Manuskripte

SWR3 Worte

Ich sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen, natürlichen Lebensweise, wo Herz zum Herzen spricht und wo man das Beste hat was man haben kann: Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit.

Das Beste, was man haben kann von Theodor Fontane
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Einem anderen von Herzen zu vergeben ist ein Akt der Befreiung. Wir befreien ihn von den negativen Fesseln die uns aneinander binden. Wir sagen: „Ich mache Dir keinen Vorwurf mehr, dass Du mich beleidigt hast.“ Doch es geht um mehr. Wir befreien uns auch von der Last der ‚Rolle des Beleidigten‘. Solange wir denen nicht vergeben, die uns verletzt haben, schleppen wir sie mit uns herum oder – noch schlimmer – ziehen und zerren an ihnen wie an einer schweren Last. Es ist eine große Versuchung uns im Zorn an unsere Gegenspieler zu klammern und uns dann selbst als von ihnen beleidigt und verletzt zu erklären. Vergebung bedeutet deshalb nicht nur Befreiung des anderen, sondern auch Befreiung unser selbst.

Vergeben – Der Weg zur Freiheit von Henri Nouwen
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Das Leben ist kostbar. Nicht weil es unverwechselbar ist wie ein Diamant, sondern weil es verwundbar ist wie ein kleiner Vogel. Das Leben lieben heißt seine Verwundbarkeit und Zerbrechlichkeit zu lieben, heißt für das Leben Sorge zu tragen, es zu achten, ihm die Bahn zu ebnen und es zu fördern. Leben und Tod sind durch die Verwundbarkeit verbunden. Das neugeborene Kind wie der sterbende Mensch, beide machen uns die Kostbarkeit unseres Lebens deutlich. Vergessen wir nicht wie kostbar und verwundbar unser Leben ist, auch und gerade dann, wenn wir stark, erfolgreich und angesehen sind.

Verletzlich wie ein Vogel von Henri Nouwen
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In diesen Tagen sind wieder die Sternsinger unterwegs. Der Bund der Katholischen Jugend hat dazu folgende Informationen veröffentlicht:
Eine halbe Million Sternsinger in Deutschland beteiligen sich an der weltweit größten Aktion Kinder helfen Kindern. Allein in Baden-Württemberg sind es mehr als 50.000. Letztes Jahr kam durch den Einsatz der Jungen und Mädchen bundesweit eine Summe von 39,6 Millionen Euro zusammen. Mit diesem Geld wurden 2.600 Kinderhilfsprojekte in 110 Ländern finanziert.
„Kinder finden neue Wege“ heißt das Motto der diesjährigen Aktion. Mit diesem Motto wollen die Sternsinger daran erinnern, dass sich gerade Kinder und Jugendliche in den Ländern der so genannten „Dritten Welt“ täglich neu auf den Weg machen, um ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Mit dem gesammelten Geld werden Gesundheits- und Ernährungsprojekte finanziert, aber auch Bildungsprojekte, die jungen Menschen eine Perspektive geben.

Quelle: Pressemitteilung des BDKJ Baden-Württemberg vom 21.12.09
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Der Anfang – voller Zauber, Leichtigkeit, Verheißung und Weite. Wie ein Tag in der Morgendämmerung: Frisch und unverbraucht breitet er seine Stunden und Minuten aus wie einen langen roten Teppich. Eine Einladung. Alles ist möglich. Ob ich gehe oder tanze, bummle oder stehen bleibe – es liegt an mir. Ich mache den ersten Schritt und lasse mich überraschen von dem was mir begegnet. Manches und manche kenne ich, es gibt Menschen, Orte, Dinge, Beschäftigungen, die mich schon lange begleiten. Anderes ist neu und unvertraut. Nichts würde weitergehen wenn ich nicht immer wieder anfangen würde. Anfangen kann heißen: auf ein Neues mit Dir, immer wieder! Und manchmal kommt es beim Weitermachen auch darauf an, etwas anders anzufangen. Oder es gilt: erstmal aufhören. Weil etwas zu Ende ist. Und (noch einmal) neu beginnen.

Immer wieder anfangen von Gabriele Hartlieb
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Wir wünschen es uns und wir wünschen es unseren Liebsten und unseren Freunden zu jedem Jahresbeginn: Glück. Wir suchen danach und ab und zu finden wir es auch. Doch meist ist das Glück ein flüchtiger Gast. Kein Zustand den wir herstellen und über den wir verfügen können. Oft ist es nur ein kurzer Moment, ein Augenblick vollständiger Präsenz. In dem sich das Leben in seiner Fülle erschließt und im Endlichen etwas aufleuchtet vom Unendlichen. Das Glück wird uns zuteil. Doch auch das Gegenteil ist wahr: Wir müssen uns vom Glück finden lassen. Aufmerksam sein für das Glück in den kleinen Dingen. Glücksmomente sammeln und ihnen Gewicht geben. Uns offen halten für das Glück.

Glückwünsche von Doris Strahm

Quelle: Das Glück hat 52 Wochen. Hrsg. v. Andrea Langenbacher. Grünewald. Ostfildern 2009. 1. Kalenderwoche
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Wir müssen wissen, wann wir anderen Beachtung schenken können und wann wir selbst Beachtung brauchen… Wollen wir nur geben ohne auch zu empfangen werden wir in kurzer Zeit ausgebrannt sein. Nur wenn wir genau auf unsere eigenen körperlichen, emotionalen, geistigen und geistlichen Bedürfnisse achten, können wir „frohe Geber“ sein. Es gibt eine Zeit zu geben und es gibt eine Zeit zu empfangen. Wollen wir ein gesundes Leben führen, müssen wir für das eine wie das andere in gleichem Maß Zeit haben.

Aus: „Leben hier und jetzt“ von Henri Nouwen

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