Manuskripte

SWR3 Worte

21JAN2012
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Oscar Wilde hat einmal gesagt:

„Gäbe einer meiner Freunde ein Fest, ohne mich einzuladen, es würde mich nicht im Geringsten kränken.
Aber hätte einer meiner Freunde Kummer und verweigerte es mir, diesen mit ihm zu teilen, würde ich das als sehr bitter empfinden.
Versperrt er die Tür des Hauses der Sorgen vor mir, ich käme eins ums andre Mal zurück und bäte um Einlass, um mit ihm zu teilen, was zu teilen mir zusteht."

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20JAN2012
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„Das Glück ist wie ein Schmetterling", sagte der Meister. „Jag ihm nach, und er entwischt dir, setz dich hin, und er setzt sich auf deine Schulter."
„Was also soll ich tun, um das Glück zu erlangen?"
„Hör auf, hinter ihm herzulaufen."
„Aber gibt es nichts, was ich tun kann?"
„Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst."

Weisheit aus China

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19JAN2012
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Vielleicht haben wir mit unserem Partner Absprachen getroffen. Oder Abhängigkeiten geschaffen. Vielleicht haben wir auch einen Vertrag geschlossen und uns den Segen der Kirche geholt.
Unser Partner mag einzig und allein zu uns gehören, aber eines wird er nie sein: Unser Besitz oder unser Eigentum. Deshalb gibt es eigentlich nur einen Weg, ihm sein Bleiben zu ermöglichen: Lass ihn frei. Er ist es sowieso. So sehr du ihm auch Fesseln anlegst.

Pierre Frankh, Schauspieler

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18JAN2012
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Oliver Bierhoff, Teammanager der Fußball-Nationalmannschaft, hat gesagt:

„Mich beeindruckt immer wieder, wie viel Mitleid Jesus mit Leuten hatte, die an den Rand gedrängt wurden. Erhalte mir einen Blick für sie. Für mich ist es wichtig, dass auch ich es schaffe, im harten Profigeschäft mitfühlend zu bleiben."

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Herr, gib uns Augen, die den Nachbarn sehen, Ohren, die ihn hören und ihn auch verstehen!
Hände, die es lernen, wie man hilft und heilt, Füße, die nicht zögern, wenn die Hilfe eilt.
Herzen, die sich freuen, wenn ein andrer lacht, einen Mund zu reden, was ihn glücklich macht.
Dank für alle Gaben, hilf uns wachsam sein, zeig uns Herr, wir haben nichts für uns allein.

Gebet aus Neuseeland

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Herr, du bist mein Geländer,
an dem ich mich festhalten kann,
wenn der Weg des Lebens steil und steinig wird.
Herr, du bist mein Geländer,
das mich vor dem Abgrund beschützt,
wenn es im Beruf drunter und drüber geht.
Herr, du bist mein Geländer,
das mir die Richtung weist,
wenn die Wege in Freundschaft und Beziehung
verworren und unklar sind.
Herr, ich danke dir dafür,
dass du mein Geländer bist -
und nicht mein Käfig.  

Ein Gebet von Tom Molter (aus der Glaubenskiste des BDKJ 21.11.11.)

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15JAN2012
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Ein Bekannter hat mich im Auto mitgenommen. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Die Straße ist kurvenreich und unübersichtlich, die Geschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt. Dessen ungeachtet bleibt der Fahrer auf dem Gaspedal. "Kannst du nicht langsamer fahren?" frage ich ihn verärgert. Der Fahrer grinst: "Ich hab´s eilig. Es kommt auf jede Minute an." "Wie alt bist du eigentlich?" frage ich ihn. "Dreißig", antwortet er. "Da hast du noch eine statistische Lebenserwartung von 20 Millionen Minuten!" "Ja und?", entgegnet er. „Ich verstehe nicht, wie ein vernünftig denkender erwachsener Mann durch zu schnelles riskantes Fahren 20 Millionen Minuten an Menschenleben riskiert, nur um wenige Minuten zu gewinnen."

Aus: der Arbeitshilfe des Jugendverbandes DKJ„Zeit für"

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