Manuskripte

SWR3 Worte

Dinge, die wir für Tragödien halten, sind nur dann wirklich Tragödien, wenn wir sie dazu machen. Wir können uns genauso gut dazu entschließen, sie als Chancen zu sehen, als Möglichkeit zu reifen. Dann wird uns sehr rasch klar, dass die angeblichen Tragödien in Wirklichkeit Herausforderungen sind, Winke, die wir brauchen, um unser Leben zu ändern. Wenn Sie am Ende Ihres Lebens stehen und zurückblicken - nicht auf die schönen Zeiten, sondern auf die stürmischen Tage, dann werden Sie feststellen, dass es die Stürme sind, die Sie zu dem gemacht haben, was sie heute sind.

Elisabeth Kübler-Ross

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Es ist falsch, behinderte Menschen fast ausschließlich als defizitäre Wesen wahrzunehmen. Denn so konzentrieren wir uns nur darauf die Behinderungen zu beseitigen oder zumindest auszugleichen. Aber jeder Mensch hat Fähigkeiten.
Mein Ziel ist es, dass wir uns weniger von Mitleid und Moral leiten lassen. Dass es Behinderung gibt, ist zunächst einfach eine Tatsache, die wir annehmen sollten. Wir sollten daher behinderte Menschen nicht ausschließen, sondern mit in die Gesellschaft hineinnehmen. Es geht um Teilhabe, Gleichheit und Solidarität. Dafür mache ich mich stark.

Anne Waldschmitt, Professorin der Soziologie.

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13MAI2010
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Was unser Leben über die Bedeutung einer Stubenfliege hinaushebt, ist einzig und allein die Hoffnung auf den Himmel. Darum ist Jesus nach „oben" gegangen, damit wir verstehen, zu welcher Größe und Hoffnung wir berufen sind. Niemals haben Menschen sich abfinden wollen und können mit einer letztlich nichtssagenden Endlichkeit. Denn solange wir Menschen sind, solange lieben wir. Und die Liebe findet sich niemals ab mit dem Ende des Geliebten. Liebe will Ewigkeit. Unsere Sinne sehen Verfall, Alter, in jeder Hinsicht unromantisches Vergehen, das immer eine grauenhafte Zumutung ist. Die Augen des Herzens sehen mehr. Die Liebe spürt mehr: Das ist das Ende nicht.

Pastor Joachim Göbel zu Christi Himmelfahrt

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12MAI2010
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"Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch als geliebtes Geschöpf Gottes einmalig und wertvoll ist. Das heißt für mich, dass auch jeder Mensch den bedingungslosen Rückhalt unserer Gesellschaft verdient. Unerheblich ist dabei, in welcher Lebenssituation er sich befindet oder woher er kommt. Der Schutz der Menschenwürde ist eine fundamentale Bedingung für das friedvolle Zusammenleben von Menschen.

Eckhard Nagel, Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages, der heute in München beginnt

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11MAI2010
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„Was schenkten sie der Welt?" fragte die Schnecke den Rosenstock „Was werden sie ihr geben?"
„Ich blühte vor Freude" antwortete der Rosenstock. „Ich atmete. Ich lebte. Das war mein Leben. Ich konnte nicht anders."

Hans Christian Andersen

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Zutiefst schockiert nehmen wir, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend in der Diözese Speyer, die Vorfälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche wahr. Was jungen Menschen hier angetan wurde ist entsetzlich. Wir wollen Kinder und Jugendliche stark machen, sie ernst nehmen und auf diese Weise fördern und ermutigen. Dabei ist es wichtig, deutlich zu machen, dass unsere Jugendverbände Orte sind, wo Kinder und Jugendliche sicher sind. Dafür haben wir Standards, damit für Menschen mit einer pädophilen Veranlagung klar und deutlich wird, dass sie bei uns keine Chance haben. Bei allen Vorsichtsmaßnahmen ist uns aber bewusst, dass Kinder- und Jugendarbeit nur funktionieren kann, wenn es ein großes Vertrauen und auch eine Nähe zwischen den Kindern, Jugendlichen und den Leitungen gibt. Es muss eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz herrschen.

Christine Wilke-Zech, Pressesprecherin BDKJ Speyer

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09MAI2010
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In den 10 Geboten heißt es:

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst und es dir gut geht, in dem Land, das der Herr dein Gott, dir gibt."

Aber wie lässt sich dieses „EHREN" heute für beide Seiten gut umsetzen?

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