Manuskripte

SWR3 Worte

Ich schaue hinauf zu den Bergen - woher kann ich Hilfe erwarten?
Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat!
Gott wird nicht zulassen, dass du fällst; er, dein Beschützer, schläft nicht.
Gott gibt auf dich Acht;
er steht dir zur Seite und bietet dir Schutz vor drohenden Gefahren.

Tagsüber wird dich die Sonnenglut nicht verbrennen,
und in der Nacht wird der Mond dir nicht schaden.
Gott schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben.
Er gibt auf dich Acht, wenn du aus dem Hause gehst und wenn du wieder heimkehrst. Jetzt und für immer steht er dir bei!

Die Bibel, Psalm 121
(Hoffnung für alle www.bibleserver.com/ index.php)

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Heute vor 65 Jahren wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt.
Auferstehung - das war für ihn ein nicht zu fassendes Wunder und zugleich Anlass, Vertrauen zu haben:

Christus ist nicht in die Welt gekommen,
dass wir ihn begreifen, sondern dass wir uns an ihn klammern;
dass wir uns einfach von ihm hineinreißen lassen in das ungeheure Geschehen der Auferstehung.

Dass wir uns einfach sagen lassen, in seiner ganzen Unbegreiflichkeit sagen lassen:
Ihr seid im Dunkel - und doch seid ihr im Licht.
Ihr habt Angst - und doch könnt ihr euch freuen.
Ich werdet sterben - und auch werdet ihr auferstehen!

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Heute vor 10 Jahren wurde in Deutschland die erste Babyklappe eröffnet.

Die 18-jährige Sarah Soltau hatte nach der Geburt ihren Sohn Daran in einer Babyklappe abgegeben. Fünf Wochen später holte sie ihn zu sich zurück.
Heute ist er ihr größtes Glück. Rückblickend erinnert sie sich:

„Als ich meinen Sohn in die Klappe legte, hatte ich im ersten Moment so ein befreiendes Gefühl, weil ich dachte, so, jetzt ist es erstmal eine Last weniger. Jetzt kann ich mich um die anderen Probleme kümmern.

Und dann im Nachhinein habe ich gedacht, oh je, ne, jetzt hast Du Dein Kind weggeben. Du weißt nicht, wo er hinkommt. In der Zeit, wo er nicht da war, das war die Zeit in meinem Leben, wo ich echt am meisten geweint habe."

In: http://podcast.wdr.de/frautv.xml; Sendung vom 18.3.10, Zeitstelle im Podcast: 19.21 bis 19.48.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8032

Hanns Dieter Hüsch, der Kabarettist, über den Grund seiner Fröhlichkeit:

Ich stehe unter Gottes Schutz,
ich weiß das - seit geraumer Zeit.
Er nahm den Gram und das Bittere aus meinem Wesen
und machte mich fröhlich.

Und ich will hingehen,
alle anzustecken mit Freude und Freundlichkeit
auf dass die Erde Heimat wird für alle Welt durch seinen Frieden und unseren Glauben.
Schalom in Dorf und Stadt.

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Beten ist ein Reden, in dem ein Mensch nichts filtern muss,
wo er alles sagen darf, alles rauslassen kann.

Beten ist ein Reden ohne Angst, ist ein Loswerden dessen,
was bedrohlich in uns selbst steckt und was uns bedrohend umgibt.

Hier kann einer alles sagen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Hier kann er sich etwas zugestehen, was er einem anderen Menschen nicht zugestehen kann.
Und er findet für dieses Zugestehen in Gott ein Gegenüber.

Im Gebet kann einer alles sagen,
tabulos und angstfrei sich anvertrauen, [...]
bis er erlebt, dass er freier wird, ja bis er frei ist.

Friedrich Schorlemmer, Pfarrer in der Lutherstadt Wittenberg

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Niemand kann sagen, wie Auferstehung ist.
Auch die Bibel berichtet kein Wort darüber.

Sie erzählt nur vom Davor und vom Danach:
Jesus wird ans Kreuz genagelt, er stirbt und wird in ein Felsengrab gelegt.
Zwei Tage vergehen. Im Morgengrauen des dritten Tages finden die Jüngerinnen
das leere Grab vor. Der Evangelist Johannes erzählt, dass eine der Frauen Jesus begegnet. Sie erkennt ihn erst, als er sie bei ihrem Namen ruft. Er scheint derselbe und gleichzeitig ein anderer zu sein. Seine äußere Erscheinung ist verändert, die Beziehung nicht. Aus der irdischen ist eine himmlische Existenz geworden. Leib und Seele leben.

Darauf hoffen Menschen, wenn sie Ostern feiern. Wie auch immer die eigene
Existenz nach dem Tod aussehen wird: Sie wird heil sein und ganz nah bei Gott.

Vom Redaktionsteam „Andere Zeiten" aus Hamburg

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Jesus:
Von den Römern gekreuzigt, gestorben am Kreuz.
Und dann Ostern: die Auferstehung!
Jesus, der Christus, lebt.
Der Gekreuzigte ist der Lebendige.
Neues Leben ist da, Leben für alle.

Ostern:
Nichts kann uns trennen von Gott,
nichts kann uns trennen von seiner Liebe,
auch nicht der Tod!

Dietrich Steinwede, Religionspädagoge

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