Manuskripte

SWR3 Worte


Norbert Bisky wurde 1970 in der DDR geboren und ist heute
einer der bekanntesten Maler der jungen deutschen Avantgarde.
Er sagt über den Tod und seinen Glauben:


„Angst vor dem Tod habe ich nicht.
Ich hätte Angst davor, etwas nicht getan zu haben,
nicht aber vor dem Tod selbst.
Ich glaube an irgendeinen Gott, ja.
Sicher gibt es ein größeres Prinzip als uns.
Schöpfung finde ich ein gutes Wort; es liegt Respekt darin.
Ich kann mir aber kein Bild von Gott machen.“

„Ich zeuge noch ein Kind“, Norbert Bisky im Gespräch mit Till Weishaupt;
in: Cicero 1/2010

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Ein Test vor dem Wochenende:

„Schreiben Sie die Werte und Interessen auf,
die Ihnen in Ihrem Leben wichtig sind:
zum Beispiel Familie, Beruf, Glaube, Musik und so weiter.
Notieren Sie hinter jedem Begriff ein bis zehn Punkte,
um zu zeigen, welchen Wert dieses Thema für Sie hat.
Nun schreiben Sie daneben die Zeit auf,
die Sie dem jeweiligen Bereich in der vergangenen Woche gewidmet haben.
Wie verhält sich Ihre ideelle Bewertung zu dem tatsächlichen Zeitaufwand?
Wäre es angebracht, etwas zu ändern?“

„Wichtig“; in: „Sonntags – Erfindung der Freiheit“,
Verlag Andere Zeiten e.V., Hamburg 2009

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Diane Fürstenberg – die heimliche Königin der amerikanischen Modewelt – sagt über ihr Leben und über ihren Glauben:

„Meine Mutter war Gefangene in einem Konzentrationslager.
Schon meine Geburt war also ein Wunder.
Und meine Mutter erzählte mir nie vom Bösen.
Sogar wenn sie vom Konzentrationslager redete,
sprach sie von Freundschaft und über die netten Leute
und dass nicht jeder schlecht gewesen sei.
Ich bin die Tochter einer Überlebenden, nicht eines Opfers.
Ich glaube nicht ans Vergessen – aber ans Vergeben.“

„Porträt von Diane von Fürstenberg“ von Alfons Kaiser,
in: „Z – die schönen Seiten“, 8/2009

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Enoch zu Guttenberg ist der Vater des deutschen Verteidigungsministers.
Er sagt über das Christentum:


„Es gibt keine schönere Religion als das Christentum
mit seinem Gesetz der Liebe.
Mein Schwiegervater war radikaler Kommunist,
und wir haben darüber viel gestritten.
Aber er hat immer gesagt:
Wenn ihr die Bergpredigt von Jesus wirklich leben würdet,
ihr Christen, hätte es keinen Marx und keinen Kommunismus gebraucht.
Und da ist viel dran.“

„Ich habe Heimweh“, Enoch zu Guttenberg spricht mit Constantin Magnis;
in: Cicero 1/2010


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Kristiane Bacher war die erste deutsche Moderatorin
beim englischen Musiksender MTV-Europe.
Sie sagt über den Glauben:


„Letztendlich kann man das Glück nur in sich selbst finden.
Ich hatte alles, was man sich so erträumen konnte.
Ich bin viel gereist, war auf tollen Partys eingeladen,
und überall wurde uns der rote Teppich ausgerollt.
Aber es zehrt auch, wenn man die ganze Zeit nach außen strahlen muss.
Und innerlich war ich nicht wirklich erfüllt.
Denn das Wichtigste fehlte mir: Gott.
Ich habe durch meinen spirituellen Weg gelernt,
dass das wahre Glück woanders liegt:
nämlich in der Zufriedenheit der Seele.“

„MTV-Star fand das Glück im Islam“,
Kristiane Backer spricht mit Rena Lehmann;
in: Journal der Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 09.01.10

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Enoch zu Guttenberg ist der Vater des deutschen Verteidigungsministers.
Er sagt über seine Schwierigkeiten mit Gott:


„Meine Lebenserfahrung besteht darin,
Abschied nehmen zu müssen.
Nicht nur von Menschen.
Am schlimmsten ist für mich der Abschied vom eigenen Glauben.
Darunter leide ich täglich.
Wenn heute eine Fee käme –
ich würde mir als erstes wünschen,
wieder so glauben zu können,
wie ich es als Kind getan habe.“

„Ich habe Heimweh“, Enoch zu Guttenberg spricht mit Constantin Magnis;
in: Cicero 1/2010

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Die britische Biologin und Affenforscherin Jane Goodall
sagt über ihren Glauben:


„Ich bin absolut überzeugt,
dass Evolution stattgefunden hat.
Aber allein diese Tatsache wiederlegt nicht
meinen Glauben an die spirituelle Macht.
Je mehr ich wissenschaftlich
über diesen außergewöhnlichen Planeten lerne,
desto verblüffter und verwunderter bin ich.“

Jane Goodall, Evolution;
zitiert nach: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 24.11.09

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