Manuskripte

SWR3 Worte


Der Mars trifft auf einem Spaziergang die Erde und sagt: O je, wie siehst du denn aus?“ Darauf die Erde: Naja, ich hab Homo sapiens…
Darauf der Mars: Mach Dir keine Sorgen, das kenn ich, geht schnell vorbei…“

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Was verbindet Glaube und Naturwissenschaft? Der Physiker Harald Lesch sagt:
Der Zweifel. Er ist die produktivste menschliche Kraft. Als Gläubiger bin ich herausgefordert, meinen Glauben immer wieder aufs Neue zu deuten, ihn aufgrund neuer Erkenntnisse auch kritisch zu hinterfragen. Außerdem ist mein Glaube ein ganz starker Visionär, der immer in der Hoffnung lebt, dass alles gut wird. Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich noch all die Apfelbäumchen pflanzen, die zu pflanzen sind.

Harald Lesch: „Der Zweifel verbindet Glaube und Wissen.“ Interview, Sonntagsblatt, 13/2009
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Eine Mutter bat ihren Sohn, sich hinzusetzen, aber er wollte unbedingt stehen. Verärgert packte sie ihn schließlich und setzte ihn auf einen Stuhl. Einen Moment lang war es still. Dann sagte der Kleine: Außen sitze ich, aber innen stehe ich doch!
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Renate Künast über die biblische Schöpfungsgeschichte.

Gott hat den Menschen die Erde anvertraut. Für mich impliziert [die] Schöpfungsgeschichte ein Gebot des Respekts und der Achtsamkeit im Umgang mit der Natur. […] Leider hat das christliche Abendland die Schöpfungsgeschichte lange so interpretiert, als wäre der Mensch tatsächlich Herr über die Natur und daher berechtigt, sie zu verbrauchen. Die Einsicht, dass der Mensch selbst Teil der Natur ist und unweigerlich auch seine eigene Lebensgrundlage zerstört, wenn er die Umwelt schädigt und Tierarten ausrottet, war lange verschüttet und kommt uns erst allmählich wieder zu Bewusstsein. Wir müssen verstehen: Sie ist uns anvertraut.

„Suchet der Stadt Bestes“, Die neue Politikerbibel, hg. V. Karl Jüsten und Stephan Reimers, Friedrich Wittig Verlag 2006
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Guido Westerwelle zum biblischen Gebot: Du sollst dir kein Bildnis machen von dem was im Himmel oder auf der Erde ist.

Ich mache mir kein Bild von Gott. Wenn ich an ihn denke, sehe ich nicht eine Figur vor mir, sondern spüre ein Gefühl. Ein Gefühl des Halts, der Ruhe, der Hoffnung. Das soll man nie vergessen. Es gibt ja wie bei jedem anderen auch Momente, wo man Traurig ist und Hoffnung braucht, und der Gedanke an Gott wärmt einen.

„Suchet der Stadt Bestes“, Die neue Politikerbibel, hg. V. Karl Jüsten und Stephan Reimers, Friedrich Wittig Verlag 2006
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Frank-Walter Steinmeier über den Biblische Spruch: Unter den Übermütigen ist immer Streit; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.

Es gibt Menschen, die meinen, immer schon die richtige Antwort zu wissen. Und wenn zwei Seiten auf einander prallen, ist der Streit vorprogrammiert. […] Nur durch geduldiges Zuhören und Nachfragen entsteht eine gemeinsame Basis, de es erlaubt, alten Streit zu beenden und neuen Frieden zu stiften.

„Suchet der Stadt Bestes“, Die neue Politikerbibel, hg. V. Karl Jüsten und Stephan Reimers, Friedrich Wittig Verlag 2006
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Angela Merkel über den biblischen Spruch: Also bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, die Liebe ist aber die größte unter ihnen.

„Der Glaube ist das sichere Vertrauen auf Gott, zu dem der Mensch im Leben immer wieder Zuflucht nehmen kann. Die Hoffnung ist genau diese feste Zuversicht auf das, was von Gott an Heilsamen zu uns kommen wird, ohne jedoch schon gegenwärtig und erfahrbar zu sein. Die Liebe aber ist die entscheidende Kraft, die uns Gottes Nähe wirklich erfahren lässt, uns füreinander öffnet und uns über uns selbst und unsere alltäglichen Sorgen und Probleme hinaushebt. Sie ist das Band, das alles zusammenhält.“

„Suchet der Stadt Bestes“, Die neue Politikerbibel, hg. V. Karl Jüsten und Stephan Reimers, Friedrich Wittig Verlag 2006
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