Manuskripte

SWR3 Worte


Die Fußball-Nationalmannschaft aus Ghana hat ein eigenes Gebet -
und das geht so:

„Herr, lass uns fair spielen.
Lass unser Spiel in deinen Augen gut sein.
Lass unser ganzes Leben ein faires Spiel sein:
eine Augenweide für dich und die Mitmenschen.
Und Herr, wenn du gnädig bist, dann lass uns gewinnen:
hier im Spiel und später,
wenn das Spiel und das Leben zu Ende sind. Amen."

Zitiert nach: Margot Käßmann [u.a. Hgg.]: „Das christliche Fußball-Album", Sankt-Benno-Verlag GmbH, Leipzig o.J., S. 28.

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„Man sagt, dass jeder Mensch ab seinem vierzehnten Lebensjahr
wenigstens einmal am Tag an die Liebe denkt -
und an das, was man da so tut.
Und genauso oft denkt jeder auch an den Tod.
Dabei machen die meisten von uns die Erfahrung,
dass wir Menschen erst erwachsen werden, unheilbar erwachsen,
wenn Vater und Mutter tot sind.
Wenn niemand mehr vor uns geht.
Wenn wir selber der Anführer jener unabsehbar langen Kolonne sind,
die seit ewig durch die Jahrhunderte wandert
und die deine Familie ist."

Urs Widmer

Zitiert nach:
Daniel Keel und Isabell Vonlanthen (Hgg.), „Über den Tod",

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Enoch zu Guttenberg, Dirigent und Vater von Verteidigungsminister
Karl- Theodor zu Guttenberg über seinen Glauben:

„Ich bin ein - leider - nicht mehr gläubiger Mensch.
Ich habe meinen Glauben nicht intellektuell aufgegeben;
sondern ich habe ihn verloren.
Ich kann in der Schöpfung nämlich
keine Liebe im christlichen Sinne erkennen.
Für mich frisst da einer den anderen -
und die größten aller Fresser sind wir Menschen.
Doch sobald ich Musik dirigiere, ist das wie eine Heimkehr.
Denn ich habe großes Heimweh nach meinem Glauben."

Zitiert nach: Christian Wildhagen, „Plötzlich kennt man ihn als Vater";
in: FAZ Nr. 95 vom 24.04.10, S. Z2.

 

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„Wir sind so erzogen worden, dass man für das, was man für richtig hält,
zur Not auch sterben können muss.
Das schafft fast einen Zwang zur Unabhängigkeit.
Ich weiß nicht, ob ich persönlich in extremen Situationen,
etwa unter der Folter, immer die Kraft hätte
zur Selbstbeharrung und zum Widerstand.
Aber dies zumindest anzustreben bleibt das Ziel."

Enoch zu Guttenberg, Vater des Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg
Zitiert nach: Christian Wildhagen, „Plötzlich kennt man ihn als Vater";
in: FAZ Nr. 95 vom 24.04.10, S. Z1f.

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Die Schauspielerin Karoline Herfurth sagt über den Tod und das Leben:

„Wir sind dazu erzogen worden,
dass der Tod etwas Grausames ist.
Trotzdem gehört der Tod zum Leben dazu!
Wenn wir sterben, dann gehen wir wieder zurück in die Erde.
Das Leiden und Sterben gehört zu unserem Leben dazu.
Und das ist nichts Schlimmes."

Karoline Herfurth im Gespräch mit Michael Defrancesco;
in: Journal im Bonner General-Anzeiger vom 30.04.10

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Bei den diesjährigen Passionspielen in Oberammergau spielt der 20jährige Fredrik Mayet die Rolle von Jesus. Er meint:

„Die Konsequenz, die Jesus an den Tag legt,
ist schon beindruckend.
Ich glaube, dass viele von uns in seiner Lage
abgehauen wären und sich versteckt hätten.
Aber Jesus ist keiner, der sich versteckt und seine Ideale verrät.
Jesus ist einer, der sehr ehrlich ist, der klare Ideale hat,
der auch diskutiert, aber von seinem Weg nicht zurückweicht."

Fredrik Mayet  im Gespräch mit Michael Defrancesco;
in: Journal im Bonner General-Anzeiger vom 03.04.10

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Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda
sagt über seinen Glauben:

„Damals, nach diesem Unfall am Nürburgring,
habe ich schon gedacht:
Lieber Gott, wenn du wirklich da oben bist,
dann hilf mir jetzt ein bisschen.
Ja, solche Gebete habe ich schon gesprochen.
Aber ich habe später nie darum gebetet,
ein Rennen zu gewinnen."

Hanns-Bruno Kammertöns und Stephan Lebert,
Was macht das Leben lebenswert?
S.Fischer-Verlag GmbH

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