Manuskripte

SWR3 Worte

Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder sagt über seinen Glauben:

„Viele Menschen haben im eigenen Leben überhaupt keinen Halt mehr.
Fußball gibt denen dann neunzig schöne Minuten.
Sie können als Fans aus ihrer Welt und vor ihren Problemen fliehen,
und manche finden im Fußball tatsächlich ihren Lebensinhalt.
Aber dennoch: Der Fußball lenkt dich zwar ab von deinen Problemen,
aber er gibt keine Antwort auf deine Probleme.
Das ist der große Unterschied zur Religion.“

Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni
Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten
FAZ Nr. 117, 20. Mai 2006

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3274
„Hoffnung ist gefährlich.
Denn Hoffen heißt, an das Abenteuer der Liebe glauben.
Hoffen heißt, Vertrauen zu den Menschen haben.
Hoffen heißt, den Sprung ins Ungewisse tun
und sich ganz Gott überlassen.
Die Hoffnung, die das Risiko scheut,
ist keine Hoffnung.“

Helder Camara

in: Für jeden freien Tag
AMD Stuttgart 1975

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3273
„Einem Menschen vergeben heißt nicht,
das, was er getan hat, für ungeschehen erachten,
nicht wahrhaben wollen oder schlicht vergessen.
Vergeben kann unter Umständen bedeuten,
gerade nicht zu vergessen.
Vergeben heißt: die Vergangenheit eines Menschen
nicht als Einwand gegen seine Zukunft anzusehen.
Vergebung heißt nicht das ´Ja` zu einer vergangenen Schuld,
wohl aber das ´Ja` zu einem Menschen
mit seiner vergangenen Schuld.“

Lothar Zenetti
An jedem neuen Tag
AMD Stuttgart, 1976
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3272
Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder sagt über den Glauben:

„Religion und Glaube sind ein wichtiger Teil meines Lebens.
In meiner Familie waren christliche Traditionen immer wichtig.
Als Jugendlicher emanzipiert man sich ja irgendwann vom Elternhaus,
und viele verlieren in diesem Alter
dann auch den Zugang zur Kirche und zum Glauben.
Ich habe einen persönlichen Zugang zur Kirche gefunden.
Aber ich glaube nicht an einen Fußball-Gott.“

Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni
Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten
FAZ Nr. 117, 20. Mai 2006

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3271
Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder sagt über die Seele:

„Wir Leistungssportler gehen ja oft einen sehr extremen Weg.
Wir beanspruchen unseren Körper und auch unsere Seele oft übermäßig.
Ich sehe das mittlerweile durch meine langen Verletzungen
als einen sehr gefährlichen Weg an.
Jeder muss versuchen, einen Ausgleich zu schaffen.
Kein Mensch kann in solchen Extremen leben:

Die Religion und das Gebet sind für mich Möglichkeiten,
davon runterzukommen.“

Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni
Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten
FAZ Nr. 117, 20. Mai 2006


https://www.kirche-im-swr.de/?m=3270
Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder sagt über die Kirche:

„Für mich ist eine Kirche vor allem
ein Ort der Stille und der Entspannung.
Ich habe oft das Gefühl, dass die Zeit einfach langsamer läuft,
wenn man in der Kirche ist.
All die Hektik, die gerade auch in meinem Leben herrscht,
verschwindet hinter diesen Mauern.
Das genieße ich.“


Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni
Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten
FAZ Nr. 117, 20. Mai 2006

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3269
Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder sagt über den Gottesdienst:

„Mein letzter Gottesdienst ist schon ein paar Wochen her.
Ich schaffe es derzeit leider nicht mehr,
regelmäßig in die Kirche zu gehen.
Aber wenn ich bei meiner Familie zu Hause bin,
dann gehen wir oft zusammen in den Gottesdienst.
In meiner Schulzeit hieß es, Religion ist uncool.
Das muss es aber gar nicht sein.
Wenn Leute, die Idole sind, sagen:
’Auch ich glaube an Gott; auch ich bete; Religion ist nicht uncool!’
dann ist das wichtig.“

Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni
Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten
FAZ Nr. 117, 20. Mai 2006

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3268