Manuskripte

SWR3 Worte

24JAN2009
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Heute ist der Namenstag des heiligen Franz von Sales. Von dem im 16. Jahrhundert lebenden Bischof ist folgende Anekdote überliefert:

Ein Mitbruder ärgerte sich oft über Franz von Sales; so einmal, als er zum Essen zu spät kam, weil ihn ein Dienstmädchen sprechen wollte. Der jüngere Mitbruder beschwerte sich ausgiebig bei Franz, weil er das Essen kalt werden ließ. Als dann Franz lächelte, fragte der Jüngere nach dem Grund. "Wenn du es unbedingt wissen willst", antwortete Franz von Sales, "ich dachte an eine sehr glückliche Frau." Der Mitbruder war natürlich neugierig, um welche Frau es sich handelte. Und Franz antwortete: "An die Frau, die du nicht geheiratet hast." https://www.kirche-im-swr.de/?m=5261
„Wir wollen „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft.“ Die Öffentlichkeit soll gerade 2009 auf die Menschen schauen, die am Rande der Gesellschaft leben.
Es geht um die Frage, ob man sich abwendet, gelangweilt, vielleicht auch in der Furcht, diese Not könnte einem zu nahe kommen und könnte ein Spiegel sein: Auch du bist nicht sicher? Auch du kannst in meine Situation kommen?
Oder reagiert man freundlich, zugewandt, sieht im anderen den Menschen, der Hilfe und Unterstützung braucht, aber nie das Recht auf einen respektvollen Umgang verliert?!
Es geht darum sich selbst zu prüfen, wie man sich im Umgang mit Menschen am Rande verhält.“

Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, zum Jahresmotto „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=5260

Auf dem Hintergrund der Finanzkrise schreibt Papst Benedikt XVI.:

Alle Menschen bilden nach dem Plan Gottes eine einzige Familie. In dieser Familie sollen Einzelpersonen, Völker und Nationen ihr Verhalten verantwortlich regeln.
Die Finanzkrise hat jedoch gezeigt, dass Finanzmakler ohne Rücksicht auf das Allgemeinwohl gehandelt haben. Ein auf kürzeste Gewinne eingeengtes Finanzwesen ist gefährlich für alle. Die wichtigste Funktion des Finanzwesens ist es vielmehr, langfristig die Möglichkeit von Investitionen zu unterstützen und somit die Entwicklung der einen Menschheitsfamilie zu fördern.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5259
20JAN2009
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(Amtsantritt Barrak Obama)

Barrak Obama wird heute zur Nummer 1 der USA. Ich wünsche ihm, dass er verwirklichen kann, was Jesus in der Bibel über die Nummer 1 gesagt hat:

„Als sie nach Karfanaum kamen fragte Jesus die Jünger: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5258
Vor der Frankfurter Börse stehen ein bronzener Bulle (für steigende Kurse) und ein Bär (für sinkende Kurse). Wenn ich an die Finanzkrise denke, fällt mir dazu folgende Bibelstelle aus der Offenbarung ein:

Ein Engel rief mit lauter Stimme: Wer das Tier und sein Standbild anbetet und wer das Kennzeichen auf seiner Stirn oder seiner Hand annimmt, der muss den Wein des Zornes Gottes trinken. Und alle, die das Tier und sein Standbild anbeten und die seinen Namen als Kennzeichen annehmen, werden bei Tag und Nacht keine Ruhe haben. Hier muss sich die Standhaftigkeit der Heiligen bewähren, die an den Geboten Gottes festhalten.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5257
Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Man braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ In ihm steckt vor allem ein Gedanke: dass eine Gemeinschaft von Menschen mehr vermag als Einzelne allein. Doch diese Gemeinschaft von Menschen, die die Sorge für die gelingende Erziehung von Kindern mitträgt, ist keine Selbstverständlichkeit. Schön, wenn Menschen Gemeinschaft schaffen, um Kindern Hoffnung zu geben.

Bundespräsident Horst Köhler
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5256