Manuskripte

SWR3 Worte

Wie wird die Welt besser? Pop-König Michael Jackson sagte:
„Wenn man die Welt verbessern will,
muss man zuerst sich selbst ansehen
und sich selbst verändern.
Fang mit dem Menschen im Spiegel an -
also mit dir selbst!"

Zitiert nach Hardenberg-Jahreskalender 2012 vom 1.+2.Dezember,
KV&H-Verlag-GmbH, Unterhaching 2011.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14576

Die Schauspielerin Ulrike Kriener
hat einen langen Weg der Trauer hinter sich; sie sagt:
„Mit dem Tod meines Sohnes
hatte ich mein Grundvertrauen verloren.
Ich habe nie so viel Angst gehabt
wie in dem Jahr danach.
Es war ein langer Prozess,
wieder Vertrauen ins Leben hinzukriegen.
Dass die Zeit alle Wunden heilt, ist Quatsch.
Den Tod eines Kindes vergisst man nicht.
Man muss damit leben.
Ich bin heute Schirmherrin eines Kinderhospizes.
Indem ich diese Arbeit mache,
bekommt der Tod meines Sohnes
im Nachhinein einen kleinen Sinn.
Es geht daraus etwas Positives hervor;
sein Tod ist nicht nur schrecklich."

Ulrike Kriener im Gespräch mit Dirk von Nayhauß; in: Magazin „Chrismon" 12/2012, S. 42,
Hansisches Druck+Verlagshaus, Frankfurt/Main.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14575

Der Rapper Giwar Hajabi hat einen Goldtransport überfallen
und sitzt deswegen im Gefängnis - und ist damit fast zufrieden:
„Das Positive ist jedenfalls, dass ich hier zu Gott gefunden habe.
Das hätte ich draußen nicht geschafft.
Ich war zu abgelenkt.
Ich bin nie dazu gekommen, mal einen Tag nachzudenken.
Denn selbst wenn was Ernstes passiert,
wurde einfach direkt weiter gelebt."

Zitiert nach: Marcus Staiger, „Kein Reim drauf"; in: FAZ Nr. 293 vom 15.12.12, S. 40.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14574

Was tun, wenn man nur noch einen Tag zu leben hat?
Der Filmemacher Roland Emmerich meint:
„Am letzten Tag muss man nicht
unbedingt die Probleme dieser Welt lösen.
Eher müsste man sich Geschichten erzählen,
was cool war, was toll war, was Spaß gemacht hat.
Man müsste sich eigentlich nur an die guten Sachen erinnern,
finde ich, so als Ausgleich.
Vielleicht spricht man auch Sachen aus,
die man vorher nicht aussprechen wollte,
aber das muss auf eine gute, eine positive Weise geschehen.
Man sollte sich gegenseitig sagen,
dass alles gut wird
und dass es hoffentlich ein Leben nach dem Tod gibt."

Roland Emmerich, „Ich könnte mich zum ersten Mal entspannen";
in: Magazin „Cicero" Nr. 8/2011, Ringier-Publishing-GmbH, Berlin, S. 129

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14573

Auf einer Spruchkarte habe ich folgenden Satz gefunden:
„Ich wünsche dir, dass du lebendig bleibst.
Immer glücklich sein geht nicht.
Aber immer lebendig sein geht:
mit Lachen und Weinen,
mit Wut und Angst,
und dabei sehen, hören, riechen
und fühlen, tasten, spüren und wahrnehmen.
und lieben, vor allem lieben!
Dann geht lebendig sein!"

Nach einer Grußkarte aus dem Verlag-am Eschbach, Eschbach, ohne Jahresangabe.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14572

Der Rapper Moses Pelham über Musik und Glauben:
„Das mit der Spiritualität ist bei mir auch keine neue Idee.
Das ist ein Hauptthema von mir.
Wer bin ich? Was sind wir? Was ist hier los eigentlich?
Wenn man sich anguckt,
wie die Leute zur Musik finden,
dann ist es eigentlich immer dieselbe Geschichte:
Durch die Arbeit daran,
durch die ständige Beschäftigung mit dem Material,
durch Wiederholung kannst du darin
dann irgendwann Gott entdecken.
Aber dafür braucht es eine Hingabe."
Moses Pelham im Gespräch mit Lucas Wiegelmann; in: „Welt am Sonntag" Nr. 52 vom 23.12.12, S. 55.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14571

Kirche ist für die Schauspielerin Ulrike Kriener so etwas wie Heimat;
sie meint:
„Ich kann gar nichts tun gegen dieses Gefühl von Heimat,
wenn ich im Sommer ein kühles Gotteshaus betrete.
Die Religion wurde bei uns zu Hause ohne großen Druck gelebt.
Wir haben gebetet, wir hatten unsere Feste
und wir sind am Sonntag in die Kirche gegangen:
Das war normal.
Eigentlich hat mich aber der Tod meines Sohnes
der Kirche nahe gebracht.
Die Kirche stellt noch Fragen,
mit denen wir uns sonst kaum befassen."

Ulrike Kriener im Gespräch mit Dirk von Nayhauß; in: Magazin „Chrismon" 12/2012, S. 42,
Hansisches Druck+Verlagshaus, Frankfurt/Main.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=14570