Manuskripte

SWR3 Worte

Wie können wir herausfinden, wann die richtige Zeit ist, etwas zu tun?
Der Schriftsteller Leo Tolstoi meint:
Merk dir: Die wichtigste Zeit ist der Augenblick,
der wichtigste Mensch ist der, mit dem uns der Augenblick zusammenführt.
Das wichtigste Werk ist, ihm Gutes zu tun.

Evangelischer Lebensbegleiter, hg.v. Norbert Dennerlein und Martin Rothgangel, Gütersloher Verlagshaus 2008, S. 778f

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Ein kleines Kind mit Downsyndrom kann zu einem großen Lehrer werden. Daniel ist so eins. Seine Eltern sagen:
Wir versuchen, Daniel zu fördern, so gut es geht, damit er einmal in der Welt stehen kann. Da muss man aber ein gesundes Mittelmaß finden.Klar wurmt es uns manchmal, wenn andere Kinder in Daniels Alter anfangen zu sprechen oder laufen können. Aber wir sind froh, dass wir nicht in der Kinderolympiade mitmachen müssen. Wenn wir eines von unserem Sohn gelernt haben, dann das: Es kommt ohnehin immer anders, als man es sich ausgemalt hat.

Chrismon-Magazin 12/2012, hg.v. Johannes Friedrich, Katrin Göhring-Eckardt u.a., Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt am Main., S. 20

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Ob Jesus wirklich am 24. Dezember geboren wurde, ist fraglich. Aber wann sollte man denn dann Weihnachten feiern. Der Kolumnist Arnd Brummer meint:
Ich könnte Weihnachten auch gut im Sommer feiern oder wann auch immer. Wichtig ist die Erinnerung, einander zu lieben und nicht alleine zu lassen, miteinander zu hoffen und zu glauben, dass es Gottes Liebe ernst meint, das ganze Jahr über.

Chrismon-Magazin 12/2012, hg.v. Johannes Friedrich, Katrin Göhring-Eckardt u.a., Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt am Main., S. 49

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Glaubst Du, dass Gott Mensch wurde und in einem Stall zur Welt kam? Alexis Sorbas antwortet auf diese Frage im gleichnamigen Roman von Nikos Kazantzakis:
Wie soll sich da einer auskennen? Als ich noch ein Bengel war und meine Großmutter mir Märchen erzählte, hielt ich es für Unsinn. Und doch zitterte ich und lachte und weinte, als ob ich es glaubte. Als mir dann der Bart wuchs machte ich mich sogar lustig darüber. Aber jetzt, auf meine alten Tage, bin ich wie ein Kind geworden und glaube wieder daran... Was für ein komisches Geschöpf ist doch der Mensch."

Ach! Das kleine Buch vom großen Staunen, Andere Zeiten e.V. Hamburg 2007, S. 43

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Heute feiern wir Weihnachten: Gott wird als Kind geboren. Wie findet ihr das?
Drei Jugendliche antworten:

Michael sagt: Gott kann doch keine menschliche Gestalt annehmen! Ich habe Angst, dass er nicht mehr mächtig ist, wenn er so klein ist.
Marina sagt: Er ist fröhlich, glücklich, neugierig. Ich freue mich über ihn und er bringt mich zum Lachen.
Und Ina sagt: Gott bleibt auch als kleines Kind stark und mächtig, man sieht es ihm nur nicht an.

Thomas Erne/Sabine Jocher: Wop geht's bitte zum Leben. Thienemannverlag Stuttgart, S. 19

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Jetzt twittert auch der Papst. Evangelische Jugendliche haben die Bibel schon vor ein paar Jahren vertwittert. Hier also Die Weihnachtsgeschichte:
Römischer Kaiser will blöde Volkszählung: Alle zur Geburtsstadt! Josef und Maria (schwanger) also nach Bethlehem. 1. Sohn in Armut geboren. (Krippe)
Engel erzählt: Christus, der Heiland ist geboren. Hirten eilen zur Krippe, finden alles wahr! Verbreiten Botschaft und preisen Gott. Und Maria glaubt.

Und Gott chillte, Die Bibel in Kurznachrichten, Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH, FfM, 2009, S. 257

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Vielleicht beten Männer. Vielleicht beten Männer anders. Vielleicht so:
Alles mitmachen, was alle machen,
das hat mit Heiligkeit nichts zu tun, Herr.
Aber Heiligkeit ist doch auch nichts,
was man aus Weihwasser und Plastikrosen bastelt.
Ganz allein seiner Berufung nachgehen,
alles aufgeben, um seinem Stern zu folgen,
alles auf eine Karte setzen,
auf der dein Name steht,
das Leben verwetten
für dich
das wäre vielleicht ein Stachel im Fleisch,
seit ich jung war.

Peter Modler: Für Wanderer und Krieger, Männergebete, Herder 2005, S. 61.

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