Manuskripte

SWR3 Worte

„Worte sind magisch.
Worte können verändern.
Wenn du nicht sagst, dass du vergibst,
kannst du nicht vergeben.
Deshalb musst du sagen: Ich vergebe.
Das ist wie eine Massage für die Seele.”

Ingrid Betancourt, frühere Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien und viele Jahre in Geiselhaft, nach ihrer Befreiung im Juli
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4464
Je mehr wir das Universum erforschen, umso mehr finden wir darin eine Zweckmäßigkeit vor, deren vom Geist gelegte Spuren unsere Bewunderung erregen. Auf ihnen entdecken wir wieder den Schöpfer Geist, dem auch wir unseren Verstand verdanken. …
Wir stellen fest, dass das unendlich Große, das Sternenall, gelenkt wird von der Kraft einer Ratio … Aber ebenso erfahren wir täglich mehr über das unendlich Kleine, über die Zelle, über die Grundbausteine des Lebens. Hier nun entdecken wir eine Vernünftigkeit, die uns so sehr in Staunen versetzt, dass wir … sagen müssen: „Wer das nicht sieht, ist blind. Wer das nicht hört, ist taub. Und wer hier nicht anfängt zu beten und den Schöpfer Geist zu preisen, ist stumm“...

Kardinal Josef Ratzinger, 1981: Schöpfungs-Spuren
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4463
Als ich Ministerin werden sollte – was wahrlich nicht auf meinem Lebensplan stand – da bin ich in eine Kirche gegangen. Ich hatte ein flaues Gefühl im Magen, ob ich diese Aufgabe packen würde. Da habe ich das Gespräch gesucht – mit Gott. Mit wem sonst? Ich habe Zwiesprache mit ihm gehalten. Das war aber nichts Mystisches oder Dramatisches. Weder hatte ich eine Erscheinung noch sprach Gott zu mir wie in den Don-Camillo-Filmen.
Als ich die Kirche verließ, war ich mir sicher, dass Gott mich begleiten würde auf meinem Weg ins Kabinett. Deshalb habe ich meinen Amtseid mit der Berufung auf Gott abgeleistet. Demonstrieren wollte ich damit nichts.

Andrea Fischer, Grüne Bundesgesundheitsministerin von 1998 bis 2001
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4462
Wer die Liebe richtig erfasst, der wird weder in der Höhe noch in der Tiefe daneben greifen, denn die Liebe ist die Mitte; sie versteift sich nicht, sie zerstreut und zerfließt nicht, weil sie (selbst) in der Asche von allem Sein bleibt.
Der Himmel ist überall, wo Menschen mit Gott in Liebe zu den Mitmenschen und zu sich selber erfüllt sind. In der Liebe schließt sich der Lauf der Welt.

Hildegard von Bingen über die Kraft der Liebe –
Glückwunsch für alle Hildegards zum Namenstag heute!


https://www.kirche-im-swr.de/?m=4461
„Ich denke, (meine Gefangenschaft) war auch eine Quelle der Bereicherung, spiritueller Bereicherung, die es möglich machte, etwas über die Lage des Menschen zu lernen. Vielleicht hätte ich nicht das Gleiche gesagt, wenn ich während meiner Gefangenschaft gefragt worden wäre, aber jetzt, wo ich frei bin, kann ich sagen, dass ich viel gelernt habe. Und dass ich, denke, es war eine Möglichkeit zu wachsen wenn es auch schwierig war für mich und die anderen,. Am Leben zu sein ist ein Geschenk Gottes, und frei zu sein ist kostbar.”

Ingrid Betancourt, frühere Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien und viele Jahre in Geiselhaft, nach ihrer Befreiung im Juli
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4460
Verlieren wir nicht unsere Zeit. Man soll nicht auf den nächsten Tag verschieben, was man heute machen kann: die Gräber quellen über von guten Vorsätzen. Und überhaupt: wer könnte sagen, dass wir morgen noch am Leben sein werden? Hören wir auf die Stimme unseres Gewissens; es ist die Stimme des Propheten: „Hört ihr seine Stimme heute? Verhärtet nicht euer Herz.“ …
Wir besitzen nur den gegenwärtigen Augenblick: seinen wir also wachsam und leben wir ihn, wie wenn uns ein Schatz anvertraut wäre. Die Zeit gehört uns nicht; vergeuden wir sie nicht.

Hl. Pater Pio – Was du morgen kannst besorgen…
- Buona giornata 5, 3/1
geschrieben im Jahr 1908

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4459
Regelmäßig in die Kirche!
Klar! (Manager sollten regelmäßig in die Kirche gehen.) Denn der Glaube braucht wie die Liebe auch mal die körperliche Anwesenheit. Außerdem tun regelmäßige Unterbrechungen dem Menschen gut. Schon die antike Philosophie wusste, dass der Kult den Menschen herausreißen kann aus dem Alltagstrott. Denn der Gottesdienstbesuch ist mitunter die einzige Zeit in der Woche, in der wir keine Rolle spielen – als Vorgesetzter oder Untergebener, als Sohn oder Vater, als Ehemann oder Nachbar. Im Gottesdienst können wir wenigstens diese eine von 168 Wochenstunden wir selbst sein – wir selbst vor Gott.

Dr. Manfred Lütz, Arzt und Psychiater: Wozu mache ich das eigentlich?

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4458