Manuskripte

SWR3 Worte

Ich suche den direkten Weg zu dir.
Ich will keine Schleichwege zu dir gehen.
Ich will mich nicht anbiedern. Ich will dich nicht kaufen mit Geschenken und Liebsein.
Ich will dich nicht überreden oder unter Druck setzen.
Das alles passt nicht zu uns. Ich will offen auf dich zukommen, und du sollst mich auf dem Weg zu dir sehen, wie ich bin.
Ich will dir Einblick geben in meine Wünsche und Ängste.
Ich suche Dich.

Ulrich Schaffer, Schriftstellerhttps://www.kirche-im-swr.de/?m=7002
30OKT2009
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Zum Thema Zivilcourage stand auf einem Plakat:
Zuschauer müssen
Bereit sein, ihre Sensationsgier und ihre Gleichgültigkeit aufzugeben
Wissen, wo und wie Hilfe zu finden ist.
Bereit sein, Hilfe zu holen
Lernen, einzugreifen
Lernen, Situationen zu entschärfen
Wissen, wie man Opfer schützen kann
Bereit sein, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen.

Bundeszentrale für politische Bildung „Zivilcourage lernen“https://www.kirche-im-swr.de/?m=7001
29OKT2009
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Einfach leben: Das ist die Vision für eine Erd-Charta. Sie hat zwei Betonungsmöglichkeiten: Einfach leben – ich will all das reduzieren, was unnötiger Ballast ist. Einfach leben – entdecken, was Leben heißt. Ich will ganzheitlich und freundlich leben.
Frank Meyberg, Chemiker (und Initiator der deutschen Fassung der Erd-Charta)

Frank Meyberg „Einfach leben“https://www.kirche-im-swr.de/?m=7000
Bei sich selbst anfangen, ist das Geheimnis jeden wirklichen Fortschritts: Nicht daran verzweifeln, dass so vieles schief läuft, sondern Schritt für Schritt mein Leben und meine Umwelt ändern. Nach dem Motto: Wenn du die Welt verändern willst, dann geh dreimal durch Dein eigenes Haus.


Franz Alt, Theologe „Bei sich selbst anfangen“https://www.kirche-im-swr.de/?m=6999
27OKT2009
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Ein Reisender kam in eine Stadt und hörte von einem berühmten Weisen, der dort wohnte. Er ging zu ihm hin und traf ihn in seiner Wohnung. Sofort fiel dem Reisenden die Kargheit der Wohnungseinrichtung auf. Bis auf einen Tisch und einen Stuhl in der Mitte des Raumes gab es keine Möbel. Die Wände waren kahl und der Boden mit rauen Platten belegt ohne jeglichen Teppich. Er staunte, denn er hatte eigentlich etwas ganz anderes erwartet. „Ja wo haben Sie denn Ihre Möbel?“ fragte er. Da antwortete der Weise: „Und wo haben Sie Ihre?“ „Entschuldigen Sie, aber ich bin doch hier nur auf der Durchreise!“ Der Weise erwiderte: „Ich doch auch!“
Pfarrer Wilhelm Olschewski

Pfr. Wilhelm Olschewski „Reisender sein“https://www.kirche-im-swr.de/?m=6998
26OKT2009
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Im Supermarkt oder bei der Post schaue ich mir die Schlangen vor den Kassen oder Schaltern ganz genau an und stelle mich dann an die längste Schlange, hintendran. Ganz langsam geht es vorwärts, ich bin nicht mehr eilig und gewinne dadurch Zeit, ein paar Minuten nur, aber Zeit, von der ich vorher noch gar nichts wusste. Ich schaue mich um, beobachte die Menschen, lasse einen Eiligen auch mal vor. Ich freue mich über die gewonnene Zeit und tanke Muße für diesen Tag.
Aus: „Von wegen nix zu machen“

Franz Meurer „Im Supermarkt“https://www.kirche-im-swr.de/?m=6997
25OKT2009
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Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird,
als eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte,
als eine Zeit, in der nachhaltige Entwicklung entschlossen auf den Weg gebracht wurde,
als eine Zeit, in der das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden neuen Auftrieb bekam
und als eine Zeit der freudigen Feier des Lebens.
Aus: der Erd-Charta, entworfen von der Ökumenischen Initiative Eine Welt

Erd Charta „Die Zeit gestalten“https://www.kirche-im-swr.de/?m=6996