Manuskripte

SWR3 Worte

Für mein Leben möchte ich gern fröhlich, heiter und gelassen sein.
Nicht nur für mich allein, sondern auch um andere Menschen anzustecken.
[…] Aber ich weiß, dass ich’s nicht von selber kann.
Dass Fröhlichkeit, die durchhalten und ansteckend wirken soll, […] eine Gottesgabe ist.
Genauer gesagt: eine Sache der bewussten Gotteskenntnis und der Zustimmung zu dem, was Gott mit mir vorhat;
Ob ich’s nun verstehe oder nicht.
Für mich ist das ein Grund zum Fröhlichsein,
daß Gott heute und immer für mich da ist.
Ich bin fröhlich, weil ich Hoffnung habe.

Hannelore Frank (1927-1973)

Evangelisches Kirchengesangbuch. Ausgabe für die Landeskirche in Württemberg. Stuttgart 1996
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3705
Du hast eine glückliche Anlage in Dir: Du kannst Dich freuen.
Freue Dich soviel Du kannst; Freude macht stark.
Sich recht freuen heißt in allem Gott sehen und seine Liebe,
dort, wo es heiter und freundlich aussieht,
aber auch dort, wo es einmal nicht so geht, wie Du es wohl wünschst. Das ist nicht immer leicht.
Es ist das Unbegreifliche und doch Wahre, Wirkliche und Lebendige, an dem Freude sich entzündet.
Darum ist rechte Freude selbst immer etwas Unbegreifliches, sowohl für die anderen als auch für den, der sie empfindet.
Freude ist einfach da.

Dietrich Bonhoeffer

In: Manfred Weber (Hg.), Freiheit zum Leben. Dietrich Bonhoeffer für Jugendliche, Gütersloh, 4. Aufl. 2006, ohne Seitenangabe (unter „F“ wie Freude)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3704
Armin Maiwald ist der Experte für schwierige Fragen aus der „Sendung mit der Maus“. Ob es Gott oder „etwas Höheres“ gibt? Er meint:

„Also, ich bin ja ein Zweifler. Ich arbeite sehr viel wissenschaftlich, und da gilt: Je mehr man die Dinge erforscht, desto mehr Fragen bleiben offen. Man löst eine Frage, und es gibt sieben neue!
Da stellt man sich natürlich die Frage: Kann das alles Zufall sein?
Und da muss man eigentlich eher sagen: Nein, so ganz zufällig kann das nicht sein: Da muss es irgendeinen Plan geben, wie immer der nun auch gestaltet sein mag.

Armin Maiwald

anp – Auf neuem Pfad, Zeitschrift des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), (ISSN 1651-2441), 01/2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3703
Mich trösten Abendlied und Morgenstern
und Himmelsschlüssel, Ringelblume, Mohn soviel die Vase fasst.
Dennoch mein Gott, der Weg ist mir noch fern,
den Du mir zugedacht […] hast.

Gott, halte mich jetzt fest!
Und lass die Hoffung in mir ranken wie ein starkes Tau,
an dem man höher steigen und mehr sehen kann:
Du kannst mein Lachen nicht für diese kurzen Tage nur erschaffen haben […]

Füge mich in Deine Pläne sanft hinein
- Du allezeit mich Liebender – und lehre mich und lass mich spüren:
Hier wie dort bin ich in Gottes Hand!

Ursula Matenaer, Lyrikerin

Evangelisches Kirchengesangbuch. Ausgabe für die Landeskirche in Württemberg. Stuttgart 1996https://www.kirche-im-swr.de/?m=3702
Konstantin Wecker über den Monat Mai:

Dass dieser Mai nie ende und nie mehr dieses Blüh’n!-
Wir sollten uns mal wieder um uns bemüh’n.

Uns hat die liebe Erde doch so viel mitgegeben.
Dass diese Welt nie ende, nur dafür lasst uns leben!

Dass dieser Mai nie ende!
Ach Sonne, wärm uns gründlich!

Konstantin Wecker

Nur dafür lasst und leben, CD Meisterstücke (Polydor) 2001, Lied 2.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3701
Johann Wolfgang von Goethe über den Monat Mai:

Wie herrlich leuchtet mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten aus jedem Zweig
und tausend Stimmen aus dem Gesträuch
und Freud und Wonne aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!

Du segnest, Gott, herrlich das frische Feld,
im Blütenddampfe die volle Welt!

Johann Wolfgang von Goethe

Maifest, in: J.W. v. Goethe, Sämtliche Werke, Bd. 1, Artemis Gedenkausgabe, München 1977
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3700