Manuskripte

SWR3 Worte

26DEZ2009
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Laßt uns träumen, es gäbe das gelobte Land:
Kinder kommen auf die Welt und spielen Frieden.
Sie reißen die Alten mit.
Die gedrückt waren, fangen an zu singen;
die gebückt waren, tanzen dazu und lachen.
Arbeit wird Spaß machen,
denn die Ernte ist gut,
den Tisch für alle zu decken.
Keine Herren mehr und keine Unterdrückten.
Alle werden sich freuen am Leben.
Die Freude wird anstecken,
leuchten wird sie wie Feuer
und die Schatten vertreiben.
Menschen können leben und sterben - ohne Angst.
Friede auf Erden.
Gott, wenn du willst, träumen wir
nicht umsonst.

Aus: Was macht der liebe Gott am Sonntag?

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Guter Gott,
wir wünschen uns die langen Ohren des Esels; vielleicht wären wir dann aufmerksamer für die leisen Töne von Weihnachten: für die Stimmen der Engel, das Weinen und Lachen des Kindes in der Krippe und das Brummen des Ochsen neben uns; wir wünschen uns die große Zunge des Ochsen; vielleicht könnten wir dann die Freude besser spüren, schmecken und fühlen, die Du unter uns weckst;
wir wünschen uns die Einfachheit des Esels und die Schwerfälligkeit des Ochsen; vielleicht würden wir dann nicht ständig weglaufen vor dir, sondern an der Krippe stehen und das Wunder von Weihnachten bestaunen

Aus einer Weihnachtskarte
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24DEZ2009
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Weihnacht
Dunkle Tage
Dunkle Stunden
- Wer kennt sie nicht in seinem Leben
Am hellichten Tag umgibt uns Dunkelheit
- sie lässt sich nicht verscheuchen
Nur aufbrechen lässt sie sich von innen
- von der dunkelsten Stelle aus
Ein Kind wird geboren mitten im Dreck
- da bricht die Nacht auf
Gott kommt von innen auf uns zu wird geboren
- im dunklen Stall, in der dunkelsten Stelle in uns

Bruder Rakowski, Kapuzinermönch

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7370
Entschuldige, dass du so lange nichts von mir gehört hast. Die letzten Monate waren nur Arbeit. Nächte habe ich über Sternenkarten gebeugt verbracht. Habe den Himmel beobachtet, bin den Bewegungen der Gestirne gefolgt, habe Zusammenhänge gesucht. Warum bewegen sich die Sterne? Manche meinen, der Himmel würde sich in der Erde spiegeln und die Erde im Himmel. Man muss es nur lesen können. Ob etwas dran ist? Was glaubst du: Gibt es einen, der sieht? Der dort oben lenkt, was hier unten geschieht? Wenn man Nacht für Nacht in den Himmel schaut, dann ist das fast wie ein Gottesdienst: das Firmament, so weit, so majestätisch, ein einziges Blinken und blitzen. Und wenn ich dann an mein kleines Leben denke, das vor allem darin besteht, mein Soll zu erfüllen, dann frage ich mich: Ist das wirklich alles?

Der Sterndeuter Caspar an eine Freundin - Aus: der andere Advent
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22DEZ2009
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Auf einer Begrüßungstafel in einem Haus habe ich gelesen:

Friede dem, der kommt
Freude dem, der verweilt
Segen dem, der weiterzieht
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21DEZ2009
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In einem Leserbrief schreibt eine 70jährige Frau über Vorurteile:

Ich stand auf dem Landauer Bahnhof und wartete auf meinen Zug. Rechts neben mir standen zwei dunkelhäutige Männer und links kamen einige Schüler, ich schätze, sie waren etwa 15 bis 16 Jahre alt. Der Hosenboden hing ihnen bis in die Kniekehle, die Mützen waren nach hinten gedreht. Innerlich wappnete ich mich schon (ich bin 70 Jahre alt und klein), um den zwei dunkelhäutigen Männern zu helfen, falls sie von den „Rowdies“ angegriffen würden. Der Zug kam, und einer der „Schläger“ kam auf mich zu, und ich dachte, jetzt geht´s los. Er schaute mich an und fragte: „Kann ich Ihnen helfen, den Koffer in den Zug zu stellen?“ Seitdem bin ich sehr vorsichtig geworden mit der Bezeichnung „die Jugendlichen“.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7367
Die Adventszeit ist eine Einladung von Gott
Zum Gespräch mit Ihm
Zum Gespräch mit den Menschen
Zur Stille und Erholung
Zum Beten und Innehalten
Die Adventszeit ist eine Einladung an uns
Zum Wachwerden
Sich auf den Weg zu machen
Zum Suchen und Sehnen
Zum Glauben und Hoffen
Die Adventszeit ist eine Einladung
Heimzukommen
Auszuruhen
Bei Gott zu sein
So sei mit uns und segne uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist
Amen

Segen aus „missio konkret“
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