Manuskripte

SWR3 Worte

Zum Valentinstag heute ein Wort über die Liebe aus dem Neuen Testament:

Wenn ich in allen Sprachen der Menschen redete
Und sänge in den Worten der Engel
Und keine Liebe wäre in mir,
gliche ich einer dumpfen Brummglocke
oder einem scheppernden Becken aus Blech.

Wenn ich Gottes Gedanken kennte
Und alle Geheimnisse wüsste

Wenn ich alle Weisheit der Welt besäße
Wenn mein Glaube die Macht hätte,
Berge zu versetzen.
Und keine Liebe wäre in mir,
so wäre ich nichts.

Die Liebe- ist langmütig und freundlich
Sie kennt keine Eifersucht. Sie prahlt nicht und bläht sich nicht auf.
Sie sucht keinen Vorteil und wird nicht bitter durch dunkle Erfahrung.
Sie rechnet niemandem Böses an.
Unvergänglich ist die Liebe.

Das Neue Testament, übers. Von Jörg Zink, Kreuz Verlag Stuttgart 1965
1. Korinther 13, 1-7


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Anleitung zum Glück für heute Freitag, den 13:

Verzichte darauf, immer siegen zu wollen,
das ist der Weg zum Frieden.

Scheue dich nicht, dann und wann den Kürzeren zu ziehen.
Das ist der Weg zur Gerechtigkeit.

Lass dir dann und wann etwas entgehen.
Das ist der Weg zur Rettung der Erde.

Sorge nicht immer nur für dich selbst.
Das ist der Weg zum Glück.

Setze dein Leben für etwas Lohnendes ein
Das dir keinen Lohn verspricht.
Das ist der Weg zur Erfüllung.

Beuge dich nicht dem Zwang, dich allzu sehr zu sichern.
Dann wird dir die Zukunft nicht verbaut sein. Sondern offen und begehbar.

Jörg Zink

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Heute vor 30 Jahren fand die erste Weltklimakonferenz statt. Dazu ein Wort von Hans- Dieter Hüsch:

Das ist wahr: die Völker beginnen zu wandern.
Die Armen klopfen an die Türen der Reichen und wenn wir den Frieden,
der zurzeit sich so dahinschleppt…
wenn wir diesen Frieden heilen wollen
müssen wir all unsere Zärtlichkeit
all unsere Fantasie aufbringen…..
und mit Geduld und Nachsicht
unter Gottes Himmel und Auf Gottes Erde das Zusammenleben üben.

Alle kleinlichen nationalen Sprüche gehören in die Steinzeit
Alle die meinen, sie könnten sie dürften über andere Menschen verfügen herrschen und herfallen
gehören in die Steinzeit…

Und in die Jetzt- Zeit heute und morgen
gehören all die
die mit Zärtlichkeit und Sanftmut ausgezeichnet sind.

Aus: Hans- Dieter Hüsch, Ein gütiges Machtwort, tvd- Düsseldorf 2006, S.82
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Was starrst du auf den Splitter im Auge deines Bruders
und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Und wie kannst du zu deinem Bruder sagen:
Komm Bruder, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen, wo doch der Balken in deinem eigenen Auge ist? Scheinheilig bist du.
Zieh erst den Balken aus deinem eigenen Auge, dann sieh zu, wie du den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehst.
Aus dem Matthäusevangelium

Die Bibel, Übersetzung Martin Luther, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 1985, Matth. 7, 1-5
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Gerald Hüther ist Hirnforscher, hat viel über die gesunde Entwicklung von Kindern nachgedacht. Kinder brauchen Selbstvertrauen und Vertrauen in Eltern. Das sind tolle Ressourcen, sagt er.

Aber die reichen offenbar noch nicht, weil natürlich die anderen auch verschwinden können, die können sterben, die können verloren gehen unterwegs.

Und deshalb ist es gut, wenn man noch eine dritte Vertrauensressource in sich trägt und die muss während der frühen Kindheit genauso angelegt werden.
Die heißt dann eben das Vertrauen, dass es wieder gut ist, oder

Vertrauen, dass man in dieser Welt gehalten ist
dass jemand schützend die Hand über einen hält.

Diese drei Vertrauensressourcen - in sich selbst- in Eltern- darin, gehalten zu sein- die Kindern mit auf den Weg zu geben ist viel wichtiger als dass die im Kindergarten englisch lernen.
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Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung,
der großen Männer und
der kleinkarierten Seelen,
der leichten Profite
und der schwierigen
Beziehungen.

Es ist die Zeit
der schnellen Reisen,
der Wegwerfwindeln und
der Wegwerfmoral,
der Beziehungen
für eine Nacht und
des Übergewichts…

Sagt dem geliebten Menschen:
„Ich liebe Dich“
und meint es auch so.

Ein Kuss und eine Umarmung,
die von Herzen kommen,
können alles Böse wiedergutmachen.

Geht
Hand in Hand und schätzt die Augenblicke,
wo Ihr zusammen seid,
denn eines Tages wird dieser Mensch
nicht mehr neben Euch sein.

George Carlin,
US-Schauspieler und Komiker nach dem Tod seiner Frau

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Stehen bleiben müsste man
Und keinen Schritt mehr tun.

Nur sehen, nichts als sehen, mit den Ohren hören.
Und fragen, was wohl wäre, wenn es alles das nicht gäbe.
Leere Öde wäre.

Stehen bleiben und die Augen schließen.
Einen Tropfen Wasser sehen oder kosten.
Eine Weile nichts als sein
und dann verstohlen fragen:

Gibt es außer Wunder sonst noch was?

Vreni Merz
In Publik Forum, 30. Jan.09
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