Manuskripte

SWR3 Worte

In Ghana leben Christen und Muslime harmonisch zusammen, so der ghanesische Bischof Nuolabong. Er erzählt:
In der Pfarrei Han in der Diözese Wa zum Beispiel haben muslimische Jugendliche der christlichen Gemeinde beim Bau einer katholischen Kirche geholfen. Kooperation gibt es in allen Bereichen des Alltags. Ebenso bestehen gemeinsame Projekte im Bereich von Erziehung, Gesundheit, Landwirtschaft, Sport und Armutsbekämpfung. Gemeinsam werden auch soziale Themen aufgegriffen, wie z.B. Aids. Möglich ist das, wenn Christen und Muslime bereit sind, die persönliche Begegnung zu suchen und Brücken der Freundschaft bauen.

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Ein kleiner Junge bemühte sich vergeblich, einen schweren Gegenstand aufzuheben. Da trat sein Vater ins Zimmer. Er sah, wie der Kleine sich quälte. „Hast du auch all deine Kraft zusammengenommen?“ fragte er. „Ja, natürlich“, kam die ungeduldige Antwort. „Nein, entgegnete der Vater, „du hast mich noch nicht um Hilfe gebeten!“

Aus einem Andachtsbuch zu dem Bibelspruch „Ich vermag alles durch Christus.“

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Religiöser Fanatismus war und ist bis heute immer noch häufig die Ursache für Kriege oder Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe, schon Kindern verständlich zu machen, dass keine Religion für sich beanspruchen kann, die einzig richtige zu sein. Jeder Mensch darf für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Diese Freiheit hat Gott den Menschen geschenkt. Es geht vielmehr darum, dass ein religiöses Verständnis der Welt – so unterschiedlich es auch sein mag – die Menschen verbindet.

Aus: „Kinder fragen wo wohnt der liebe Gott?“
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Wenn Gott das Gute für die Menschen will und allmächtig ist, warum verhindert er dann den Krieg nicht?
Kinder fragen oft grundsätzlich. Und wir wissen oft keine Antwort. Kinderfragen sind manchmal auch unangenehm. Denn sie machen uns deutlich, dass wir selbst diesen letzten Fragen ausweichen.
Wenn Sie mit Ihrem Kind etwas Schwieriges besprechen, nehmen Sie sich Zeit. Ihr Kind soll spüren, dass es mit schwierigen Fragen nicht allein gelassen wird. Geben Sie zu, dass Sie selbst auch manchmal keine Antworten auf schwierige Fragen haben. Versuchen Sie Ihrem Kind zu erklären, wie Sie mit Dingen umgehen, die Ihnen Angst machen oder die Sie nicht beeinflussen können.

Aus: „Kinder fragen wo wohnt der liebe Gott?“
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In einer Anekdote unterhalten sich Papst Pius XII. und Albert Einstein.

Einstein sagte: "Ich achte die Religion, aber ich glaube an die Mathematik. Bei Ihnen, Eminenz, wird es umgekehrt sein." Pius XII.: "Sie irren. Mathematik und Religion sind für mich nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit." Einstein war erstaunt: "Aber wenn die mathematische Forschung nun eines Tages ergäbe, daß gewisse Erkenntnisse der Wissenschaft denen der Religion widersprechen?" Pius XII. lächelte: "Ich schätze die Mathematik so hoch, daß Sie, Herr Professor, in solchem Fall nie aufhören sollten, nach dem Rechenfehler zu suchen."
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Während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Lima, Peru, hörte ich zum ersten Mal den Ausdruck „umgekehrte Mission“. Ich war vom Norden in den Süden gekommen, um den Armen zu helfen. Doch je länger ich bei den Armen lebte, desto klarer wurde mir, dass es eine andere Mission gab, die Mission vom Süden nach Norden. Bei meiner Rückkehr war ich davon überzeugt, dass meine Hauptaufgabe darin bestehen würde, die Menschen im Norden zur Umkehr zu rufen.

Henri Nouwen, Theologe
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Christsein bedeutet Heranwachsen zum ganzen Menschen. Der Glaube amputiert uns nicht. Er vergällt uns nicht die schönen Seiten des Lebens. Im Gegenteil: Der lebendige Geist Gottes durchtränkt alles mit einer bejahenden, liebenden Kraft. Einer Kraft, die in die tiefsten Abgründe von Leid und Tod hineindringt, um den göttlichen Lebensfunken in uns zu wecken. Der Glaube schenkt uns reinen Wein ein über uns Menschen und unsere Welt – und daher hat er die Kraft, diese Welt zu verwandeln. Der Glaube vermag in uns die besten Kräfte zu wecken. Wir brauchen uns nicht zu verstecken.

Der neue Speyrer Bischof Wiesemann – zu seiner Amtseinführung
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