Manuskripte

SWR3 Worte

Das schönste aller Geheimnisse ist es,
ein Genie zu sein
und es als Einziger zu wissen.

Mark Twain

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Eine Geschichte für alle die meinen: was ich auch tu, es ist nie genug

Zu Anfang, als noch nichts war als unendliches Gewässer, wollte Gott die Erde erschaffen
Und sprach zu seinem Engel:
„Geh und bring mir Sand vom Grunde des Meeres!"
Der Engel tauchte gehorsam in die Tiefe und holte den Sand vom Grunde des Meeres.
Aber die Gewalt des Wassers war so groß,
dass sie ihm, als er empor tauchte,
seine Last aus den Händen hinwegspülte.

Als er dies merkte, kehrte er um
Und versuchte es zum zweiten Mal.
Aber er verlor seine Beute wieder.
Und nicht anders ging es ihm beim dritten Versuch:

Da kam der Engel beschämt zu seinem Gott
und zeigte ihm seine leeren Hände:
kein Sand, nur der unter seinen Fingernägeln.

Da sprach Gott:
„Das genügt."

Aus:
Tröstet, Tröstet, Seelsorge in der Verkündigung, Verkündigung in der Seelsorge,  Hrsg. Doris Joachim- Storch, Raimar Kremer, Materialheft des Zentrums Verkündigung der EKHN, Frankfurt 2010

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Ein Skeptiker fragte mal einen Mann, der als fromm galt:

„Wie groß ist denn eigentlich dein Gott, zu dem du immer betest?"
Der Mann überlegte einen Moment und sagte:
„Er ist so groß, dass dein Kopf ihn nicht fassen kann und so klein, dass er in meinem Herzen Platz findet."

Willi Hoffsümmer, Geschichtenkalender 2010, Matthias-Grünewald- Verlag 2009, 42 Kalenderwoche

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Ein Arbeitssüchtiger hat kein Zimmer
Er hat ein Büro...!

Ein Arbeitssüchtiger hat keine Freunde...,
Er hat Kontakte...!

Ein Arbeitssüchtiger hat kein Privatleben...,
Er macht Karriere...!

Ein Arbeitssüchtiger hat keine Träume..., 
Er hat Projekte...!

Ein Arbeitssüchtiger macht keine Bekanntschaften...,
Er hat Meetings...!

Ein Arbeitssüchtiger trifft sich nicht auf ein Bier...,
Er trifft Entscheidungen...!

Ein Arbeitssüchtiger hat keinen Sex...,
Er entspannt sich...!

Ein Arbeitssüchtiger surft nicht im Internet...,
Er recherchiert...!

Ein Arbeitssüchtiger kennt keinen Sonntag...,
Er macht Überstunden...!

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Segensworte für alle, die um ihre Kinder trauern

Gesegnet sei die Erinnerung an eure Kinder.
Dass sie euch begleiten wie Sterne in der Nacht und wie die Sonne am Tag.
Gesegnet sei die Erinnerung an eure Kinder,
dass sie euch helfen, euer Leben neu und anders weiterzuleben.

Gesegnet sei euer Schmerz.
Dass er niemals größer wird als eure Kraft, ihn zu tragen.
Dass er euch nicht bitter und hart macht, sondern öffnet für das Neue,
das unvorstellbar andere Leben, das vor euch liegt.

Gesegnet seien die Menschen, denen ihr begegnet.
Dass sie euch und eure Trauer in ihre Mitte nehmen.
Dass sie ihre Furcht vor eurer Trauer überwinden
und an euch wesentlich werden.

Gesegnet sei der Weg, der vor euch liegt.
Dass er euch durch alle Dunkelheit und Verzweiflung hindurch führt.
Dass er euch dorthin führt, wo die Liebe wohnt.

Dazu segne euch der gnädige Gott. Amen.

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Es ist nicht genug, dass du glaubst, Gott wolle mit anderen und nicht mit dir große Taten tun.....
Du musst dir vielmehr ohne alles Zweifeln Gottes Willen über dich vor Augen stellen. So dass du fest glaubst, er wird und will auch mit dir große Dinge tun.
Dieser Glaube lebt und bewegt dich. Er dringt durch und ändert den ganzen Menschen. Er zwingt dich zur Furcht, wo du hochgestellt bist und du kannst getrost sein, so niedrig du bist.

Martin Luther
aus: Friedrich Schorlemmer, Was Protestantisch ist, Herder Verlag Freiburg 2008

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Es gibt Sätze, die verändern die Welt.
1521 sollte der Reformator Martin Luther vor dem Kaiser alles widerrufen, was er je geschrieben und gepredigt hat. Luthers Worte waren der Anfang der Reformation. Er sagte

Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde; denn weder dem Papst noch den Konzilien allein glaube ich, ,

so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angeführt habe, ....gefangen in dem Worte Gottes.

Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir, Amen

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_zu_Worms_(1521) und
aus: Friedrich Schorlemmer, Was Protestantisch ist, Herder Verlag Freiburg 2008

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