Manuskripte

SWR3 Worte

Ein Irischer Segen

Das ist mein Wunsch für dich: 
Dass jede Träne, die du weinst,
deine Seele reinwasche von allem Kummer
und du wieder lächeln kannst trotz aller Sorgen.
Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt,
mit dir wachse und dir dazu diene,
denen Freude zu schenken, die dich mögen. 
Dass du immer einen Freund hast,
der es wert ist, so zu heißen,
dem du vertrauen kannst.
Dass du immer eine Freundin hast,
die dir hilft, wenn du traurig bist,
die mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt.
Dass du in jeder Stunde der Freude und des Schmerzes
die Nähe Gottes spürst.
Das ist mein Wunsch für dich und für alle, die dich mögen.

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Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei Euch sein werden. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich" und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein. 

Das Paradoxon der Zeit von Dr. Bob Moorehead.

 

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Jede Zeit hat ihre eigenen Schönheitsideale. Und nach diesen Idealen werten die Menschen unbewusst. Es ist schmerzlich, wenn ich diesem Schönheitsideal nicht entspreche. Aber wenn Sie diese Ideale nüchtern betrachten, so sind sie doch sehr relativ. Warum ist Kleinsein schlechter als Großsein? Was macht die eigentliche Größe eines Menschen aus? Was macht mich wertvoll? Es ist nicht die Gestalt des Körpers, sondern meine Person, die natürlich in einem Leib lebt. [...]

Spüren Sie, welche Form für Sie stimmt. Und dazu sagen Sie ja, auch wenn ihre Umgebung andere Maßstäbe haben sollte.

Jeder Mensch ist schön, wenn er ganz er selbst ist. Die Liebe macht Menschen schön. Wenn Sie also mit der Liebe in Berührung kommen, die schon in Ihnen ist, und wenn diese Liebe durch Sie in diese Welt strahlt, dann sind Sie schön.

 Anselm Grün - Schönheit ist Ansichtssache

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Es war einmal ein Mann, der hatte einen Traum. Diesen Traum hatte er schon sehr lange und er dachte immer wieder wehmütig an ihn.

Der Traum selbst hatte sich riesig darüber gefreut, von dem Mann erdacht zu werden und er war ganz aufgeregt, denn irgendwann musste er ja umgesetzt werden. Doch schnell erkannte der Traum, dass der Mann zwar viel an ihn dachte, aber nie wirklich etwas dafür tat, ihn Wirklichkeit werden zu lassen.

Das machte den Traum sehr traurig, denn er wollte doch so gerne wahr werden.
Er half dem Mann, so gut er konnte, indem er in den Gedanken des Mannes immer wieder wundervolle Bilder von seiner Erfüllung erscheinen ließ. Auch arbeitete er mit den Ideen zusammen, die gemeinsam immer wieder neue Vorschläge machten.
Doch nichts geschah.
Eines Tages wurde es dem Traum zu dumm und er machte sich auf die Suche nach einem anderen Menschen. 

Tanja Konnerth  

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Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.  Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit [...].

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen. Findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.

Das Paradoxon der Zeit von Dr. Bob Moorehead.

 

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Der gute alte Goethe sagte einmal über die Kinder: 

Meinem Herzen sind die Kinder am nächsten auf der Erde. Wenn ich ihnen zusehe und in dem kleinen Dinge die Keime [...], aller Kräfte sehe, die sie einmal so nötig brauchen werden; wenn ich in dem Eigensinne künftige [...] Festigkeit des Charakters, in dem Mutwillen (...) Humor und Leichtigkeit, über die Gefahren der Welt hinwegzuschlüpfen erblicke, [...]

Immer, immer wiederhol' ich dann die goldnen Worte des Lehrers der Menschen: Wenn ihr nicht werdet wie eines von diesen!

Und nun..., sie, die Kinder, die unseresgleichen sind, die wir als unsere Muster ansehen sollten, behandeln wir als Untertanen. Sie sollen keinen Willen haben! - Haben wir denn keinen? - Guter Gott von deinem Himmel! Alte Kinder siehst du und junge Kinder und nichts weiter; und an welchen du mehr Freude hast, das hat dein Sohn schon lange verkündigt.

Johann Wolfgang von Goethe

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Wann war ich einmal „selig", ganz mit mir eins? Wann zuletzt habe ich die Erfahrung tiefer Freude, innigen Glücks gehabt, das auch die Trauer integriert und sie nicht verdrängt? Die innere Stimmigkeit, in der man mit sich selbst im Reinen ist? Und nicht nur mit sich selbst, sondern darin zugleich auch mit Gott in Übereinstimmung lebt? Nicht mehr zerrissen, rastlos, beunruhigt, sondern irgendwie ans Ziel gekommen sein, ans innere Lebensziel. Nicht das eine wollen, aber dem anderen „gehorchen". Kein „Du sollst" und „Du musst".

Vielleicht sind es oft nur Augenblicke, in denen wir das erleben, aber es sind tiefe Glücksmomente, erinnerbar, unverlierbar.

[...] 

Bärbel Wartenberg-Potter: Seliger Augenblick

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