Manuskripte

SWR3 Worte

Allen gewidmet, die heute heiraten:

Liebe heißt Ewigsein

Darin liegt alles.
Immer bei dem anderen Wesen sein wollen,
im anderen Wesen aufgehen wollen,
das andere Wesen sein wollen…
zwei in einem und eins in zweien.

Als ich dich fand, fand ich mich.
Als ich mich fand, fand ich dich.
Mein Ich besteht bei Gott aus Zweien.

Der Theologe Ernesto Cardenal
Zwischen den Zeilen: Gott, Judith Sixel

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Als der Meister gefragt wurde, ob es ihn denn nicht entmutige, dass alle sein Mühe anscheinend kaum Früchte trage, erzählte er die Geschichte von einer Schnecke.
Die brach an einem kalten, stürmischen Tag im späten Frühjahr auf, um den Stamm eines Kirschbaums empor zuklettern. Die Spatzen auf dem Nachbarbaum lachten über ihr Unterfangen. Da flog ein Spatz auf die Schnecke zu und piepste sei an:
„He du Dummkopf, siehst du nicht, dass auf dem Baum keine Kirschen sind?“
Der Winzling ließ sich nicht aufhalten und sagte: „Macht nichts, bis ich oben bin, sind welche dran.“

Anthony de Mello,

Aus: Weisheiten für die Seele, Gute Gedanken für alle Tage, hg. Von Sylvia Müller und Ulrich Sander, Herder Verlag

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Die Höflichkeit ist […] die kleine Schwester der Nächstenliebe. In der Höflichkeit bewährt sich die Nächstenliebe […] In der Höflichkeit wird die Nächstenliebe konkret und machbar. Wenn einen die Vorstellung der Nächstenliebe zu überfordern scheint, kann uns ihre kleine Schwester helfen, ein Stück der Nächstenliebe zu tun.“

Der Theologe Stefan Klaffehn

Aus Christliche Lebenskunst, Peter Bubmann, Bernhard Sill (Hg), Verlag Friedrich Pustet

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Wann ist man reich und glücklich? Der Arzt, Kabarettist und Glücksforscher Eckart von Hirschhausen sagt:

Den Nachhaltigsten Nutzen hat Geld, wenn man es für andere ausgibt. Das glaubt man nicht, bis man es ausprobiert hat. Im Kleinen, wie im Großen, von einer Tasse Kaffee, die ich jemanden schenke, bis zur Spende. Danach fühlt man sich selbst reicher.
Reich ist, wer weiß, dass er genug hat.

Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allen
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(Mitten im Tod sind wir vom Leben umfangen!) Gemeinsame positive Erlebnisse, aber besonders gemeinsame Anstrengungen, Bedrohungen und Stresssituationen schweißen einen zusammen. Ob man sich im Studium oder auf einer Fahrradtour gemeinsam abstrampelt, Schweiß ist ein guter Kitt, wenn Freundschaften halten sollen. […] Bewiesen wurde dies mit einem klassischen Experiment der Sozialpsychologie: Wer sich auf der Hängebrücke kennen lernt, bleibt häufiger in Verbindung, als wer sich auf dem Parkplatz neben der Hängebrücke kennen lernt. Das gemeinsam durchstandene Wackeln ist eine solide Grundlage.

Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allen
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Der Arzt, Kabarettist und Glücksforscher Eckart von Hirschhausen ermutigt uns

Die Sängerin Cher hat einmal gesagt: „Es ist nicht immer leicht, Cher zu sein – aber irgendjemand muss es ja tun.“
Setzen Sie statt Cher Ihren eigenen Namen in das Zitat ein, schreiben Sie es auf einen leeren Abreißkalender 365-mal auf und sagen Sie es sich jeden Tag neu: „Einer muss es ja tun, und wenn ich mein Leben nicht lebe – wer sonst?“

Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allen
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Erzähle uns Gott vom Anfang der Welt
Wie Du die Sterne geboren hast
In wildem Tanz und verwoben die Menschen
Mit Himmel und Erde
Flüstere Deine silbernen Träume
In unsere müden Alltagsohren
Erzähle uns Deine Geschichte ganz neu
Vom Suchen und Finden vom Ernten und Teilen
Vom gelobten Land hinter der Zeit
Deine Wahrheit zeichne uns ins zerrissene Herz
Sprich Deine Liebe in unsere Einsamkeit Gott
Und Deine Treue in unser ängstliches Leben
Schenke uns Gott Deinen luftigen Segen

Die Dichterin Carola Moosbach

Aus: Evangelischer Lebensbegleiter, hg. Von Norbert Dennerlein und Martin Rothgangel, Gütersloher Verlagshaus

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