Manuskripte

SWR3 Worte

Fünf Vorsätze für jeden Tag.

Ich will bei der Wahrheit bleiben,
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen,
Ich will frei sein von Furcht,
Ich will keine Gewalt anwenden,
Ich will in jedem zuerst das Gute sehen.

Mahatma Ghandi,

zit. nach: Beten durch die Schallmauer. Impulse und Texte. Hrsg. von der Bundesleitung der Kath. Jungen Gemeinde, KJG Verlagsgesellschaft: Düsseldorf 41994, S. 188

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Manchmal denke ich: Steig aus allem aus, was dich kaputt macht, geh einfach weg, hinaus, ins Gebirge, ins Weite, laufe in den Horizont, verschwinde in ihm ... für immer. Dann aber das Bewusstsein: Hier ist dein Platz. Einen anderen wirst du schwerlich finden in deiner kurzen Lebenszeit.

Michael Albus

Gezeiten. Vom Vorkommen und Verschwinden Gottes, Patmos-Verlag: Düsseldorf 1993, S. 88

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Es gibt ... Naturkatastrophen - und Naturkatastrophen. Über Erstere berichten Reporterteams, doch von Letzteren gibt es keine Fernsehfilme und kaum Fotos. Spielen die Medien Gott? Internationale Bildmedien erscheinen allmächtig. Denn ihre Berichterstattung oder aber deren Ausbleiben entscheidet leider in vielen Fällen indirekt über Leben und Tod.

Wolfgang Kessler

Ohne Bilder keine Hilfe, in: Publik-Forum Nr. 17 (2010), Publik-Forum-Verlagsgesellschaft Oberursel, S. 11

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Viele Menschen haben zur Organspende eine widersprüchliche Haltung: 70 Prozent der Deutschen würden auf eine Organtransplantation hoffen, wenn sie selber krank wären. Aber nur 17 Prozent haben einen Spenderausweis. Für mich als Christen gilt aber auch hier die goldene Regel, die Jesus in der Bergpredigt formuliert hat: Was du willst, das man dir tu´, das tue auch anderen.

Eberhard Schockenhoff

Auch für Organe gilt die Goldene Regel, in: Publik-Forum Nr. 17 (2010), Publik-Forum-Verlagsgesellschaft Oberursel, S. 9

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Das Fernsehen dominiert unsere Welt und ihre Wahrnehmung. ...  Ein Bild jagt das andere in immer schnellerer Folge. ... Solcher unausweichlicher Realität setzt die Bibel die befremdliche Forderung entgegen: „Du sollst dir kein Bildnis machen!" ... Ich finde solche Aufforderung sehr aktuell in einer Gesellschaft, ... die so stark von Medien bestimmt und beeinflusst [ist]. Die Bilderflut der Medien suggeriert ein Menschenbild, das sich an den Kriterien der Schönheit, des Reichtums, des Erfolgs bemisst. ... Dem sich entziehen und Widerstand leisten, ... das kann zur Wahrheit befreien -  in den Beziehungen zwischen den Menschen wie in der politischen Kommunikation.

Wolfgang Thierse

Du sollst dir kein Bildnis machen!, in: D. Hober/B. Merz/B. Nellessen (Hg.), Ungehaltene Worte zum Sonntag. Von Prominenten zum 50. Geburtstag, Verlag Echter: Würzburg 2004, S. 95f

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Glauben, Religion sind bei uns Privatsache. ... Kein öffentliches Thema. ... Vielleicht liegt es daran, dass wir gar nicht mehr merken, wie hoffnungslos religiös wir sind. Dass unser öffentlicher Raum durchsetzt ist mit Glaubensverheißungen und Heilsversprechen. ... Sie stecken in der Tütensuppe und der PS-Zahl. Im silbernen Kreuz, das im Dekolleté eine Popstars baumelt, in den Phrasen der Alles-wird-gut-Politik oder eben in den Börsennachrichten. Wir brauchen das. Ganz offenbar.

Bascha Mika

Der Glaube der Börsianer, in: D. Hober/B. Merz/B. Nellessen (Hg.), Ungehaltene Worte zum Sonntag. Von Prominenten zum 50. Geburtstag, Verlag Echter: Würzburg 2004, S. 60f

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Die Grundhaltung eines Christenmenschen verträgt sich auf Dauer nicht mit Mut-, Hoffnungs- und Trostlosigkeit. Wo wir Christen nicht mehr bereit sind, ins neue Land namens Zukunft aufzubrechen, wo wir uns einigeln, abkapseln und an Altem, längst Überholtem festhalten, da stimmt etwas nicht mit unserem Glauben. Der Mut, Neues und auch Ungewohntes anzupacken und zu beginnen, gehört zum Christsein unmittelbar dazu.

Angela Merkel

Vertraut den neuen Wegen, in: D. Hober/B. Merz/B. Nellessen (Hg.), Ungehaltene Worte zum Sonntag. Von Prominenten zum 50. Geburtstag, Verlag Echter: Würzburg 2004, S. 57

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