Manuskripte

SWR3 Worte

15NOV2008
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Wenn ich mit Gott über die Welt spreche, ist das Gebet
Wenn ich mit der Welt über Gott spreche, ist das Zeugnis.
Wenn ich den von Gott empfangenen Segen mit anderen teile, ist das Liebe.
Gott, hilf uns zum Zeugnis und zur Liebe.
Das ist mein Gebet.

Johnson Gnanabaranam aus Indien
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Christ oder Christin sein heißt nicht, dass uns das Schlaraffenland oder das Paradies auf Erden versprochen ist. Es heißt vielmehr, in der Hoffnung auf ein Mehr zu leben, welches mein Leben bestimmt; ein Mehr auf das ich mein Leben ausrichte. Es bedeutet schon im hier und jetzt so zu leben, dass ich und die anderen merken:
Mir ist etwas wichtig, was sich rein menschlichen Maßstäben entzieht.

Aus: Seid meine Zeugen
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13NOV2008
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Ein Pfarrer hat zum Schrecken vieler Hochzeitsgäste seine Trauungsansprache häufig so begonnen: „Wer glücklich werden will, soll nicht heiraten!“ Dann habe er eine Pause gemacht, um danach fort zu fahren: „Wer glücklich machen will, der soll heiraten. Er wird glücklich werden.“

Aus einer Predigt des Speyrer Weihbischof Otto Georgens
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Guter Gott
Du schenkst uns diesen neuen Tag zu unserem Heil
Lehre uns heute, in allen Menschen dir zu begegnen und in den Armen und Betrübten dich zu erkennen
Lass uns heute mit allen in Frieden leben und keinem Böses mit Bösem vergelten.
Amen

Aus einem Morgengebet
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11NOV2008
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(St. Martin)

Du bist Nachbar
und ich auch.
Dein Nachbar wollte ich sein,
weil ich hier wohne.
Und dass ich hier wohne,
wollte ich dir erzählen,
weil ich Nachbar bin.
Ich blicke in die Ferne
und träume,
dass ich dir die Hand gebe,
dass wir zusammen etwas trinken,
dass ich mit dir lache,
dass wir beide einen Baum pflanzen
gegen die Angst
vor dir und vor mir,
dass wir die Stille
lautstark erzählend begraben,
dass wir den Fremdenhass
in den tiefsten See werfen,
und ein Schild aufstellen:
"FISCHEN VERBOTEN";
dass wir uns sehen
und vielleicht kennen,
weil wir Nachbarn sind.

Jean-Felix Belinga, Autor aus Kamerun

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Die Erde ist unser gemeinsames Haus. Wenn wir an unsere Energieversorgung denken, dann sollten wir das nicht nur aus einer westlichen Perspektive heraus tun, sondern im Interesse aller Menschen handeln:
Das heißt erstens, wir müssen unsere hohen Konsum-Standards überdenken und lernen zu verzichten.
Zweitens müssen wir uns anstrengen Energie effizienter zu nutzen.
Und drittens sollten wir gerade mit den armen Ländern fairer umgehen, die uns Energie liefern und die häufig von uns ausgenutzt und gedemütigt werden.

Papst Benedikt XVI.
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09NOV2008
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Wieso müssen so viele Menschen auf der Welt hungern? Papst Benedikt XVI. nennt eine der Hauptursachen dafür:
Es liegt daran, dass viele Verantwortliche dazu neigen nur oder hauptsächlich aus praktischen oder wirtschaftlichen Erwägungen heraus zu handeln. Sie vergessen die ethische Dimension »den Hungernden zu essen zu geben«. Sie vergessen die Liebe. Es geht nicht einfach nur um materielle Hilfe – niemanden verhungern zu lassen. Sondern wir brauchen zusätzlich Mitleid und Solidarität mit denen, die unsere Hilfe benötigen.
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