Manuskripte

SWR3 Worte

Gesegnet sei dein Weg, Tag für Tag, Schritt für Schritt. Gesegnet sei, was dir gelingt und wo du versagst. Gesegnet seien die Menschen, die dich glücklich machen. Gesegnet seien die Menschen, die dir Steine in den Weg legen. Gesegnet sei deine Arbeit und deine Ruhe. Gesegnet sei dein Weg. Tag für Tag, Schritt für Schritt. Gehe deinen Weg in Frieden. Gott geht mit dir.

 Segenswort vom Jakobsweg

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11409

Ganz einfach: Liegenbleiben lohnt sich nicht. Das ist die Quintessenz meiner Erfahrungen. Ich glaube daran, dass man irgendwann in seinem Leben Rechenschaft ablegen muss, einer göttlichen Existenz gegenüber - oder sich selbst. Dann kommt also die Frage: Was hast du gemacht aus Deinem Leben? Und dann wollte ich nicht „Fußmatte" sagen!

 Der Klavierexperte Arno Stocker

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11408

Mit der populären Forderung nach einem „schlanken", schwachen Staat wird oft das Gemeinwesen verächtlich gemacht. Doch weniger Staat begünstigt das Recht des Stärkeren - auf der Straße und in der Gesellschaft. Ein starker Staat im Sinne der kirchlichen Soziallehre verteilt dagegen solidarisch die Lasten und kann so einen Ausgleich bei den Chancen der Jüngeren bewirken. Dass er nur ... eingreift, ...wenn der Einzelne der Aufgabe nicht gewachsen ist, geschieht aus Stärke, nicht aus Schwäche. 

aus: Christ in der Gegenwart

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11407

Eine Hauptschwierigkeit beim Entscheiden liegt darin, dass wir unsere Ziele und Werte nicht genau kennen ... Wenn wir wissen, wohin wir wandern wollen, richten wir uns nach den Hinweisschildern am Straßenrand oder nach dem Kompass. Wenn wir aber nicht wissen, wohin wir wollen, nützen uns alle Schilder und Kompasse nichts. Und wenn wir wissen, wohin wir wollen, aber Kompass, Karte und Wegmarken fehlen, [und wir uns auch mit Sonne, Mond und Sternen nicht auskennen,] wird jede Wegkreuzung zur Pein. 

Lukas Niederberger, in: Publik-Forum

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11406

Das einzig Konstante im Leben ist die Veränderung. Gleichzeitig sind wir Menschen in Bezug auf Veränderungsprozesse ambivalent. Einerseits sehnen wir uns nach Sicherheit und Stabilität, andererseits nach Veränderung. Darum ringen sich viele Individuen und Institutionen erst dann zu einer Entscheidung durch, wenn das Leiden an der gegenwärtigen Situation größer wird als die Angst vor dem Neuen und Unbekannten.

 Lukas Niederberger, in: Publik-Forum

https://www.kirche-im-swr.de/?m=11405

Nur die Liebe hat die Chance, Leben zu erwecken. Sie ist die Kraft, die uns glauben macht, dass das Leben ewig ist ... Auch das zählt zu dem Wunderbaren: Lieben kann man nie allein, und nur die Egoisten lieben es, abstrakt [von ihr] zu sprechen. Die Liebe ist immer persönlich, höchst individuell und ganz konkret. In ihr allein ist das kleine Ich eines jeden so wichtig, dass der ganze Himmel darauf wartet.

 Eugen Drewermann, Leben, das dem Tod entwächst

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Wenn wir einen anderen Menschen wirklich mögen, sagen wir ihm in jeder Begegnung: „Es ist gut, dass es dich gibt. Es ist unendlich besser, dass es dich gibt, als wenn es dich nicht gäbe." Und wir sprechen damit und erfahren damit nur nach, was Gott gesagt hat, ehe er uns ins Dasein rief. 

Eugen Drewermann, Leben, das dem Tod entwächst

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