Manuskripte

SWR3 Worte

Wie verändert Alt werden den Glauben?
Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk meint:
„Je älter ich werde,
desto klarer wird mir meine Endlichkeit.
Mir wird immer deutlicher,
dass das Ganze hier ein Ende haben wird.
Da lebt es sich besser in dem Glauben,
dass dann nicht alles aus ist.
Dabei geht es um die grundsätzliche Frage:
Hat Gott die Menschen geschaffen,
oder haben die Menschen Gott geschaffen?
Paulus sagt so; Marx sagt so.
Und die waren beide schlauer als ich.
Aber mit dem Glauben an Gott sterbe ich einfach lieber,
wenn ich schon sterben muss."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";
in: „Der Spiegel", Ausgabe 47/2011

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12692

Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk über den Anfang seines Glaubens:

„Es hängt ja alles davon ab, in welchen Glauben du hineinwächst
und mit welcher Geisteshaltung du deinen Glauben lebst.
Da habe ich mehrfach Glück gehabt.
Mein Onkel Hans zum Beispiel war für mich da,
als mein Vater gestorben ist. Da war ich vierzehn.
Onkel Hans war Priester und Religionslehrer.
Und der hat mich eingehüllt mit lebendigem Glauben.
Dieser Mensch war ein Ausbund
an Geduld, Fröhlichkeit, Eloquenz, Witz,
aber eben auch ein Mensch von einer tiefen Religiosität."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";
in: „Der Spiegel", Ausgabe 47/2011

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Was tun, wenn Gebete nicht erhört werden?
Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk meint:

„Auch mein Glauben ist auf die Probe gestellt worden.
Auch ich habe Niederlagen durchlebt.
Und die wenigsten meiner Gebete wurden erhört.
Aber ich habe trotzdem bisher keinen Grund gesehen,
meinen Glauben aufzugeben.
Natürlich kann ich jetzt stundenlang
über die Ungerechtigkeit und das Leid der Welt reden
und über das Theodizeeproblem.
Aber auch die negativen Seiten der Wirklichkeit
habe ich besser bewältigen können,
weil ich mein Gottvertrauen hatte."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";
in: „Der Spiegel", Ausgabe 47/2011

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12690

Der Gründer der IT-Firma „Apple", Steve Jobs,
hat vor seinem Tod übers Sterben nachgedacht. Er meint:

 „Der Gedanke, dass ich bald tot sein werde,
ist die wichtigste Entscheidungshilfe für die großen Fragen des Lebens.
Weil fast alles - alle äußeren Erwartungen, aller Stolz,
alle Versagensangst - im Angesicht des Todes bedeutungslos wird,
bleibt nur das wirklich Bedeutsame übrig.
Sich vor Augen zu halten, dass man sterben wird,
ist die beste Methode, die ich kenne, um nicht in die Falle zu tappen,
sich selbst vorzumachen, man habe etwas zu verlieren.
Wir alle sind bereits nackt.
Es gibt keinen Grund, nicht seinem Herzen zu folgen."

Zitiert nach:
Walter Isaacson, Steve Jobs - die autorisierte Biografie des Apple-Gründers, Bertelsmann-Verlag, München 2011

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Reich sein und gläubig sein, geht das zusammen?
Ja, meint Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk:

„Dass ich ein wohlhabender Mensch bin,
ist mir natürlich bewusst.
Aber ich führe zu meiner Verteidigung
die Geschichte von Jesus und der Frau an,
die ihm mit teurem Öl die Füße salbt.
Da kamen auch gleich die Kritiker angerannt
und haben sich über die Luxuspediküre beschwert.
Man sollte das Öl lieber verkaufen
und das Geld den Armen geben.
Jesus aber sagt:
Lasst die Frau, sie will mir Gutes tun.
Er hat eben auch Lebensfreude gepredigt."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";
in: „Der Spiegel", Ausgabe 47/2011

https://www.kirche-im-swr.de/?m=12688

Wie glaubt der Gründer der Internet-Technologie-Firma „Apple",
Steve Jobs? Antwort:

„Ich glaube, verschiedene Religionen öffnen
unterschiedliche Türen desselben Hauses.
Manchmal glaube ich, dass es dieses Haus gibt, dann wieder nicht.
Das ist das große Mysterium.
Das Christentum verliert an Kraft,
wenn es sich zu sehr auf Traditionen stützt,
statt nach dem Vorbild von Jesus zu leben
und die Welt mit dessen Augen zu sehen."
Zitiert nach:
Walter Isaacson, Steve Jobs - die autorisierte Biografie des Apple-Gründers, Bertelsmann-Verlag, München 2011

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Fernseh-Moderator Thomas Gottschalk meint:

„Ich bin mit meinem Glauben aufgewachsen
und habe bisher keinen Grund gehabt,
meinen Glauben aufzugeben.
Ich bin ein fröhlicher Mensch.
Und ich bin davon überzeugt,
dass ein gläubiger Mensch und ein fröhlicher Mensch
nicht nur deckungsgleich sein können,
sondern sogar deckungsgleich sein sollten.
Evangelium heißt ja ´Frohe Botschaft' -
und das nehme ich ernst."

Thomas Gottschalk im Gespräch mit Markus Verbeet:
„Jesus war auch mal ein Zecher";
in: „Der Spiegel", Ausgabe 47/2011

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