Manuskripte

SWR3 Worte

Zwei Priester,
fuhren nach Hawaii.
Gleich nach der Ankunft gingen sie in ein Geschäft
Und kauften kurze Hosen, Sandalen und Sonnenbrillen,
um nicht als Geistliche erkannt zu werden.
Als sie am nächsten Morgen
Mit einem Drink am Strand saßen
ging eine Bikini-Schönheit an ihnen vorüber,
lächelte ihnen freundlich zu und grüßte:
„Guten Morgen Padres."
Die beiden staunten -
Woher in aller Welt wusste die Frau dass sie Priester waren?
Am kommenden Morgen
kauften sie alles, was echte Touristen so tragen:
quietschbunte Hemden, billige Fotoapparate, Strohhüte.
Sie setzen sich an den Strand,
absolut sicher unerkannt zu bleiben.
Aber wieder kam die Schöne im Bikini vorbei,
lächelte und wünschte den „Padres" einen schönen Tag.
Einer der beiden lief der Schönen hinterher.
„Eine Sekunde, gnädige Frau!
Wir sind ja wirklich stolz, Priester zu sein,
aber woher wissen sie das?"
„Aber Pater, ich bin's doch, Schwester Monika!"

Magazin: Andere Zeiten 2010, Heft 2,

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15820

Lampedusa: Mittelmeerinsel
zwischen Tunesien und Sizilien.
Anlaufstelle für Flüchtlinge aus Afrika.
Papst Fransziskus wählte diesen Ort
Für seine erste Reise, denn etwa 25.000 Flüchtlinge sind
allein in den letzten zwei Jahren hier umgekommen:
Franziskus sagt: über die
Globalisierung der Gleichgültigkeit:
Wir haben uns an das Leiden der anderen gewöhnt.
Es lässt uns gleichgültig, interessiert uns nicht.
Die Wohlstandskultur bringt uns dazu,
nur an uns selbst zu denken.
Sie macht uns taub für die Hilferufe der Anderen.
Sie lässt uns in Seifenblasen leben,
die schön sind, aber nichtig,
Vorspiegelungen des Eitlen und Vorübergehenden,
das uns gleichgültig macht gegenüber dem Nächsten."
Franziskus bat Gott um Vergebung:
für die Grausamkeit in der Welt, in uns und auch in jenen,
die in der Anonymität Entscheidungen treffen,
die den Weg für Dramen wie dieses ebnen.
Ein Christ darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen.
Gott ruft jeden beim Namen und verlangt Rechenschaft von ihm.

http://www.vatican.va/holy_father/francesco/homilies/2013/documents/papa-francesco_20130708_omelia-lampedusa_ge.html

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15819

Wollen wir einen Segelflieger bitten
uns hinauszufliegen,
dass wir einmal die Erde ohne uns sehen
In den großen Ferien
werden wir natürlich auch eine Eisdiele besuchen.
Einen Zoo,
eine alte gemütliche Kirche
und eine Tropfsteinhöhle.
Wie das so üblich ist.
Aber wer uns nach Land und Zeit fragt
nach Antworten und Lösungen
nach Vergangenheit und Zukunft,
dem wollen wir einen Kuss
auf die Stirn geben.
Denn so heilig und fehlerlos wollen wir in den großen Ferien nicht sein
und eine Geschichte der Gleich-Gültigkeit schreiben.
Und wenn wir nach wenigen Wochen zurückkehren müssen
wird es - denken wir - früh genug sein
sich einer vernunftbegabten Gesellschaft
wieder zu stellen.
Wenn nichts dazwischenkommt.

Hanns Dieter Hüsch, Es kommt immer was dazwischen München 19994

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15818

Haben wir unnachahmliche Dinge vor
die wir bis jetzt noch nie unternommen haben
Wir wollen uns zum Beispiel
von unserem Land und von unserer Zeit verabschieden.
Einen alten Wald bewundern
und uns vorsichtig einem dunklen See nähern.
Und endlich ein dickes Buch, das wir schon immer zu Ende lesen wollten
zu Ende lesen.
Niemand soll uns erreichen.
Wir haben uns vorgenommen Haken zu schlagen
und wollen ständig unsere Spuren verwischen
und eine Sprache sprechen die uns nicht verrät
Nicht mal eine weiße Fahne werden wir mitführen.
In den großen Ferien
wollen wir ein Narrenboot stehlen.
Natürlich ein lächerliches Ruderboot
Und werden so weit aufs Meer hinausfahren,
dass niemand unser Weinen hört.
Manchmal nachts
wenn wir der Widersprüche nicht Herr werden

Hanns Dieter Hüsch, Es kommt immer was dazwischen, München 19994

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15817

Aus der Zeit fallen.
Den Wecker ins Leere
laufen lassen.
Sich fragen, welcher
Wochentag ist.
Mitten in der Nacht in
den Himmel gucken.
Einen Zipfel von Gottes
Ewigkeit in den
Händen halten.

Autor unbekannt

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15816

Gott gönnte sich Ruhe,
nachdem er
sechs Tage gearbeitet hatte -
und die Welt
brach nicht zusammen.
Was gibt uns Grund
zu meinen,
sie würde zusammenbrechen,
wenn
wir uns ausruhen? 

Max Lucado
http://www.evangeliums.net/zitate/suche.php

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15815

Reisesegen
Geht in die Welt, in Abend und Morgen,
Gott, Schöpfer des Lichtes,
segne euch und alle Menschen
und alles, was den Hauch des Lebens in sich trägt.
Gott segne euch
im Lauf der aufgehenden Sonne rund um die Erde;
sei du der Morgenstern, der über Australien wacht;
die Morgensonne, die über Asien aufgeht;
die Sonne der Gerechtigkeit,
die für Afrika neuen Segen bringt,
die Morgenröte, die über Europa erstrahlt;
das Sonnenlicht, das sich über die Weiten
Süd- und Nordamerikas verschenkt.
Gott segne euch und behüte euch.
Gott sorge für euch.
Gott bewahre euch und erfülle euer Leben mit Liebe.

EXPO 2000, Hannover
http://www.passion-reisen-beratung.de/reisesegen-und-gebet.php

https://www.kirche-im-swr.de/?m=15814