnisarzt. Warum er denen hilft, die auf die schiefe Bahn geraten sind, erklärt er so:
Ich komme aus einer christlichen Tradition, und bin auch heute Christ. Das heißt, für mich gibt es keine Zweifel an Gott, an einem höheren Wesen, das allem, was wir hier tun, einen gewissen Sinn gibt.
Ich brauche auch eine moralische Instanz. Gott ist für mich auch moralisch. Der Glaube an Gott, das Christentum, ist ja auch eine moralische Instanz, die mir ja nicht nur sagt, das oder jenes sei gut, oder so sollst du leben. Sie bedeutet auch, dem, der fehlbar war, zu verzeihen.

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