Manuskripte

SWR3 Worte

hochmütig
nennen dich die einen
die anderen
rühmen deine geduld und demut
weil du niederkniest
und mit ausdauer
die lasten trägst

durch die wüste
kamst du aus asien
brachtest deinen könig
zur krippe

Mechthild Hüsch: respekt
noch nachträglich - sozusagen - zum Dreikönigsfest - eine kleine Hymne auf das Kamel

(Mechthild Hüsch - Impulse in „Feste feiern. Brauchtumskalender 2011 - Hüsch&Hüsch, Aachen 2010 - Januar-Blatt)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9807

Armin Maiwald, der Mann aus der Sendung mit der Maus:

Also ... (zum Beispiel) der kleine Tola in PhnomPenh, der mit seinen Prothesen auch noch Fußball spielt und ohne Hände einfach eine superzierliche Schrift hat. Das ist ein toller Junge und ich bin mir sicher, dass der später aus seinem Leben irgendwas machen wird. Keine Ahnung, ob er nun Elektriker wird, wie er das wollte, oder irgendwas völlig anderes, aber er hat Biss, aus dem wird was.
Also nachdem ich gesehen habe was mit dem Geld passiert was die hier sammeln  kann ich nur sagen: Weitermachen, ist ne gute Sache - haut rein und lasst nicht nach. Armin Maiwald wirbt für die Sternsinger - in diesen Tagen ziehen sie als die Heiligen DreiKönige von Tür zu Tür und sammeln - unter anderem für Kinder mit Behinderungen in Kambodscha.

(Zitate: Werkheft zur SternsingerAktion 2011, S. 46 - und online Video auf http://www.sternsinger.org/1322.html )

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9806

Geht in euren Tag hinaus ohne vorgefasste Ideen,
ohne die Erwartung von Müdigkeit,
ohne Plan von Gott, ohne Bescheidwissen über ihn,
ohne Enthusiasmus,
ohne Bibliothek -
geht so auf die Begegnung mit ihm zu.
Brecht auf ohne Landkarte -
und wisst, dass Gott unterwegs zu finden ist,
und nicht erst am Ziel.
Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden,
sondern lasst euch von ihm finden
in der Armut eines banalen Lebens.

Madeleine Delbrel, Lasst euch finden in der Armut des Lebens -
aber wäre so ein Leben banal !?

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9805

Ich habe mich danach aufs 16. Jahrhundert gestürzt, für (den Film) „La Princesse de Montpesier". ... - in beiden Filmen geht es um Religionskriege... Ich hatte Angst, mich zu wiederholen. Beide Figuren sind Intellektuelle, für die der Glaube eine große Rolle spielt. Aber für „die Prinzessin" musste ich viel Reiten und Fechten üben, das verändert den Körper. „Glauben" - das kann ich spielen, da weiß ich, dass ich das in mir habe ...
Der Schauspieler Lambert Wilson - er spielt im Film „Von Menschen und Göttern" den Abt Christian - über seine Erfahrungen mit dieser Rolle - und über den Film insgesamt sagt er:
(...) der Film selbst bringt die Zuschauer in Kontakt mit Werten, nach denen sie sich verzweifelt sehnen - Liebe, Altruismus, Spiritualität. Es geht darum, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, Humanismus im philosophischen Sinn. ... Ich denke, da berührt der Film den Kern unserer Existenz.

(in: „Der Mensch ist schön und unendlich schwach" - Interview mit Lambert Wilson von Susan Vahbazadeh - Süddeutsche Zeitung 291/2010, S. 12)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9804

Verwundert, aufgewühlt reibt man sich die Augen. Ein Film-Wunder. Eigentlich ein unmöglicher Film, aber es gibt ihn... Erzählt wird von einem Kloster in Algerien mit neuen französischen Trappisten-Mönchen. (Das sollte) Atheisten und Agnostiker nicht zu Abwehrreaktionen veranlassen..., denn hier geht es nicht um Glaubensbekenntnisse, sondern um menschliche Zeugnisse...
Das Geheimnis und Wunder des Films zeigt sich darin, wie die Gesichter der Mönche in ihrem Gott-Bezug aufscheinen und dabei doch, völlig durchsichtig, im Menschlichen bleiben. (Der Film) „Von Menschen und Göttern" predigt nicht, sondern zieh uns in eine fortwährende Selbstbefragung. Könnte ich der Gewalt widerstehen mit Gewaltlosigkeit, das eigene Leben einsetzen... - in der Gewissheit, dass der Tod nicht das letzte Wort behalten wird?

Rainer Gansera über das Wunder des Films „Von Menschen und Göttern"

(Süddeutsche Zeitung 290/2010 - S. 13)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9803

Rezept für einen Tag voller Himmelslicht.

Noch eingehüllt in die wohlige Wärme der Decke
einen großen Schluck leuchtende Morgensonne gegen das Dunkel der Nacht.
Eine kräftige Prise Fröhlichkeit, ein Lächeln versuchen.
Eine Handvoll Geduld und Nachsicht mit den eigenen Plänen,
dazu ein Hauch Milde und Achtsamkeit als Balsam für die eigene Seele,
ein großer Happen Mut
und alles einen Moment wirken lassen -
innehalten vor diesem Tag voll noch unentdeckter Schönheit.
Und dann, mit einem tiefen Atemzug
und einem ersten Schritt den Tag öffnen,
neuer Tag, neue Stunde - mir geschenkt.

Einzunehmen täglich,
morgens auf nüchternen Magen.
Dosierung: unbegrenzt. Nebenwirkungen: keine.

Sabine Schaefer-Kehnert - Morgenstern.
Ein Rezept für jeden Tag dieses neuen Jahres...

(in: Der andere Advent - 2010/2011 - für den 2. Januar - Verlag ANDERE ZEITEN eV - Hamburg 2010)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9802

Jeder Christ ist verpflichtet, die Einsamen zu besuchen, Sterbenden beizustehen und Menschen in Not zu helfen, und jede christliche Gemeinde muss sich darum kümmern. Eine solche Gemeinde wird dann plötzlich wieder lebendig. ... Der barmherzige Samariter wäre in Caritas und Diakonie niemals eingestellt worden, denn er war nicht getauft und hatte keine Berufsausbildung. Er war nicht bezahlt, er war nicht hauptamtlich, er war nicht zuständig. Doch auf die entscheidende Frage, wie man in den Himmel kommen kann, sagt Jesus: Handelt so wie dieser Samariter da! 

Manfred Lütz meint: „zu viele Dienstverträge" in der Kirche

https://www.kirche-im-swr.de/?m=9808