Manuskripte

SWR3 Worte

„Ich habe die ganze Welt
auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.
Als ich wieder nach Hause kam,
sah ich ihn an der Tür meines Herzens stehen,
und er sprach:
Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten.
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.“

Ein Bildwort des Persischen Mystikers Rumi
zitiert nach: „Werkstatt für Liturgie und Predigt“ 11/2008


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„Ich wünsche dir,
dass du arbeitest, als würdest du kein Geld brauchen,
und dass du liebst, als hätte dich noch nie jemand verletzt.
Ich wünsche dir,
dass du tanzt, als würde keiner hinschauen,
und dass du singst, als würde niemand zuhören.
Ich wünsche dir,
dass du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.“

Ein Irischer Segenswunsch
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Der Bergsteiger Walter Nones hat beim Aufstieg auf den Nanga Parbat
gesehen, wie sein Freund in den Tod stürzte. Er sagt:
„Dass meine zwei kleinen Söhne mich wieder umarmen können
und seine Kinder nicht, das ist sehr bitter.
Aber es ist Teil des Schicksals, auf das wir Menschen keinen Einfluss haben.
Wir waren gut trainiert, hatten alles sorgfältig geplant.
Deshalb will ich mir keine Schuldgefühle einreden lassen.
Der Tote hätte auch ich sein können.
Deshalb musst du den Tod eines Freundes auch annehmen.
Wenn es eine Lektion des Nanga Parbat für mich gab,
dann die, durchzuhalten,
jedem Hindernis auf angemessene Weise zu begegnen,
anstatt aufzugeben.“

Walter Nones im Interview mit Martin Knobbe und Daniela Horvath,
in: „Stern“ 33/2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=5293
Der Bergsteiger Karl Unterkircher ist beim Aufstieg auf den Nanga Parbat tödlich verun-glückt.
In seinem Tagebuch hat er auch über den Tod geschrieben:
„Wir sind geboren,
und eines Tages werden wir sterben.
Dazwischen liegt das Leben.
Wir sind in Gottes Hand.
Wenn er ruft, dann müssen wir gehen.“

Walter Nones im Interview mit Martin Knobbe und Daniela Horvath,
in: „Stern“ 33/2008

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Heute ist der Gedenktag an die Opfer des Holocaust.

Ulrich Schaffer lädt dazu mit folgenden Worten ein:

Es gibt ungewöhnliche Stunden,
da wird uns klar,
dass wir unser Leben ändern müssen.
Es ist,
als klopften wir bei uns selbst an,
um uns einzuladen,
neue Wege zu wagen.

Ulrich Schaffer,
zitiert nach: Postkarten-Motiv von János Angeli, Reutlingen.

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Der ehemalige CDU-Bundesminister Norbert Blüm auf die Frage, ob Jesus heute Mitglied der CDU wäre:
„Jesus wäre heute wohl in keiner Partei.
Jesus hat gesagt: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Aber dass denen, die nach der Gerechtigkeit dürsten,
das Himmelreich gehört,
das hat Jesus gewusst und gepredigt.
Es geht um gesellschaftliche Gerechtigkeit.
Humanität ist nicht utopisch.
Wenn Globalisierung nur bedeuten soll,
so billig wie möglich zu produzieren,
dann müssen wir die Kinderarbeit einführen.“

Norbert Blüm im Interview mit Fritz Friedebold und Ulrich Machold;
in: „Vanity fair“, 30+31/2008
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Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher ist bei einem Autorennen ge-startet, als seine Mutter starb.
Er sagt:
„Wir wussten, wie es um unsere Mutter stand;
wir hatten uns schon damit auseinandergesetzt.
Das war wahrscheinlich das einzige Rennen,
bei dem praktisch gar nicht über Funk geredet wurde.
Ich muss aber gestehen, dass das Cockpit in dieser Situation
wahrscheinlich der beste Ort war.
Ich war absolut alleine.“

Michael Schumacher im Interview mit Christian Kämmerling;
in: „Zeit-Magazin“ 52/2008

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