Manuskripte

SWR3 Worte

Der Fußballspieler Gerald Asamoah sagt über den Glauben:

„Als mein Herzfehler entdeckt wurde,
brach für mich eine Welt zusammen.
In dieser Zeit habe ich mir viele Fragen gestellt:
Was wird aus mir werden? Gibt es nicht doch noch eine Chance?
Ich wusste, dass mir Menschen
in dieser schwierigen Situation nicht mehr helfen können,
und habe begonnen, Gott um Hilfe zu bitten.
Und Gott hat mein Vertrauen in seine Hilfe mehr als belohnt!
Ich habe gelernt, mich in allem, was ich tue,
auf ihn zu verlassen.
Und so habe ich auch keine Angst,
mit dem Restrisiko meiner Krankheit zu leben,
denn seitdem ist Gott allein meine Sicherheit.“


Zitat von Gerald Asamoah, nach: www.Fußball-Gott.com, 20. Mai 2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4091
Der evangelische Bischof Wolfgang Huber sagt über den Zweifel:

„Der Zweifel hat einen ziemlich großen Platz in meinem Glauben,
nämlich insbesondere auch als ein Zweifel an mir selbst
und an den menschlichen Fähigkeiten,
alle Probleme zu lösen und zum Guten zu wenden.
Insofern sehe ich auch im Gotteszweifel
ein lebendiges Element des Glaubens.
Ich bin davon überzeugt, dass Glauben im Sinne Jesu
den Respekt gegenüber den Zweiflern einschließt.“


Bischof Wolfgang Huber im Gespräch mit Peter Wensierski und Stefan Berg,
Titel: Es gibt die Pflicht zur Selbstkritik, in: Der Spiegel 20/2008, 10. Mai 2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4090
Der brasilianische Fußballspieler Cacau sagt über den Glauben:

„Kein Mensch kommt als Christ auf die Welt.
Man muss sich entscheiden, ob man mit Gott leben will oder nicht.
Bei mir hat es damit angefangen, dass mir eines Tages ein Mitspieler
von Jesus und über die Liebe Gottes erzählt hat.
Ich verstand nicht, was er meinte;
aber ich fand es so interessant,
dass ich ihn das ganze Wochenende ausfragte.
Und die Fragen, wie man Gott entdecken kann,
beschäftigen mich seitdem.“


Zitat von Cacau,
nach: www.Fußball-Gott.com, 20. Mai 2008


https://www.kirche-im-swr.de/?m=4089
Der Dalai Lama sagt über die Feindesliebe:

„Manchmal entschlüpft mir ein böses Wort – schlimm genug.
Aber nein, Wut kenne ich nicht;
denn Wut bedeutet, jemandem Schaden zufügen zu wollen.
Mein Glaube hilft mir,
solche negativen Emotionen zu überwinden
und mein Gleichgewicht zu finden.
Was vielleicht daran liegt,
dass ich selbstverständlich auch für die Chinesen bete.
Für ihre Führung.
Und auch für die diejenigen, die Blut an den Händen haben.“


Der Dalai Lama im Gespräch mit Erich Follath und Padma Rao,
Ich bete für Chinas Führung, in: Der Spiegel 20/2008, 10. Mai 2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4088
„Religion war niemals nur Privatsache.
Ich habe nie verstanden,
wie man einen angeblichen Rückzug der Religion behaupten kann.
Und gleichzeitig feststellen muss,
dass die Veränderungen von 1989 in der DDR und in Polen
ohne die Kirchen nicht zustande gekommen wären.
Und daneben gibt es eine neue Zuwendung zu Spiritualität:
Es gibt neues Leben in Kirchengemeinden,

Bischof Wolfgang Huber,
Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
in Kommunitäten, in Klöstern und auf Pilgerwegen.“


Bischof Wolfgang Huber im Gespräch mit Peter Wensierski und Stefan Berg,
Titel: Es gibt die Pflicht zur Selbstkritik, in: Der Spiegel 20/2008, 10. Mai 2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=4087
Der brasilianische Fußballspieler Zé Roberto sagt über den Glauben:
„Ich bin froh,
dass ich Jesus mein Leben anvertraut habe.
Immer bin ich im Gespräch mit Gott.
Ich vertraue ihm,
dass mein Leben in seinem Sinn verläuft.
Ich habe mir geschworen,
niemals einen Fußballverein über Gott zu stellen.“

Zitat von Z´Roberto


in: Marburger Medien KPO40
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4086
Der ehemalige Fußball-Torwart Oliver Kahn
sagt über den Sinn des Lebens:
„Jeden Tag habe ich mich mit Fußball beschäftigt;
jeden Tag länger und härter trainiert als alle anderen;
jede Möglichkeit genutzt, darüber nachzudenken,
was ich besser machen kann.
Und dann, eines Tages, kippt das System:
Wenn ein Kind auf die Welt kommt,
dann relativiert sich der Fußball.
Wenn man mit der Drogenproblematik von Jugendlichen zu tun hat
und deren Schicksale kennenlernt,
dann relativiert sich der Fußball.
Wenn man mit Freunden deren Sorgen und Probleme teilt,
dann relativiert sich der Fußball.“

Oliver Kahn im Spiegel-Gespräch


Dann weine ich halt, in: Der Spiegel 20/2008, 10. Mai 2008
https://www.kirche-im-swr.de/?m=4085