Manuskripte

SWR3 Worte

Es gibt so viele ausgetretene Pfade,
die dich einladen, ihrer sicheren Richtung zu folgen.
Lass sie links liegen
und vertraue den Spuren der Engel in deiner Seele.
Geh Deinen eigenen Weg.

Christa Spilling-Nöker, Ausgetretene Pfade
In: Dies.: Komm, mein Engel, komm

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8371

Einsam oder Allein?
Die Freiburger Soziologin und Psychotherapeutin Ursula Bernauer sieht die schönen Seiten des Alleinseins.

"Ja, ich glaube, Alleinsein muss man lernen, so wie man das Leben lernen muss. Das ist ein Prozess, indem Einsamkeit ganz reich wird und mit ganz vielen Möglichkeiten ausgestattet ist: wenn man in Kontakt kommt mit sich selbst, mit seiner Geschichte, mit seinen Ideen, seinen Optionen und seinen Träumen. Und damit auch eigentlich mit der Welt überhaupt, also dieses Allein ist ein All-Ein, ein Sich-Verbunden-Fühlen mit der Welt. [...]

Mein Rat für das Alleinseinlernen: Neugierig werden!
Wahrnehmen, riechen, schmecken.

Der Welt zugewandt sein in ihrem Reichtum. Es gibt so viel zu entdecken!"

Ursula Bernauer, Allein und doch nicht einsam.
Vom Glück, nicht immer Gesellschaft zu brauchen. Von Margit Irgang. SWR 2 Leben, Mi. 5.5.2010, 10.05 Uhr.
In: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=6163314/property=download/nid=660174/6cjo6a/swr2-leben-20100505.pdf

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8370

Heute ist Fronleichnam. Doch wie kann ein Leichnam froh sein?
Auf diese Frage antwortet mir die katholische Theologin Efi Goebel Folgendes:

Mit einem Toten hat ‚Fronleichnam' gar nichts zu tun. Denn ‚Lichnam' ist ein mittelalterliches Wort und bedeutet ‚lebendiger Leib'. Und es heißt auch nicht ‚froh', sondern ‚vron', - ebenfalls mittelalterlich, für ‚Herr', also für Jesus.

Die Idee von Fronleichnam ist: Gott, der Lebendige, ist auf den Straßen, in allen Himmelsrichtungen, anwesend. Das wird verdeutlicht durch das Tragen des Brotes, des Leibes Christi,  an der Spitze der Prozession. [...]

Und beim Gehen durch die Straßen wird deutlich: Gott, und mit ihm die Glaubenden, treten auch heute noch ein für eine Welt der Liebe, der Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit.

Efi Goebel, Fronleichnam
In: Familienpastoral Erzbistum Köln. Ein Jahreskreis voll Leben. Ein Projekt für Väter, Mütter und Kinder. http://www.familien234.de

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8369

Der Filmregisseur Wim Wenders über seine Erfahrungen, die er mit dem Glauben gemacht hat:

"Ich bin in einem sehr katholischen Elternhaus aufgewachsen, wollte in meiner Jugend auch mal Priester werden.
Wie das dann so war in den Sechziger Jahren: Studentenunruhen. Und da bin ich davon weggerückt. Weggerutscht, ohne meinen Glauben zu verlieren. [...] Und dann als Jugendlicher, da macht man alles mit: hier mit einem Mädchen Erfahrungen, Philosophie, der Sozialismus, der Buddhismus.
Ich habe mich viel umgeguckt und bin eigentlich erst über den Tod meines Vaters - nach einem langen Umweg sozusagen - wieder dahin zurückgekehrt, wo ich mal angefangen habe. Ich habe gemerkt, dass ich das nicht verloren hatte, sondern dass ich das im Innersten meines Herzens auch nie bestritten oder in Frage gestellt habe. Bin also auf einem langen Umweg wieder Christ geworden, obwohl ich es eigentlich nie nicht gewesen bin.

Wim Wenders, In meinem Leben ist die Bibel das wichtigste Buch
In: Hanno Gerwin: Was Deutschlands Prominente glauben.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8368

Heute feiert Konstantin Wecker seinen 63. Geburtstag.
Seine Zukunftsvision beschreibt er so:

" Das, was im Innersten von uns ist, was uns vielleicht lieben lässt, was uns im schönsten Fall so liebevoll auf andere Menschen zugehen lässt, das ist etwas, was uns alle vereint! Was wir alle haben, was jeder Mensch hat.
Ob Muslim, ob Jude, ob Christ oder Atheist. Das gehört uns allen.
Das ist der Gott, der allen gehört."

Konstantin Wecker, Ich habe Demut für mich entdeckt.
In: Hanno Gerwin: Was Deutschlands Prominente glauben.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8367

Wach auf, es ist Deine Zeit, die Du sonst verschwendest.
Manchmal kommt man ab von dem richtigen Weg.
Vieles blendet einen, bis man nicht mehr das Wichtige sieht.
Richte Dein Ziel neu aus und kehr zurück.

Ich wünsche Dir Liebe und Glück, [...]
Gesundheit auf Deinen Wegen
Gott hat sie gemacht, doch das bist Du, der die Weichen legt.
[...]
Bleib nicht stehen, folge Deinem Herzen.
Finde zu Dir selbst [...] und Du gehst zufriedener durch die Welt.
Du erhältst das Glück nur, wenn Du es erkennst.
Such danach und Du findest in Deinem Herzen Glück.

Der Frankfurter Rapper Azad  in seinem Lied "Zeit zu verstehen"
In: Azad featuring Gentleman (This can't  be everything);

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8366

Das ist unglaublich. [...]
Das geht doch gar nicht und es ist auch nicht zu erklären.
 - die Auferstehung.

Und wenn wir doch mal, nur einen Tag lang,
nur einen einzigen Tag lang, den aber jede Woche,
wenn wir dann doch mal ausgiebig das täten, was nicht geht,
alles Unglaubliche ausprobierten,
und alles Erklärbare ignorierten [...]?

Sonntag, der Tag der Auferstehung, er bringt neue Dimensionen für unser Leben.

Ulf Grüner, Hamburger Theologe und Journalist, Auferstehung
In: sonntags. Erfindung der Freiheit. Andere Zeiten e.V. Hamburg 2009

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8365