Manuskripte

SWR3 Worte

Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher
glaubt an ein Leben nach dem Tod. Er meint:

„Ja, ich bin gläubig, aber das ist ein schwieriges Thema.
Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod.
Aber ich denke darüber nicht nach. Jeder hat seine Zeit hier.
Als junger Mensch kann ich mir nur schwer vorstellen,
irgendwann einmal genug gesehen zu haben.
Doch ich weiß, dass es Menschen gibt,
die sich einen Abschied wünschen nach einem guten Leben.
Aber darum geht es: ein gutes Leben.
Man sollte sein Leben so leben, wie man es für richtig hält,
und sich nicht an den Erwartungen anderer Leute orientieren."

Michael Schumacher im Gespräch mit Anno Hecker:
„Man muss auch mal ein Drecksack sein";

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In der größten Not hilft Beten -
hat Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk erlebt, wenn er sagt:

„Beeindruckend ist für mich die Reaktion von Samuel und seiner Familie
nach dem schlimmen Unfall in meiner Show.
Die haben eine große Frömmigkeit und einen festen Glauben.
Schon am Tag nach dem Unfall
habe ich in der Frühe mit der Familie ein Vaterunser gebetet.
Das hat uns eine gemeinsame Ebene gegeben:
ihnen in ihrer Verzweiflung, mir in meiner Ratlosigkeit.
Da war plötzlich eine Nähe da,
auch eine Form von Geborgenheit.
Später habe ich auch mit Samuel gebetet,
als ich ihn besucht habe."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";

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Journalisten sind eher an Fakten orientiert. Die Nachrichtenmoderatorin Gundula Gause findet auch Glaubensfragen wichtig. Sie meint:

„Es ist schwer, Glaubensfragen oder gar Spiritualität
in der Berichterstattung unterzubringen.
In Nachrichtensendungen braucht es einen aktuellen Aufhänger,
und dann ist es schwierig,
der philosophischen oder spirituellen Dimension gerecht zu werden.
Die Kollegen nehmen mein Engagement zwar zur Kenntnis
und sie erkennen, welche Erfahrungen
ich dadurch auch in meine Arbeit einbringen kann.
Ich glaube schon, dass ich eine Exotin bin.
Aber ein bisschen unheimlich bin ich ihnen damit auch. "

Gundula Gause im Gespräch mit Thomas Kärst;
in: „Andere Zeiten- Magazin zum Kirchenjahr", Nr. 1/2012,

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Geht das? Keine Angst haben vor dem Tod?
Der Schriftsteller Paulo Coelho meint „Ja!" und sagt:

„Es ist dumm, Angst vor dem Tod zu haben.
Ich bin dem Tod drei- oder viermal begegnet.
Ob du willst oder nicht,
ob du damit einverstanden bist oder nicht,
du wirst auf jeden Fall sterben!
Es ist besser, wenn man versteht,
dass der Tod ohnehin da ist
und dass man früher oder später sterben wird.
Aber das ist ja nichts, was ich neu entdeckt habe.
Ich glaube an ein Leben nach dem Tod und an ein Leben davor.
Da ist der Tod kein großes Ding für mich."

Paulo Coelho im Gespräch mit Claus Dreckmann;

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Schon im Jahr 1882 gab es dieses Gebet:

„Gott, setz dem Überfluss Grenzen
und lass die Grenzen überflüssig werden.
Lass die Leute kein falsches Geld machen
und auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinner die Männer an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Gib den Regierenden ein gutes Deutsch
und den Deutschen eine gute Regierung.
Und sorge dafür, Dass wir alle in den Himmel kommen,
aber nicht sofort. Amen."

Zitiert nach einer Postkarte

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Wo ist Gott, wenn man ihn braucht?
Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk meint:

„Ich will nicht von einer göttlichen Fügung quasseln,
aber ich glaube sehr wohl,
dass da oben einer mein Leben lenkt.
Ich bin immer in jede Ecke gegangen, in die ich wollte.
Manchmal auch in eine dunklere,
in die Gott selbst mich nie geschickt hätte.
Aber auch da habe ich Gott eben nicht verloren.
Und ich habe auch nie den Eindruck gehabt.
dass er mich dort vergessen hätte."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";

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Wie ist das mit dem, was die Welt zusammenhält?
Das Physik-Genie Albert Einstein meint:

„Wir befinden uns in der Lage eines kleinen Kindes,
das in eine riesige Bibliothek eintritt,
die mit vielen Büchern in verschiedenen Sprachen angefüllt ist.
Das Kind erahnt dunkel eine mysteriöse Ordnung
in der Zusammenstellung der Bücher,
weiß aber nichts genau, wie das geht.
Das ist nach meiner Meinung die Einstellung
auch des intelligentesten Menschen gegenüber Gott.
Wir sehen ein Universum, das wunderbar zusammengesetzt ist
und bestimmten Gesetzen gehorcht,
aber diese Gesetze verstehen wir nur andeutungsweise.
Unser Verstand kann die geheimnisvolle Kraft dahinter nicht fassen."

Zitiert nach: Richard David Precht, Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

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